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Sterbehilfe: Vereinsverbot - und sonst bleibt alles beim Alten?

Berlin (dpa) - Die erhoffte breite gesellschaftliche Debatte über das Thema Sterben und Sterbehilfe mag bisher ausgeblieben sein. Doch eines ist den Fraktionen im Bundestag seit dem vergangenen Jahr gelungen: Sterben wurde ein gutes Stück aus der Tabuzone geholt, aus den Sterbezimmern zu Hause, in den Hospizen, den Altenheimen oder in den Krankenhäusern. Die Orientierungsdebatte des Bundestages im vergangenen November und die zum Teil sehr persönlichen Erzählungen der Abgeordneten haben deutlich gemacht, dass jeder direkt oder indirekt betroffen ist oder sein kann. Sehr schnell herrschte...

Berlin berichtet von Millionenschäden durch Pflege-Abrechnungsbetrug

Berlin (dpa) - Lug und Betrug bei Ambulanten Pflegediensten in Berlin verursacht nach Angaben des Landes jährlich einen Schäden in Millionenhöhe. «Für ganz Berlin schätze ich das auf mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr», sagte Stephan von Dassel, Sozialstadtrat im Bezirk Mitte, am Donnerstag. Vor allem mit Privatdiensten in russischer Hand gebe es große Probleme: «Von rund 100 russischen Pflegediensten haben wir gegen 80 Prozent handfeste Belege für unseriöses Arbeiten.» Häufig spielten Dienste, Ärzte und vermeintliche Pflegebedürftige dem Sozialamt und dem Medizinischen Dienst der...

Gröhe bringt zwei wichtige Gesundheitsvorhaben auf den Weg

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat in der letzten Kabinettssitzung vor der Weihnachtspause zwei wichtige Gesundheitsthemen auf den Weg gebracht: das Versorgungsstärkungs- sowie das Präventionsgesetz. Im Zentrum des Versorgungsstärkungsgesetzes steht die Absicht, ausreichend Ärzte auch im ländlichen Raum anzusiedeln. Dies soll unter anderem durch finanzielle Anreize bewirkt werden, aber auch durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen etwa in medizinischen Versorgungszentren. Andererseits soll in einem überversorgten Gebiet künftig eine Praxis nur dann nachbesetzt...

Neue Gesundheits-App für Millionen Versicherte startet

Über Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen wissen Millionen Versicherte nicht Bescheid. Und geht man zu einem neuen Arzt, hat der oft keine Einsicht in bisherige Befunde. Eine neue App soll helfen. Berlin (dpa) - Millionen Versicherte sollen ab diesem Montag ihre Gesundheitsdaten über eine neue Handy-App verwalten können. In der digitalen Akte «Vivy» können etwa Befunde, Laborwerte und Röntgenbilder gespeichert und mit dem behandelnden Arzt geteilt werden, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Mitteilung. Dahinter stehen 13 gesetzliche und zwei private ...

Gesundheitsminister Spahn wirbt für Grippeimpfung

Langen (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für die Impfung gegen die Grippe geworben. «Das ist definitiv eine der meist unterschätzten Erkrankungen, die es gibt», sagte Spahn bei einem Besuch des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) im südhessischen Langen. In der vergangenen Saison habe die Grippe allein in Deutschland rund neun Millionen Arztbesuche ausgelöst und zu fast 2000 Todesfällen geführt. Die Impfquote sei noch immer viel zu gering. Er selbst habe sich schon vor rund zwei Wochen impfen lassen, sagte Spahn während seines Besuchs in dem Bundesinstitut für ...

Kliniken sollen mehr Geld und Zeit für Organspenden bekommen

Die Organspendezahlen in Deutschland sinken seit Längerem - allem Werben zum Trotz. Als ein entscheidender Grund gelten Hindernisse in den Kliniken. Die sollen nun aus dem Weg geräumt werden. Berlin (dpa) - Krankenhäuser in Deutschland sollen mehr Geld und Zeit bekommen, um sich stärker um Organspenden zu kümmern. Das sieht ein Gesetzentwurf von Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht hat. Kernpunkte sind unter anderem höhere Vergütungen durch die Krankenkassen und mehr Freiraum für Transplantationsbeauftragte in den Kliniken....

Diagramm 9 Quelldaten Diagramm 9 Umfrage - Scenario "Husten, Schnupfen, Halsschmerzen": Präferenzen bezüglich ärztlicher Behandlung, Krankmeldung und Medikamentenbeschaffung nach Alter und Geschlecht Anforderungsniveau konventionell* digital Männer jünger als 50 Jahre Männer 50 Jahre und älter Frauen jünger als 50 Jahre Frauen 50 Jahre und älter Gesamt Männer jünger als 50 Jahre Männer 50 Jahre und älter Frauen jünger als 50 Jahre Frauen 50 Jahre und älter Gesamt Anteile in Prozent * Arztkontakt -72.0 -82.9 -75.6 -79.2 -76.3 28.0 17.1 24.4 20.8 23.7 Übermittlung des...

Kassen befürworten Grundsatzdebatte zu Bluttests vor der Geburt

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) befürworten eine gesellschaftliche Diskussion über Bluttests für Schwangere etwa auf ein Down-Syndrom des Kindes. «Diese grundlegende ethische Debatte gehört in den Deutschen Bundestag, dort muss entschieden werden», sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, am Montag. In den laufenden Beratungen und Anhörungen beim Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten, Kassen und Kliniken gehe es nicht um die Zulassung der Tests, die seit Jahren verfügbar seien. Es gehe allein um die Frage, ob sie von den Kassen...

Starke Nebenwirkungen: Einsatz gängiger Antibiotika beschränkt

Bonn (dpa) - Ärzte sollen die weit verbreitete Antibiotikagruppe der Fluorchinolone wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch stark eingeschränkt verschreiben. Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag mit. Die Medikamente sollen nach Möglichkeit nicht mehr bei «leichten und mittelschweren Infektionen» eingesetzt werden. Laut Wissenschaftlichem Institut der AOK waren im Jahr 2015 knapp sechs Millionen Packungen mit fluorchinolonhaltigen Antibiotika verordnet worden. «Bestimmte schwerwiegende Nebenwirkungen von Fluorchinolonen können ...

Spahn begrüßt Debatte über Bluttests vor der Geburt

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die grundsätzliche Debatte über Bluttests für Schwangere etwa auf ein Down-Syndrom des Kindes begrüßt. «Die Frage, welche Entscheidung aus einem solchen Ergebnis kommt, die können wir als Gesellschaft mit beeinflussen», sagte er am Montag im «Bild»-Talk. «Das wünsche ich mir, dass wir sagen: Es ist völlig ok, wie ihr Euch entscheidet, wir helfen bei jeder Entscheidung.» Der Minister zeigte sich offen dafür, dass die Krankenkassen solche prinzipiell erlaubten Tests finanzieren und verwies auf höhere Risiken bei...