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Kliniken berichten von zunehmender Gewalt in Notaufnahmen

In Notaufnahmen in ganz Deutschland häufen sich aggressive Auftritte von Patienten. Die Ursachen sind vielfältig. Stuttgart (dpa) - Bedrohungen, Beschimpfungen und Prügel: Kliniken in ganz Deutschland berichten von zunehmender Gewalt von Patienten in Notaufnahmen. Das liege nicht nur an Trunkenheit, Drogensucht und Erkrankungen wie Psychosen, sondern zunehmend auch an immer längeren Wartezeiten und einer gestiegenen Erwartungshaltung der Patienten. Das Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe etwa berichtet von 970 Fällen aggressiven Verhaltens in der Notaufnahme und der Intensivstation allein...

Zu wenig Teilnehmer - Studie zu Prostatakrebs wird abgebrochen

Berlin (dpa) - Die größte deutsche Prostatakrebs-Studie wird aus Mangel an Patienten abgebrochen. Die Förderung werde zum Ende dieses Jahres eingestellt, teilte die Stiftung Deutsche Krebshilfe am Montag mit. Die Zahl der Patienten sei nach dreieinhalb Jahren Laufzeit weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Frage nach der besten Therapie eines Prostatakarzinoms in frühem Stadium werde sich absehbar mit der Studie «Prefere» nicht mehr beantworten lassen. «Prefere» sollte die weltweit größte Studie zu dem Thema werden. Mehr als 7000 Patienten wären dafür gebraucht worden. Für eine...

G7-Gesundheitsminister beraten über Antibiotika-Resistenzen

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsminister der sieben führenden Industrienationen (G7) beraten am Donnerstag (13.30 Uhr) über das weltweit zunehmende Problem von Antibiotika-Resistenzen. Der deutsche Ressortchef Hermann Gröhe (CDU) hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass die Wirkung dieser Medikamente verpuffe, wenn sie nicht gezielt genug gegen Bakterien eingesetzt würden. Ärzten wird immer wieder vorgeworfen, dass sie bei Erkältungen zu häufig Antibiotika verordneten, obwohl diese Erkrankungen in den allermeisten Fällen von Viren verursacht werden. Zudem nehmen die Menschen Antibiotika über...

Grünen fordern bessere Suizid-Prävention

Berlin (dpa) - Die Grünen im Bundestag setzen sich für eine bessere Suizid-Prävention ein. Es gehe darum, «ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, das es Menschen mit Todeswünschen erlaubt, offen über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen», sagte die Grünen-Abgeordnete Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb plädierten die Grünen für den Ausbau von «leicht erreichbaren ambulanten Krisendiensten». Zudem solle das freiwillige Engagement stärker finanziell unterstützt werden. Einen entsprechenden Entschließungsantrag haben die Grünen in den Bundestag eingebracht. Er soll am...

Spahn zur «Pille danach»: Minderjährige vor Missbrauch schützen

Berlin (dpa) - Nach dem Kurswechsel von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der rezeptfreien «Pille danach» hat der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn vor Missbrauch durch Minderjährige gewarnt. «Die Pille danach ist ein Arzneimittel mit teilweise gravierenden Nebenwirkungen. Dass wir Minderjährige vor Missbrauch schützen, halte ich für legitim», erklärte Spahn am Mittwoch in Berlin. «Bei Alkohol machen wir das doch auch.» Eine Beratung durch den Apotheker helfe allen, um richtig mit der Pille danach umzugehen. «Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein.» ...

Ärztliche Zwangsbehandlung kommt vor Verfassungsgericht

Karlsruhe (dpa) - Die medizinische Zwangsbehandlung psychisch Kranker kommt vor das Bundesverfassungsgericht. Den Richtern liegt der Fall einer Frau mit Psychose vor, die eine lebensgefährliche Brustkrebserkrankung nicht behandeln lassen will. Die noch nicht absehbare Entscheidung könnte sich laut Deutscher Stiftung Patientenschutz auch auf zu Hause gepflegte Demenzkranke auswirken. Der Bundesgerichtshof (Az.: XII ZB 89/15) legte das Verfahren dem höchsten Gericht vor, weil er das geltende Recht für verfassungswidrig hält: Mit dem Gleichheitsgrundsatz sei es unvereinbar, dass Ärzte Menschen...

Pharmaskandal: Woidke verspricht Aufklärung

Potsdam (dpa) - Im Skandal um den Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten hat Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) eine umfassende Aufklärung zugesagt. Es müsse geklärt werden, was bei der Aufsicht und Kontrolle schief gelaufen sei, sagte Woidke am Donnerstag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Potsdamer Landtags. Zudem müsse das schwer erschütterte Vertrauen der Bürger wiederhergestellt und geprüft werden, ob die Regeln für den Arzneimittelhandel auch auf Bundes- und Europaebene ausreichten. Bei dem Skandal geht es um das brandenburgische...

«Pille danach» ohne Rezept: Absatz um 30 Prozent gestiegen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Absatz der «Pille danach» ist in Deutschland stark angestiegen, seit das Medikament rezeptfrei in den Apotheken erhältlich ist. Im Schnitt seien von den beiden frei verkäuflichen Präparaten seitdem 30 Prozent mehr verkauft worden, teilte der Pharma-Branchendienst IMS Health am Dienstag in Frankfurt mit. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen sei sogar ein Verkaufsplus von über 50 Prozent zu verzeichnen gewesen. Am geringsten war der Zuwachs in Berlin (plus 16,3 Prozent). Insgesamt wurde in den Monaten März und April dieses Jahres 107 600 Mal die «Pille danach»...

Immer mehr Krankheitstage wegen psychischer Leiden

Berlin (dpa) - Psychische Erkrankungen sind für immer längere Ausfallzeiten der Beschäftigten in Deutschland verantwortlich. Darauf hat der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) bei der Vorstellung seines «Gesundheitsatlas 2015» am Donnerstag in Berlin aufmerksam gemacht. Rund 15 Prozent aller Krankentage mit ärztlichem Attest gehen demnach auf psychische Erkrankungen zurück - vor allem Depressionen. Im Schnitt dauern Krankschreibungen in diesen Fällen 40 Tage. Die Krankentage wegen seelischer Leiden haben sich im Vergleich zu 2003 mehr als verdoppelt. Zwar hätten Studien in den...

Pflegebeauftragter will Start in die häusliche Pflege erleichtern

Düsseldorf (dpa) - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich dafür ausgesprochen, Familien mit neuen Pflegefällen stärker zu unterstützen. «Die Angehörigen sind in dieser Situation fast immer hilflos, egal ob Akademiker oder nicht. Zumal Pflegebedürftigkeit meistens plötzlich eintritt», sagte Westerfellhaus der «Rheinischen Post» (Samstag). Dann seien viele Menschen überfordert mit der Situation, eine Einrichtung zu finden oder den Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich zu versorgen. «Den Angehörigen und den Pflegebedürftigen könnte man...