SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Virtuelle Realität macht Schmerzen erträglicher

Barcelona (dpa) - Beim Arztbesuch virtuelle Pinguine beim Schwimmen beobachten oder den Mount Everest besteigen - ein Ausflug in die virtuelle Realität kann Patienten von einer schmerzhaften Behandlung ablenken. Forscher um Birgit Nierula von der Universität Barcelona stellen nun in der Fachzeitschrift «Journal of Pain» einen neuen Ansatz vor, der Patienten mithilfe von Virtual-Reality-Brillen helfen können, Schmerzen weniger stark zu spüren. Der Effekt ist allerdings überschaubar. Forscher wissen seit Jahren, dass Menschen weniger empfindlich sind, wenn sie während einer...

Mehrheit offen für digitale Medizintechnik

Berlin (dpa) - Die meisten Bürger sehen tragbare Minicomputer für die Gesundheit und ähnliche neue Medizintechnologien überwiegend positiv. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Bundesforschungsministeriums hervor, wie das Ministerium am Montag in Berlin mitteilte. Demnach verbinden 55 Prozent der Befragten mit den am Körper tragbaren Geräten zum Aufzeichnen von Fitness- und Gesundheitsdaten eher Chancen, 34 Prozent eher Risiken. Zugleich haben die meisten Bundesbürger Bedenken, Gesundheitsdaten im Netz zu teilen (62 Prozent). 51 Prozent der Befragten befürworten Implantate für mehr...

Fünf Jahre Haft für falschen Schönheitschirurgen gefordert

Regensburg (dpa) - Einem falschen Schönheitschirurgen drohen fünf Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft forderte am Donnerstag vor dem Landgericht Regensburg eine Verurteilung des 31-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Betrugs und Missbrauchs von Titeln in 96 Fällen. «Der Angeklagte hat sich äußerst empfindliche Opfer ausgesucht, die große Probleme mit ihrem Körper hatten», sagte Staatsanwältin Anja Liebhäuser. In dem Verfahren hatte der Mann aus Regensburg zugegeben, Dutzende Schönheitsoperationen vorgenommen haben, ohne Arzt gewesen zu sein. Er hatte sich mit gefälschten Dokumenten...

Urologe: Heilungschancen bei Hodenkrebs «insgesamt exzellent»

Berlin (dpa) - Die Heilungschancen bei Hodenkrebs sind nach Aussage des Urologen Prof. Klaus-Peter Dieckmann «insgesamt exzellent». «In über 95 Prozent der Fälle kann der Patient geheilt werden. Nur wenn die Metastasen schon sehr weit fortgeschritten sind, gibt es manchmal keine Rettung mehr», sagte der Arzt am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Hodenkrebs ist die häufigste Krebsart in der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen. Dies hänge «weniger mit dem Lifestyle als mit der erblichen Vorbelastung zusammen», meinte Dieckmann. Am Montag hatte der italienische Radprofi...

(Fragen & Antworten) Smartphone in Kinderhand - Wie Risiken vermindert werden können

Sollen Kinderzimmer eine smartphonefreie Zone sein? Deutschlands Kinderärzte raten: So ein Gerät soll es erst ab 12 Jahren geben. Denn zuviel Daddeln - so eine neue Studie - kann krank machen. Berlin (dpa) - Mangelnde Konzentration, Zappeligkeit, Fettleibigkeit - das können Folgen übermäßiger Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen sein. Die Bundesdrogenbeauftragte zeigt sich bei der Vorstellung einer neuen Studie alarmiert. Experten raten zu Grenzen und festen Regeln - ein Überblick: In welchem Ausmaß können Smartphones zum Gesundheitsrisiko werden? Laut der am Montag...

Krankenhäusern fehlen Pflegekräfte für Intensivstationen

Seit Jahren wird in der Intensivmedizin Fachkräftemangel beklagt. Kliniken erfüllen nach eigener Aussage aktuell zwar die Vorgaben weitgehend. Doch etliche Stellen sind vakant. Der Pflege-Verband sieht auch Missstände bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Berlin (dpa) - Krankenhäuser in Deutschland suchen händeringend Pflegekräfte auf Intensivstationen. Mehr als die Hälfte der Kliniken (53 Prozent) hatte nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im Herbst vergangenen Jahres Probleme, Pflegestellen auf Intensivstationen zu besetzen. Bundesweit seien aktuell 3150 Stellen...

Regierung bringt neue Preisbremse für Arzneimittel auf den Weg

Berlin (dpa) - Für neue, teure Arzneimittel soll künftig eine Preisgrenze von 250 Millionen Euro im ersten Jahr nach der Markteinführung gelten. Das sieht der Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Heute können neue Mittel zunächst zum frei von den Pharmafirmen festgesetzten Preis verkauft werden, bevor ihr Nutzen offiziell bewertet und über ihren Erstattungspreis verhandelt wird. Manche Mittel erzielen im ersten Jahr enorme Bruttoumsätze von mehreren hundert Millionen Euro. Das Gesetz von...

Gröhe will Überprüfung des Finanzausgleichs der Krankenkassen

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will den wegen Manipulationsvorwürfen ins Gerede gekommenen Finanzausgleich der gesetzlichen Krankenkassen durchleuchten. Dazu hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch) beim Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt ein Sondergutachten zum sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (RSA) in Auftrag gegeben. Der Finanzausgleich regelt die Verteilung von jährlich mehr als 200 Milliarden Euro unter den Kassen. Er war öffentlich ins Gerede gekommen, nachdem der...

Mehr Arzneimittel-Sicherheit: «Blaue Hand»-Logo startet

Bonn (dpa) - Für mehr Arzneimittelsicherheit gibt es künftig ein neues Logo: die «Blaue Hand». Sie kennzeichne behördlich genehmigtes Schulungsmaterial, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn mit. Arzneimittel, bei denen die Informationen in der Packungsbeilage allein nicht ausreichen, um das Risiko bei der Anwendung zu minimieren, werden schon seit Langem mit Schulungsmaterialien versehen. Diese seien aber in der Vergangenheit von Ärzten oder Patienten häufig mit Werbung verwechselt und entsorgt worden, hieß es vom BfArM. So kam es demnach in einem...

Bundestag befasst sich mit Korruption im Gesundheitswesen

Berlin (dpa) - Ärzten, Apothekern, Physiotherapeuten oder Pflegekräften drohen künftig bis zu drei Jahren Haft, wenn sie bestechen oder sich bestechen lassen. Dies sieht ein Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) vor, der am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten wird. In besonders schweren Fällen soll Korruption im Gesundheitswesen sogar mit bis zu fünf Jahre Haft geahndet werden. «Eine strafrechtliche Regelung ist längst überfällig», erklärte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink. «Ohne gesetzliche Regelung ist die Annahme von Geschenken und...