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Schlammschlacht um Kassenausgleich schadet solidarischer Krankenversicherung – BKK fordert schnelle Reform falscher Anreize

Schon allein die momentan emotional geführten Kontroversen um die Grenzen von zulässigen Korrekturen an fehlerbehafteten ärztlichen Dokumentationen und illegaler Subventionierung von unzulässigem Upcoding zeige die Manipulationsanfälligkeit des Ausgleichs. Dieser Ausgleich sei intransparent und begünstige Kassen und Kassenarten, die gezielt so genanntes Einnahmemanagement betreiben und damit Einfluss auf Ärzte bei der Dokumentation und Abrechnung ihrer Leistungen ausüben. Dies sei Aufsichten und Politik seit langem bekannt, eine Kassenmitarbeiterin habe dazu kürzlich sogar eine Dissertation...

«Pille danach» bald auch rezeptfrei direkt in Apotheken

Berlin (dpa) - Frauen können die «Pille danach» bald auch in Deutschland ohne Rezept direkt in der Apotheke bekommen. Nach der Freigabe durch die EU-Kommission sicherte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine rasche nationale Regelung zu. «Wir werden der Entscheidung der Kommission folgen und das deutsche Recht für beide Präparate, die derzeit auf dem Markt sind, schnellstmöglich anpassen», erklärte Gröhe am Donnerstag in Berlin. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um «ellaOne» (Wirkstoff: Ulipristal) und «PiDaNa» (Wirkstoff: Levonorgestrel). Am Vortag hatte Brüssel auf Empfehlung...

Krankenkassen: Finanzausgleich im Gesundheitssystem reformieren

Berlin (dpa) - Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskrankenkassen haben eine rasche Reform des Finanzausgleichs unter den gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Der Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), der die Gelder aus dem Gesundheitsfonds an die einzelnen Kassen nach der Schwere der Erkrankungen ihrer Versicherten verteilt, «erfüllt derzeit nicht sein Ziel, gleiche Chancen im Wettbewerb um eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen», kritisierte das Kassen-Bündnis am Montag. Das Bündnis umfasst insgesamt rund 42,3 Millionen der rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland....

Kassen unter Kostendruck - Wie lange bleiben die Beiträge stabil?

Entwarnung für die Beitragszahler - doch wie lange nach der Bundestagswahl bleibt die Finanzlage der Krankenkassen so rosig wie heute? Es gibt neue Warnungen vor einem starken Kostenschub. Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen bleiben trotz aktueller Entwarnung für die Beitragszahler unter Kostendruck. «Das ist die Ruhe vor dem Sturm», sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Krankenkassen-Spitzenverband mahnte, man dürfe sich wegen der derzeit guten Finanzlage nicht in Sicherheit wiegen. Uwe Klemens von der...

300 Jahre jung: Betriebskrankenkassen

Ein weitblickender Unternehmer gründete am 17. April 1717 für und mit Meistern und Arbeitern des Blaufarbenwerks Pfannenstiel im sächsischen Aue die mutmaßlich erste Betriebskrankenkasse in Deutschland. Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, anlässlich des Jubiläums: „Damals begann eine nun 300 Jahre währende Erfolgsgeschichte – mit allen Höhen und Tiefen, die es in der der Geschichte der Unternehmen und Sozialsysteme in unserem Lande seitdem gab. Gemeinsam mit der Nickelhütte Aue GmbH freuen wir uns, dass der Betrieb mit vielfältigen Veränderungen über eine lange Zeit hinweg Zeit...

Das Embryonenschutzgesetz

Berlin (dpa) - In Deutschland ist es verboten, ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen. Nach dem Embryonenschutzgesetz (Paragraf 1) wird mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldbuße bestraft, «wer es unternimmt, bei einer Frau, welche bereit ist, ihr Kind nach der Geburt Dritten auf Dauer zu überlassen (Ersatzmutter), eine künstliche Befruchtung durchzuführen oder auf sie einen menschlichen Embryo zu übertragen». Bestraft wird in diesen Fällen der Mediziner, nicht die spendende und nicht die empfangende Frau. Aber wie in einigen anderen Staaten ist es auch in Deutschland möglich,...

Zahl des Monats Oktober 2016

bkk_zahl_des_monats_oktober_2016_download Zahl des Monats Oktober 2016 © BKK Dachverband e.V. www.bkk-dachverband.de Die Ausgaben der BKK für hochpreisige Fertigarzneimittel, deren Einzelpackungen über 10.000 Euro kosten, stiegen im Vergleich zu allen anderen Arzneimitteln überproportional: Während die Netto-Ausgaben für alle Fertigarzneimittel mit 6,8% von 2014 zu 2015 anstie- gen, war die Steigerungsrate im gleichen Zeitraum bei den Hochpreismitteln (über 10.000 Euro pro Packung) mit 65% exorbitant hoch. Hochpreis-Arzneimittel stiegen um 65%65 Politisch wird momentan ein...

Ausgaben für Gesundheit wachsen um 4,5 Prozent - Zusammenfassung

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist teurer geworden - die Kosten werden künftig wohl weiter steigen. Das Gesundheitsministerium verweist dabei auch auf die demografische Entwicklung. Wiesbaden (dpa) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen in Deutschland immer stärker. 2015 flossen insgesamt 344,2 Milliarden Euro in den Sektor. Das waren 4,5 Prozent (15 Milliarden Euro) mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2014 hatte die Steigerungsrate bei 4,2 Prozent gelegen. Die Gesundheitsausgaben hätten das vierte Jahr in Folge auch...

Apotheker: Trotz Grippewelle stiegen Arzneimittelkosten moderat

In den vergangenen Monaten kamen etliche teure Arzneimittel auf den Markt. Mancher befürchtete schon eine Kostenexplosion. Doch die Zahlen im ersten Halbjahr sprechen eine andere Sprache. Berlin (dpa) - Trotz Grippewelle und einigen hochpreisigen neuen Präparaten sind die Arzneimittelkosten im ersten Halbjahr 2015 nur sehr moderat um 5,6 Prozent gestiegen. Damit sei die Prognose, die für 2015 von einer 5,5-prozentigen Steigerung ausging, «fast punktgenau eingehalten» worden, sagte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA, Friedemann Schmidt, der Deutschen...

AOK will bundesweit Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Der AOK-Bundesverband hält Bedenken gegen eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge in allen Ländern für «völlig unberechtigt». Vielmehr erleichtere sie die Versorgung der Menschen und entlaste die Kommunen. In der Union gibt es trotzdem weiter Vorbehalte. Berlin (dpa) - Der AOK-Bundesverband hat Bund und Länder aufgerufen, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge flächendeckend einzuführen. Die Interimsvorstände des Verbands, Martin Litsch und Frank Michalak, plädierten mit Blick auf den Flüchtlingsgipfel am Donnerstag in Berlin für ein möglichst schlankes, wirtschaftliches und...