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Mehr Kontrolle für Gesundheits-Funktionäre

Berlin (dpa) - Nach einer Reihe von Unregelmäßigkeiten bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gelten künftig strengere Regeln für die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend ein Gesetz, das dem Gesundheitsministerium zusätzliche Durchgriffsrechte gegenüber Ärzten, Kliniken, Apotheken und Krankenkassen einräumt. So kann das Ministerium als zusätzliche Aufsichtsinstanz künftig eine «Person für besondere Angelegenheiten» entsenden. Darüber hinaus werden die Mitglieder der Selbstverwaltung zur Einrichtung einer Innenrevision verpflichtet,...

Warum ist Adipositas so gefährlich?

Berlin (dpa) - Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen hat in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen. Die Fachbezeichnung für die extreme Form des Übergewichts ist Adipositas. Ab wann gilt man als fettleibig? Laut Weltgesundheitsorganisation gelten Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 als übergewichtig und mit einem BMI von mehr als 30 als adipös, also fettleibig. Den BMI erhält man, indem man sein Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilt. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine BMI-Kategorisierung schwieriger, da es große individuelle...

Fettleibigkeit wird laut einer GEK-Untersuchung unterschätzt

Berlin (dpa) - Übergewicht wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert - mit schwerwiegenden Folgen für Krankenkassen und Patienten: Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) berichtet. Unter Übergewicht leide fast jeder zweite Deutsche, schrieb die Zeitung. Trotzdem habe die Barmer herausgefunden, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht diagnostiziert wurde. Umso intensiver würden Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder...

Patientenschützer fordern Abkehr vom «Zwei-Klassen-Sterben»

Dortmund (dpa) - Patientenschützer fordern bei der neuen Hospiz-Gesetzgebung eine Ende des «Zwei-Klassen-Sterbens». Heimbewohner seien von einer professionellen Sterbebegleitung bisher weitgehend ausgeschlossen, erklärte die Stiftung Patientenschutz vor der Anhörung des Bundestagsgesundheitsausschusses zu den Rechten sterbender Pflegeheimbewohner am kommenden Montag. Der Grund sei eine unzureichende gesetzliche Finanzierung. Sie liege nur bei einem Fünftel der Summe, die Sozialkassen für Hospiz-Patienten ausgeben, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch in Dortmund. Der Bund wolle an dem...

Krankenhäuser bemühen sich verstärkt um Sicherheit der Patienten

Berlin (dpa) - Deutschlands Krankenhäuser versuchen verstärkt, etwa durch Systeme für anonyme Meldungen von Behandlungsfehlern Risiken für Patienten zu vermeiden. Darauf deuten Ergebnisse einer Umfrage unter Kliniken hin, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Allerdings sehen Krankenkassen und Experten noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Der Umfrage des Bonner Instituts für Patientensicherheit zufolge haben weit mehr Kliniken zum Beispiel Systeme eingeführt, bei denen Ärzte und Pfleger anonym im Internet Fehler, Beinahe-Schäden und andere unerwünschte Ereignisse melden können....

Verurteilte Ärztin lehnt Vorschlag zu Abtreibungsparagrafen ab

Gießen (dpa) - Die wegen Werbung für Abtreibung verurteilte Gießener Ärztin Kristina Hänel hat sich «entsetzt» über den Kompromissvorschlag der Bundesregierung zu einer Ergänzung der Rechtslage gezeigt. «Bei genauerem Hinsehen erweist sich der als Kompromiss ausgegebene Vorschlag als Null-Nummer», heißt es in einer Erklärung, die Hänel gemeinsam mit zwei in Kassel angeklagten Ärztinnen am späten Mittwochabend versandte. Der umstrittene Paragraf 219a bleibe inklusive der Strafandrohung von zwei Jahren Gefängnis bestehen. Die restlichen Vorschläge seien flankierende Maßnahmen,...

Patientenschützer: Kliniken rufen wenig Bundesmittel für Pflege ab

Berlin (dpa) - Die Fördermittel des Bundes für mehr Pflegestellen in Krankenhäusern werden nach Darstellung der Deutschen Stiftung Patientenschutz nur zögerlich abgerufen. Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Nicht einmal jede zweite der mehr als 1200 berechtigten Kliniken in Deutschland nahm im ersten Jahr Fördermittel in Anspruch, um zusätzliche Pflegestellen zu schaffen.» Im Rahmen der Krankenhausstrukturreform, die 2016 in Kraft trat, legte die Bundesregierung ein Programm auf, mit dem sie bis 2018 zusätzliche 6300 Stellen für die «Pflege am...

Ermittlungen zu Transplantationen im Umfeld der Uniklinik Hamburg

Hamburg (dpa) - Im Zusammenhang mit Lungentransplantationen ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft im Universitätsklinikum Eppendorf. Einen entsprechenden Bericht des NDR-Magazins «Panorama 3» bestätigte das UKE am Montag. Laut NDR-Recherchen geht es um Aktenunterdrückung. Die Ermittlungen erstreckten sich auch auf die LungenClinic Großhansdorf, mit der das UKE zusammenarbeitet. Das UKE teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, man sei von der Staatsanwaltschaft am Montag «schriftlich über das laufende Ermittlungsverfahren informiert und um Weitergabe einzelner Informationen gebeten...

Kliniken berichten von zunehmender Gewalt in Notaufnahmen

In Notaufnahmen in ganz Deutschland häufen sich aggressive Auftritte von Patienten. Die Ursachen sind vielfältig. Stuttgart (dpa) - Bedrohungen, Beschimpfungen und Prügel: Kliniken in ganz Deutschland berichten von zunehmender Gewalt von Patienten in Notaufnahmen. Das liege nicht nur an Trunkenheit, Drogensucht und Erkrankungen wie Psychosen, sondern zunehmend auch an immer längeren Wartezeiten und einer gestiegenen Erwartungshaltung der Patienten. Das Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe etwa berichtet von 970 Fällen aggressiven Verhaltens in der Notaufnahme und der Intensivstation allein...

Zu wenig Teilnehmer - Studie zu Prostatakrebs wird abgebrochen

Berlin (dpa) - Die größte deutsche Prostatakrebs-Studie wird aus Mangel an Patienten abgebrochen. Die Förderung werde zum Ende dieses Jahres eingestellt, teilte die Stiftung Deutsche Krebshilfe am Montag mit. Die Zahl der Patienten sei nach dreieinhalb Jahren Laufzeit weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Frage nach der besten Therapie eines Prostatakarzinoms in frühem Stadium werde sich absehbar mit der Studie «Prefere» nicht mehr beantworten lassen. «Prefere» sollte die weltweit größte Studie zu dem Thema werden. Mehr als 7000 Patienten wären dafür gebraucht worden. Für eine...