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Betrugsvorwürfe entfachen Streit um Kassenfinanzen

Lassen Kassen wie die regionalen AOKen ihre Patienten auf dem Papier von Ärzten kranker machen, um mehr Geld zu kriegen? Die TK hat schweres Geschütz aufgefahren - nun setzen sich die Angegriffenen zur Wehr. Berlin (dpa) - Kurz vor der Weichenstellung für die Höhe der Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr streiten Kassen und Politik über die milliardenschweren Geldströme für Gesundheit. Die AOK attackierte den Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, wegen dessen Manipulationsvorwürfen gegen die gesetzlichen Kassen heftig. Baas wolle nur eine Änderung der Finanzregeln für die...

Die Männerpsyche leidet anders - Pillen-Abhängigkeit oft unbeachtet

Der Mann, das unbekannte Wesen? Tatsächlich tappen Forscher manchmal noch im Dunkeln, wenn es um die Gesundheit von Männern geht. Das liegt auch daran, dass diese relativ selten einen Arzt aufsuchen. Berlin (dpa) - Männer zeigen bei psychischen Erkrankungen oft andere Krankheitsanzeichen als Frauen. Ihre depressiven Symptome würden häufig nicht diagnostiziert und unzureichend behandelt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit. Über psychische Gesundheit berieten Experten am Dienstag beim Männergesundheitskongress...

Gröhe: Patienten durch Lieferengpässe nicht gefährdet

Engpässe bei Antibiotika, bei Krebs- oder Narkosemitteln: Die Konzentration der Produktion solcher Arzneimittel im Ausland kann die Versorgung anfällig machen. Berlin (dpa) - Patienten sind nach Worten von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) durch die aktuellen Lieferengpässe bei Arzneimitteln nicht gefährdet. «Es zeichnet sich kein Versorgungsengpass ab», sagte Gröhe der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag). In den allermeisten Fällen stünden Alternativen für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Remifentanil zur Verfügung. «Die deutschen Anästhesisten haben versichert, dass keine...

Krankenkassen mit Defizit von mehr als einer Milliarde Euro

Berlin (dpa) - Trotz guter Konjunktur haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein Defizit von insgesamt 1,14 Milliarden Euro eingefahren. Die Reserve der Krankenversicherung schrumpfte zum Jahresende auf rund 24,5 Milliarden Euro. Davon entfielen 14,5 Milliarden Euro auf die einzelnen Kassen und 10 Milliarden Euro auf den Gesundheitsfonds, die Geldsammel- und -verteilstelle der Krankenversicherung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mitteilte. Zwei Jahre zuvor war das Finanzpolster der Krankenversicherung noch rund 30 Milliarden Euro groß. Beim...

Pharma-Verband: Kostenargument der Kassen hemmt Arznei-Innovationen

Mondpreise oder angemessene Vergütung innovativer Arzneimittel? Kurz vor Abschluss von Gesprächen über die Zukunft der Pharma-Branche streiten Industrie und Krankenversicherung wieder. Berlin (dpa) - Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vorgehalten, die Kosten zum alleinigen Bewertungsmaßstab für innovative Präparate zu machen. «Nach allen Berechnungen, die gegenwärtig vorliegen, sprengen bahnbrechende Innovationen gegen Infektionskrankheiten oder Krebs keineswegs die Budgets der Krankenkassen», sagte vfa-Hauptgeschäftsführerin...

Apotheker: Nachfrage nach Pille danach deutlich gestiegen

Lange sperrte sich Gesundheitsminister Gröhe gegen die Freigabe der Pille danach. Schließlich gab er EU-Forderungen nach. Heute bekommen Frauen Notfall-Verhütungsmittel direkt in der Apotheke. Berlin (dpa) - Seit der Rezeptfreiheit für die Pille danach ist die Nachfrage nach solchen Präparaten erheblich gestiegen. Der Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Friedemann Schmidt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Die Absatzzahlen dieser Produkte haben sich deutlich erhöht. Es hat eine Spitze gegeben. Jetzt ist es auf höherem Niveau stabil.» Seit Mitte März...

Krankenkassen: Patienten bekommen ab 2016 bessere Beratung

Die Unabhängige Patientenberatung geht künftig an das Unternehmen Sanvartis. Das will dafür eine gemeinnützige Gesellschaft gründen, um die Unabhängigkeit der Beratung sicherstellen zu können. Berlin (dpa) - Patienten können vom kommenden Jahr an auf eine umfassendere Beratung bei Problemen mit ihrer Krankenkasse oder ihrem Arzt hoffen. Wie der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Berlin sagte, soll die neue Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) deutlich ausgebaut werden: Patienten müssen bei einer Frage nicht mehr lange in der...

Kasse: Arzneimittelmarkt-Reform bringt zu wenig Einsparungen

Die vor vier Jahren eingeführte Preisbremse für Arzneimittel funktioniert laut Techniker Krankenkasse nicht richtig. 2014 sei zu wenig eingespart worden. Die Halbjahreszahlen des Gesundheitsministeriums lassen für 2015 auf Besseres hoffen. Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) dringt auf deutliche höhere Einsparungen bei Arzneimittelverordnungen. Die Arzneimittelmarkt-Reform (AMNOG) habe auch im vierten Jahr ihr Ziel deutlich verfehlt. Geplant seien Einsparungen bei Verordnungen von zwei Milliarden Euro jährlich. 2014 seien gerade einmal 320 Millionen erreicht worden, erklärte der...

TECHNOLOGIE STELLT DIE MACHTFRAGE

w w w .b kk -d ac hv er ba nd .d e 6 | 18 Betriebs Kranken Kassen Magazin für Politik, Recht und Gesundheit im Unternehmen DIGITALPOLITIK Wird das Gesundheitssystem von der digitalen Zukunft abgekoppelt? Patienten werden das verhindern. GESUND FÜHREN Kluge Netzwerke und Strategien für die Generation 50+ in der Arbeitswelt #DigitalLeadership BREMSER ODER ANTREIBER? DIGITALPOLITIK TECHNOLOGIE STELLT DIE MACHTFRAGE Von Stefan B. Lummer und Karsten Knoche, Interne Dienste (Finanzen und Organisation) Was können wir aus der Geschichte gescheiterter Projekte lernen? Wenn...

Medizin-Experten empfehlen tiefgreifende Reformen bei Heilpraktikern

Viele Patienten vertrauen neben der klassischen Schulmedizin auch auf die Hilfe eines Heilpraktikers. Experten aus ganz Deutschland sehen das kritisch. Sie fordern die Politik zu tiefgreifenden Veränderungen auf. Münster (dpa) - Eine 17-köpfige Expertengruppe sieht durch schlecht qualifizierte Heilpraktiker das Wohl von Patienten in Deutschland gefährdet und spricht sich für tiefgreifende Reformen aus. Der Beruf des Heilpraktikers sollte entweder ganz abgeschafft oder grundlegend reformiert werden, heißt es im «Münsteraner Memorandum». Die Politik dürfe nicht länger hinnehmen, dass...