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Bundestag beschließt Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe

Berlin (dpa) - Geschäftsmäßige Sterbehilfe wird in Deutschland verboten. Nach einer eindringlichen Debatte setzte sich im Bundestag am Freitag ein entsprechender Gesetzentwurf gegen heftige Kritik durch. Vereine oder Einzelpersonen dürfen demnach künftig keine Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anbieten. Der Abstimmung ohne Fraktionszwang war eine einjährige Meinungsbildung über die heikle Gewissensfrage in Parlament und Öffentlichkeit vorausgegangen. Mit einem neuen Straftatbestand drohen künftig bis zu drei Jahre Haft, wenn etwa einem unheilbar Krebskranken geschäftsmäßig ein tödliches...

Studie bestätigt große Lücken in der Versorgung Sterbender

Wer hilft, wenn Menschen im Sterben liegen? Der Bundestag will diese Woche zwei wichtige Gesetze dazu verabschieden. Ob die Sterbehilfe künftig liberaler gehandhabt wird, ist noch längst nicht ausgemacht. Berlin/Gütersloh (dpa) - Eine aktuelle Studie hat den dringenden Handlungsbedarf der Bundesregierung beim Ausbau der Versorgung sterbenskranker Menschen unterstrichen. Nach der am Montag vorgestellten Analyse der Bertelsmann-Stiftung bestehen große regionale Unterschiede und erhebliche Versorgungslücken. So fehlen in gut einem Viertel aller Kreise Hospize, Palliativstationen oder Anbieter...

Gröhe: Anstieg der Krankenkassenbeiträge kein Grund für Alarmismus

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Anstieg der Krankenversicherungsbeiträge verteidigt. «Für Alarmismus ist da wahrlich kein Raum», sagte Gröhe am Donnerstag im Bundestag bei den Haushaltsberatungen. Der durchschnittliche Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Dieser Anstieg wird über die Zusatzbeiträge erbracht, den die Arbeitnehmer allein schultern müssen. Gröhe verwies darauf, dass es Krankenkassen mit niedrigen und welche mit höheren Beiträgen gebe. Der Gesetzgeber habe...

Gefahr für Leib und Leben: Behörde schließt Bremer Seniorenheim

Bremen (dpa) - Ein Seniorenheim in Bremen ist wegen schwerwiegender Mängel von den Aufsichtsbehörden geschlossen worden. Dort leben 63 Menschen, die nun bis Donnerstag umziehen müssen, teilte die Wohn- und Betreuungsaufsicht mit. Die Mängel seien so gravierend gewesen, dass es Gefahr für Leib und Leben der Bewohner gegeben habe. Der Bremer Senatssprecher Bernd Schneider sagte am Dienstag, im Herbst 2013 sei das Haus im Stadtteil Kirchhuchting erstmals wegen anhaltender Beschwerden von Bewohnern, Angehörigen und Ärzten ins Visier der Aufsicht geraten. Allein in diesem Jahr sei das...

Die Lehre aus dem Skandal - Organvergabe transparenter denn je

Der Prozess um den Organspende-Skandal von Göttingen geht zu Ende. Schon vor dem Urteil in dem Verfahren gegen einen Transplantationsmediziner steht fest: Manipulationen, wie sie dem Angeklagten vorgeworfen werden, sind heute kaum noch möglich. Göttingen (dpa) - Der Skandal um manipulierte Patientendaten an der Uniklinik Göttingen erschütterte das Vertrauen in die Organspende. Politik und Ärzteschaft waren gleichermaßen entsetzt, als im Sommer 2012 bekanntwurde, dass ein Leberchirurg seine Patienten auf dem Papier kranker gemacht haben soll, als sie waren, um schneller an Spenderorgane zu...

Neue Schlaganfall-Therapie kann dauerhafte Schäden verhindern

Glasgow (dpa) - Ein relativ neuer Eingriff bewahrt Ärzten zufolge viele Schlaganfallpatienten vor dauerhaften Behinderungen. Bei der sogenannten endovaskulären Therapie müsse man etwa vier bis sechs Patienten behandeln, um einem ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, sagt Joachim Röther, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. «In der Medizin ist das ein unglaublich gutes Ergebnis.» Bei der Therapie, die in Deutschland bereits durchgeführt wird, schiebt ein Neuroradiologe einen Mikrokatheter bis zum betroffenen Blutgefäß und zieht das entstandene Gerinnsel heraus. Eine wenige...

Krankenkasse: 50 000 Rückenpatienten jedes Jahr unnötig geröntgt

Berlin/Hamburg (dpa) - Ärzte in Deutschland greifen nach einer Studie bei unkomplizierten Rückenschmerzen vorschnell zum Röntgengerät. Fast 50 000 Patienten jährlich werden unnötig geröntgt, wie eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt. Von allen Patienten mit akutem Kreuzschmerz, die radiologisch untersucht werden, wird demnach jeder dritte innerhalb von sechs Wochen unter den Röntgenapparat gelegt. Wissenschaftler seien sich jedoch einig, dass Patienten in diesem Zeitraum nicht geröntgt werden sollten, denn Beschwerden bildeten sich in der Sechs-Wochen-Frist oft spontan...

Pro Generika: Preisdruck kann zu Arzneimittelengpässen führen

Berlin (dpa) - Der Preisdruck ist nach Darstellung des Pharma-Verbandes Pro Generika eine wesentliche Ursache für Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Verbandschef Wolfgang Späth kritisierte am Dienstag in Berlin, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) setze bei der Arzneimittelversorgung immer mehr auf Nachahmerprodukte (Generika), wolle dafür aber immer weniger Geld aufwenden. Dies führe dazu, dass sich Hersteller aus bestimmten Wirkstoffmärkten zurückziehen müssten, beklagte Späth. Zudem werde in Deutschland durch die Rabattverträge die Planbarkeit einer bedarfsgerechten Produktion...

Brand lobt Respekt für Andersdenkende in Sterbehilfe-Debatte

Berlin (dpa) - Der CDU-Abgeordnete Michael Brand hat zu Beginn der ersten Bundestagslesung über die vier Gesetzentwürfe zur künftigen Sterbehilfe den Respekt gegenüber den jeweils Andersdenkenden gewürdigt. Zugleich verteidigte er am Donnerstag seinen fraktionsübergreifenden Entwurf. Leitmotiv sei: «Sterben an der Hand und nicht durch die Hand eines Mitmenschen». Der Entwurf biete einen Weg der Mitte: Geschäftsmäßige Sterbehilfe solle verboten, der Freiraum des Arztes aber wie bisher belassen werden. Sterbenden solle man die Leiden nehmen, nicht das Leben. Der Bundestag befasste sich am...

Grüne warnen: Keine Schwächung der Patientenberatung

Berlin (dpa) - Die Grünen warnen die Bundesregierung und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) davor, die unabhängige Patientenberatung zu schwächen. «Wenn Unabhängigkeit und Neutralität von Beratung in Konfliktfällen mit Krankenkasse oder Arzt nicht mehr gewährleistet ist, gerät der Patient mit seinem Anliegen ganz schnell ins Hintertreffen», sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur. Die Leistungen der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) «waren in keinster Weise» zu beanstanden, fügt...