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Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge kommt kaum voran

Berlin (dpa) - Die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge kommt nur schleppend voran. Denn die zuständigen Bundesländer sind sich darüber weder untereinander noch mit den Kommunen einig. Einige Länder lehnen die Einführung komplett ab, andere verhandeln immer noch darüber, wieder andere haben zwar die formalen Voraussetzungen geschaffen - ihre Kommunen setzen sie aber nicht um, wie eine Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Nur in einigen wenigen Ländern bekommen Asylbewerber eine eigene Gesundheitskarte. Damit können sie im Krankheitsfall direkt zum Arzt gehen und...

Gefährlicher Geflügelpestausbruch in Vorpommern - Tötung von Puten

Heinrichswalde/Schwerin (dpa) - Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Mastputenbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern werden rund 31.000 betroffene Tiere noch am Donnerstag getötet. «Das ist das erste Glutnest von diesem Virus und das muss schnell ausgetreten werden», sagte Kreisamtstierarzt Holger Vogel in Anklam der Nachrichtenagentur dpa. Die Tötung der Tiere soll gegen Mittag starten. In dem Bestand in Heinrichswalde war - erstmals in Europa - ein hochpathogenes Influenzavirus vom Subtyp H5N8 festgestellt worden, das den Angaben zufolge bisher nur in Asien vorgekommen ist. Die...

Grippewelle: Viele Krankenhäuser überlastet

Berlin (dpa) - In den besonders von Grippe betroffenen Regionen Deutschlands sind viele Krankenhäuser komplett dicht. «Die Lage ist regional unterschiedlich, aber teilweise stehen die Krankenhäuser sehr unter Druck», sagte Holger Mages von der Deutschen Krankenhausgesellschaft der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Grundsätzlich versuchten die Kliniken zusätzliche Kapazitäten vorzuhalten. Doch die Lage in den Notaufnahmen werde dadurch verschärft, dass viele Patienten statt zum Hausarzt direkt in die Kankenhausambulanz gingen. «Die Notaufnahmen in Bayern sind alle komplett voll»,...

Bericht: «Pille danach» nicht im Online-Versandhandel

Berlin (dpa) - Die künftig rezeptfreie «Pille danach» wird es einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich nicht über Internet-Apotheken geben. Mehrere Ländergesundheitsminister wollten über den Bundesrat ein Versandhandelsverbot dieses Medikaments zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft erwirken, schreibt die «Welt» (Mittwoch). «Da der Anwendungserfolg am wahrscheinlichsten ist, je früher die Anwendung erfolgt, muss das Arzneimittel am besten unverzüglich zur Verfügung stehen», heißt es demnach in einem gemeinsamen Antrag der rot-grün regierten Länder Rheinland-Pfalz,...

Weiterer Patient mit multiresistentem Keim in Kiel gestorben

Kiel (dpa) - Im Universitätsklinikum Kiel arbeiten Experten weiter an einer Eindämmung der Keiminfektion. Am Montag war bekanntgeworden, dass ein weiterer Patient, bei dem der Keim festgestellt wurde, gestorben ist. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf zwölf, sagte Klinikchef Jens Scholz bei einer Pressekonferenz. Mit Hilfe von Fachwissenschaftlern aus Frankfurt am Main will das Klinikum den Befall möglichst schnell beseitigen. Die Experten bescheinigten nach einer ersten Begehung, die Klinik habe Isolierungs- und Hygienemaßnahmen bestmöglich durchgeführt - soweit der Bauzustand dies...

Patienten sollen künftig bessere Windeln und Rollstühle bekommen

Berlin (dpa) - Patienten sollen künftig bessere Qualität bei Hilfsmitteln wie Windeln, Kompressionsstrümpfen, Schuheinlagen, Prothesen, Hörgeräten oder Rollstühlen bekommen. Zudem soll Therapeuten bei medizinischen Behandlungen wie Krankengymnastik oder Massagen sowie bei der Behandlung von Sprech- und Sprachstörungen mehr Verantwortung übertragen werden. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung. Viele Menschen in Deutschland sind nach einem Unfall oder einem Schlaganfall auf...

Zeit für Grippeschutz-Impfung beginnt

Berlin (dpa) - Vor Beginn der Grippe-Saison sollten sich Risikogruppen wie Menschen ab 60, chronisch Kranke und Schwangere gegen die Infektionserkrankung impfen lassen. 14 Millionen Impfdosen seien bereits freigegeben, teilte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Mittwoch mit. Empfohlen wird die Influenza-Schutzimpfung auch Menschen, die in Medizin und Pflege arbeiten. Als optimaler Impfzeitpunkt gelten Oktober und November. Bis ein ausreichender Schutz aufgebaut ist, dauert es bis zu 14 Tage. In der vergangenen Saison 2015/16 gab es laut Robert Koch-Institut (RKI) geschätzt 4,1...

Das Smartphone als Helfer für Manisch-Depressive

Übertrieben euphorisch, zutiefst betrübt - Patienten, die an einer bipolaren Störung erkrankt sind, schwanken zwischen Extremen. Mit moderner Technik will die Dresdner Uniklinik Betroffenen helfen. Dresden (dpa) - Abends nimmt Mia ihr Smartphone zur Hand, es ist ein Ritual. Doch sie will keine Nachricht schreiben oder Freunde anrufen, sie will festhalten, wie sie geschlafen hat, welche Medikamente sie genommen hat und wie sie sich fühlt. «Und wenn ich es vergesse, werde ich daran erinnert», erzählt die 57-Jährige, die ihren richtigen Namen nicht nennen will. Auf ihrem Telefon blinkt dann ein...

Bundesweit mehr als 900 Masernfälle - größte Welle in Berlin

Berlin (dpa) - Bereits mehr als 900 Menschen in Deutschland haben sich in diesem Jahr nachweislich mit Masern angesteckt. Nach Angaben des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales erkrankten allein in der Hauptstadt seit Oktober 782 Patienten. Die meisten von ihnen waren nicht geimpft. 661 Menschen steckten sich in diesem Jahr an. Mit zurzeit rund 20 neuen Fällen pro Tag schwäche sich die Welle bisher auch nicht ab, berichtete Sprecherin Silvia Kostner. Bis Ende Februar wurden an der Robert Koch-Institut Masernausbrüche aus 13 Bundesländern gemeldet, lediglich in Bremen,...

Patientenschützer: Mehr Vorsorge für suizidgefährdete Alte

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz ruft die Bundesregierung auf, die Vorsorge für suizidgefährdete ältere Menschen zu verbessern. Angesichts der hohen Selbsttötungsraten müsse dringend ein «Aktionsprogramm Suizidprophylaxe 60plus» aufgelegt werden, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er hob hervor: «Der Anteil der Über-60-Jährigen an der Bevölkerung beträgt 27 Prozent. Mit 45 Prozent ist sie jedoch die größte Gruppe unter den Menschen, die Suizid begehen.» Hauptursache seien Depressionen. Antworten darauf sollten psychiatrische und...