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Patientenschützer: Psychopharmaka für Demente oft «äußerst schädlich»

Berlin (dpa) - Patientenschützer haben den Einsatz von Antidepressiva und Beruhigungsmitteln in Pflegeheimen kritisiert. «Zwei Drittel der Demenzkranken werden in Pflegeheimen mit Psychopharmaka ruhiggestellt», erklärte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. «Für die meisten Heimbewohner ist das äußerst schädlich.» Am Mittwoch will die Krankenkasse AOK einen Bericht zur Verschreibung von Psychopharmaka in Pflegeheimen vorstellen. Fixierungen lehnten die meisten Pflegekräfte heute zwar ab, erklärte Brysch weiter. Nun übernähmen...

Krankenhausgesellschaft verlangt Ausnahmen bei Krankenhausreform

Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Ausnahmeregelungen bei der 2016 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturreform gefordert. So solle es zwar Zuschläge für besonders gute Leistungen von Häusern geben. Abschläge für schlechte Leistungen seien aber «kein Instrument zur Qualitätsverbesserung», heißt es in einem Positionspapier für die Bundestagswahl im September, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Außerdem solle auf Kliniken Rücksicht genommen werden, die zwar die Anforderung an Mindestmengen bei einzelnen Leistungen nicht erfüllten, gleichwohl aber...

Experten fordern umfassenderen Ansatz bei der Krebstherapie

Berlin (dpa) - Parlamentarier und Experten haben eine umfassendere Versorgung krebskranker Patienten verlangt. Dazu sei unter anderem eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Behandlung nötig, aber auch ein Sektoren übergreifendes Zusammenspiel zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern. Dies machte ein Expertenkreis um die Bundestagsabgeordneten Karin Maag (CDU) und Sabine Dittmar (SPD) am Montag in Berlin deutlich. Patienten sollten den Behandlern auf Augenhöhe begegnen können. Dazu sollten sie in die Vernetzung der Leistungserbringer eingebunden und von einem...

PKV: Patientenberatung künftig auch auf Arabisch

Berlin (dpa) - Patienten, die Probleme mit ihrem Arzt oder ihrer Krankenkasse haben, können sich künftig auch auf Arabisch beraten lassen. Die Anfang des Jahres neu organisierte Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) reagiert damit auf die steigende Zahl von Flüchtlingen vor allem aus Syrien. Dies teilte der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) am Mittwoch in Berlin mit, der die kostenlose Beratung fördert. Das Pilotprojekt auf Arabisch soll im Mai starten. In Deutschland leben 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind 20,3 Prozent der Gesamtbevölkerung....

Cyber-Attacke auf weiteres Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen

Winterberg (dpa) - Ein weiteres Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen hat eine Cyber-Attacke festgestellt - Auswirkungen auf den Klinikbetrieb gab es aber nicht. In einer Mail ist nach Angaben der Leitung des St. Franziskus-Hospitals Winterberg am Donnerstagmittag eine Auffälligkeit festgestellt worden. «Da wir bei dem Thema momentan hoch sensibilisiert sind, haben wir gezielt Systeme in der Verwaltung heruntergefahren und Außenverbindungen gekappt», sagte Geschäftsführer Christian Jostes am Freitag nach Medienberichten. Bereits nach drei Stunden habe die IT-Abteilung des Krankenhauses das...

Gröhe: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen frühzeitig stärken

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat eine gemeinsame Kraftanstrengung von Eltern, Kitas, Schulen, Ärzten sowie Verbänden gefordert, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken. «Die Grundlagen für ein gesundes Leben werden in der Kindheit und Jugend gelegt», erklärte Gröhe am Mittwoch in Berlin anlässlich eines Forums «Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen». Das vor kurzem in Kraft getretene Präventionsgesetz müsse jetzt mit Leben gefüllt werden. Nach Untersuchungen des Robert Koch-Instituts wächst der überwiegende Teil der Kinder...

Mehr Kontrolle für Gesundheits-Funktionäre

Berlin (dpa) - Nach einer Reihe von Unregelmäßigkeiten bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gelten künftig strengere Regeln für die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend ein Gesetz, das dem Gesundheitsministerium zusätzliche Durchgriffsrechte gegenüber Ärzten, Kliniken, Apotheken und Krankenkassen einräumt. So kann das Ministerium als zusätzliche Aufsichtsinstanz künftig eine «Person für besondere Angelegenheiten» entsenden. Darüber hinaus werden die Mitglieder der Selbstverwaltung zur Einrichtung einer Innenrevision verpflichtet,...

Warum ist Adipositas so gefährlich?

Berlin (dpa) - Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen hat in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen. Die Fachbezeichnung für die extreme Form des Übergewichts ist Adipositas. Ab wann gilt man als fettleibig? Laut Weltgesundheitsorganisation gelten Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 als übergewichtig und mit einem BMI von mehr als 30 als adipös, also fettleibig. Den BMI erhält man, indem man sein Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilt. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine BMI-Kategorisierung schwieriger, da es große individuelle...

Fettleibigkeit wird laut einer GEK-Untersuchung unterschätzt

Berlin (dpa) - Übergewicht wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert - mit schwerwiegenden Folgen für Krankenkassen und Patienten: Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) berichtet. Unter Übergewicht leide fast jeder zweite Deutsche, schrieb die Zeitung. Trotzdem habe die Barmer herausgefunden, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht diagnostiziert wurde. Umso intensiver würden Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder...

Patientenschützer fordern Abkehr vom «Zwei-Klassen-Sterben»

Dortmund (dpa) - Patientenschützer fordern bei der neuen Hospiz-Gesetzgebung eine Ende des «Zwei-Klassen-Sterbens». Heimbewohner seien von einer professionellen Sterbebegleitung bisher weitgehend ausgeschlossen, erklärte die Stiftung Patientenschutz vor der Anhörung des Bundestagsgesundheitsausschusses zu den Rechten sterbender Pflegeheimbewohner am kommenden Montag. Der Grund sei eine unzureichende gesetzliche Finanzierung. Sie liege nur bei einem Fünftel der Summe, die Sozialkassen für Hospiz-Patienten ausgeben, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch in Dortmund. Der Bund wolle an dem...