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Pharmaskandal: Woidke verspricht Aufklärung

Potsdam (dpa) - Im Skandal um den Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten hat Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) eine umfassende Aufklärung zugesagt. Es müsse geklärt werden, was bei der Aufsicht und Kontrolle schief gelaufen sei, sagte Woidke am Donnerstag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Potsdamer Landtags. Zudem müsse das schwer erschütterte Vertrauen der Bürger wiederhergestellt und geprüft werden, ob die Regeln für den Arzneimittelhandel auch auf Bundes- und Europaebene ausreichten. Bei dem Skandal geht es um das brandenburgische...

«Pille danach» ohne Rezept: Absatz um 30 Prozent gestiegen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Absatz der «Pille danach» ist in Deutschland stark angestiegen, seit das Medikament rezeptfrei in den Apotheken erhältlich ist. Im Schnitt seien von den beiden frei verkäuflichen Präparaten seitdem 30 Prozent mehr verkauft worden, teilte der Pharma-Branchendienst IMS Health am Dienstag in Frankfurt mit. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen sei sogar ein Verkaufsplus von über 50 Prozent zu verzeichnen gewesen. Am geringsten war der Zuwachs in Berlin (plus 16,3 Prozent). Insgesamt wurde in den Monaten März und April dieses Jahres 107 600 Mal die «Pille danach»...

Immer mehr Krankheitstage wegen psychischer Leiden

Berlin (dpa) - Psychische Erkrankungen sind für immer längere Ausfallzeiten der Beschäftigten in Deutschland verantwortlich. Darauf hat der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) bei der Vorstellung seines «Gesundheitsatlas 2015» am Donnerstag in Berlin aufmerksam gemacht. Rund 15 Prozent aller Krankentage mit ärztlichem Attest gehen demnach auf psychische Erkrankungen zurück - vor allem Depressionen. Im Schnitt dauern Krankschreibungen in diesen Fällen 40 Tage. Die Krankentage wegen seelischer Leiden haben sich im Vergleich zu 2003 mehr als verdoppelt. Zwar hätten Studien in den...

Pflegebeauftragter will Start in die häusliche Pflege erleichtern

Düsseldorf (dpa) - Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich dafür ausgesprochen, Familien mit neuen Pflegefällen stärker zu unterstützen. «Die Angehörigen sind in dieser Situation fast immer hilflos, egal ob Akademiker oder nicht. Zumal Pflegebedürftigkeit meistens plötzlich eintritt», sagte Westerfellhaus der «Rheinischen Post» (Samstag). Dann seien viele Menschen überfordert mit der Situation, eine Einrichtung zu finden oder den Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich zu versorgen. «Den Angehörigen und den Pflegebedürftigen könnte man...

Mehr als 100 000 Bayern fordern Volksbegehren für bessere Pflege

München (dpa) - Mehr als 100 000 Menschen in Bayern haben sich mit ihrer Unterschrift für ein Volksbegehren gegen den Pflegenotstand ausgesprochen. Am Dienstag überreichten die Initiatoren - ein Bündnis aus Politikern, Pflegern, Juristen und Ärzten - die größte jemals in Bayern gesammelte Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren dem Innenministerium in München. Dieses muss nun prüfen, ob es ein Volksbegehren für rechtlich zulässig hält. Der Gesetzgeber verlangt dafür eigentlich nur 25 000 Unterschriften. «Die Masse der Unterzeichnenden macht deutlich, welche Relevanz und...

Kliniken sollen bessere Bedingungen für Organspenden bekommen

Berlin (dpa) - Krankenhäuser in Deutschland sollen sich künftig besser um Organspenden kümmern können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht hat. Festgelegt werden soll unter anderem, dass Transplantationsbeauftragte in den Kliniken für diese Aufgabe verbindlich freigestellt werden und Zugang zu Intensivstationen bekommen. Die Krankenhäuser sollen höhere Vergütungen der Krankenkassen erhalten. Mobile Ärzteteams sollen dafür sorgen, dass auch in kleineren Kliniken die medizinischen ...

Gesetzgebung auf dem Flur: Franz Knieps kritisiert geplante Neuordnung der Methodenbewertung

Gesetzgebung auf dem Flur: Franz Knieps kritisiert geplante Neuordnung der Methodenbewertung Sollen Rechtsverordnungen des BMG den G-BA unter Druck setzen oder ersetzen? Nach dem Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Liposuktion zur Behandlung des Lipödems am Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorbei zur Kassenleistung zu machen, wird jetzt in einem anderen Gesetzgebungsverfahren das Ziel weiterverfolgt, die Mechanismen der Selbstverwaltung in der Gesetzlichen Krankenversicherung auszuhebeln. Ein entsprechender Änderungsantrag wurde jetzt in Berlin bekannt. Diesmal...

AOKs machen Front gegen Spahns Pläne zu regionalen Kassen

Berlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) machen Front gegen die von Gesundheitsminister Jens Spahn geplante bundesweite Öffnung bisher regional begrenzter Kassen. Wer den Wettbewerb für eine bessere Versorgung stärken wolle, müsse Kassen mehr Spielräume für regionale Lösungen mit Ärzten und Kliniken einräumen, sagte der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, am Mittwoch. Dem Minister falle aber nur ein, regionale Kassen «als maßgebliche Player platt zu machen». Damit greife er bewährte föderale Strukturen an und schwäche auch massiv die Gesundheitsversorgung in der Fläche. ...

Neuer Anlauf für schnellere Entscheidungen über Kassenleistungen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will schnellere Entscheidungen über die Anerkennung neuer Behandlungsmethoden als Kassenleistung. Damit geht er erneut auf Konfliktkurs zu Akteuren des Gesundheitswesens. Der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken soll dazu nötige Bewertungen künftig in zwei Jahren abschließen müssen - andernfalls soll das Ministerium direkt per Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrats entscheiden können. Das geht aus einem Änderungsantrag zum Gesetzentwurf für ein Implantateregister hervor, der der...

BKK Werkstattgespräch “Auf dem Weg zu einer sektorenübergreifenden, einheitlichen Vergütung“

Bereits seit Jahrzehnten ist es ein wesentliches Ziel der Gesundheitspolitik, die Barrieren zwischen ambulantem und stationärem Sektor zu überwinden. Dabei wird zunehmend die hemmende Rolle der streng sektorenbezogenen Vergütungssysteme im ambulanten (EBM) und stationären Bereich (DRG) in Frage gestellt und ein einheitliches, sektorenübergreifendes Vergütungssystem gefordert. Diese Forderung wird verbunden mit der Erwartung nach größerer Transparenz, sektorenübergreifender Leistungs- und Aufwandsgerechtigkeit und einer patientenorientierteren Leistungserbringung. An dieser Stelle...