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Showdown bei den Ärzten - Wie Montgomery im Streit ums Geld siegt

Soll die Ärzteschaft ihrem Präsidenten einen Denkzettel verpassen? Erhitzt diskutieren die Mediziner - ihnen steckt das vorläufige Scheitern einer Reform bei ihren Milliardenhonoraren in den Knochen. Hamburg (dpa) - Die Kritiker Frank Ulrich Montgomerys in der Ärzteschaft lassen es an Deutlichkeit nicht fehlen. Sie fühlen sich vom Ärztepräsidenten um eine mögliche Honorarerhöhung gebracht. Und haben, das machen sie klar, keine Hoffnung, dass sich das bald ändert. Deshalb wollen sie Montgomery loswerden. Nach eineinhalb Stunden erhitzter Debatte ist der Spuk zwar vorbei - der Ärztetag...

Gröhe fordert Ärzte zum Ende des Streits um Gebührenordnung auf

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Ärzteschaft zur Beendigung ihres Streits um eine neue Gebührenordnung aufgefordert. Öffentlicher Streit dürfe nicht denen das Geschäft erleichtern, die keine neue Gebührenordnung wollten, sagte Gröhe am Dienstag auf dem 119. Deutschen Ärztetag in Hamburg. Mit der Gebührenordnung (GOÄ) rechnen Ärzte insgesamt Milliardenbeträge für die Behandlung von Privatpatienten ab. Eine Reform des veralteten Regelwerks war trotz jahrelanger Verhandlungen zwischen Ärzten und privater Krankenversicherung im Frühjahr vorerst gescheitert....

Ärztepräsident für bessere Flüchtlingsversorgung - Mediziner-Streit

Kranke Flüchtlinge, ökonomische Zwänge, der Preis von Arzneimitteln - wichtige Themen stehen beim Ärztetag an. Doch wie sehr stört innerärztlicher Streit die Mediziner dabei? Berlin (dpa) - Überschattet von internem Streit wollen Deutschlands Ärzte ein Signal für eine bessere Versorgung von Flüchtligen setzen. Unmittelbar vor Beginn des 119. Deutschen Ärztetags in Hamburg verlangte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery die generelle Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber. Zugleich rumorte es in den Reihen der Ärzteschaft deutlich, weil jahrelange Verhandlungen für eine neue...

Betriebsärzte fordern mehr Prävention in Unternehmen

Nürnberg (dpa) - Mit Blick auf den Fachkräftemangel und immer älter werdende Arbeitnehmer fordern Betriebsärzte mehr Vorbeugung in den Unternehmen. «Leider wird zugelassen, dass viele Menschen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden - aufgrund von Erkrankungen, die durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar gewesen wären», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Wolfgang Panter, am Donnerstag in Nürnberg. Vor allem Volkskrankheiten wie Rückenleiden, Diabetes, Herzinfarkte oder Schlaganfälle könnten mit der richtigen Vorsorge oftmals vermieden werden oder es...

Patientenverband fordert von Ärzten mehr Engagement für Organspende

Frankfurt/Main (dpa) - Der Patientenselbsthilfeverband Lebertransplantierte Deutschland hat mehr Engagement in den Krankenhäusern für die Organspende gefordert. «Ärzte, Schwestern und das Pflegepersonal sollten bei Patienten, die vor einem Hirntod stehen, viel selbstverständlicher das Gespräch mit den Angehörigen über eine Organspende suchen», sagte die Bundesvorsitzende Jutta Riemer der Nachrichtenagentur dpa. «Das sind natürlich sehr schwere und unangenehme Gespräche, aber das würde ganz vielen Menschen helfen.» Zum Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) am Montag...

Koalition: Ärzte-Versorgung reformieren, bevor es Engpässe gibt

Die Ärzte protestieren seit Monaten gegen die Reform der medizinischen Versorgung. Der Bundestag zeigt bisher aber wenig Verständnis für ihr Anliegen. Berlin (dpa) - Die Regierungsfraktionen von Union und SPD haben die geplante Reform der medizinischen Versorgung gegen die massive Ärzte-Kritik der vergangenen Monate verteidigt. Die Strukturen müssten verbessert werden, bevor es zu ernsthaften Engpässen für die Patienten komme, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), am Donnerstag im Bundestag. Sie vertrat bei der ersten Lesung des...

Widmann-Mauz: Ärzte-Versorgung reformieren

Berlin (dpa) - Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat die geplante Strukturreform der medizinischen Versorgung gegen Ärztekritik verteidigt. Deutschland habe eine gute gesundheitliche Versorgung, deren Reform jetzt angegangen werden müsse, bevor es zu Engpässen komme, sagte Widmann-Mauz am Donnerstag im Bundestag bei der ersten Lesung des Versorgungsstärkungsgesetz. Sie vertrat Minister Hermann Gröhe (CDU), der an einer Grippe erkrankt ist. Widmann-Mauz verwies auf die Ärzte-Kampagne gegen das Gesetz mit dem Slogan «Stellen Sie sich...

Versorgungsstärkungsgesetz: Mehr Ärzte aufs Land

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will mit seinem «Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung» (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) die Verteilung der Ärzte in Deutschland zu verändern. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden - zum Ärger der niedergelassenen Ärzte. Zentrale Punkte: - Durch stärker Anreize, unter anderem bei der Vergütung, sollen Ärzte für eine Niederlassung in unterversorgten oder strukturschwachen Gebieten gewonnen werden. - Kommunen können durch erleichterte...

Widmann-Mauz: Ärzte-Versorgung reformieren

Berlin (dpa) - Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat die geplante Strukturreform der medizinischen Versorgung gegen Ärztekritik verteidigt. Deutschland habe eine gute gesundheitliche Versorgung, deren Reform jetzt angegangen werden müsse, bevor es zu Engpässen komme, sagte Widmann-Mauz am Donnerstag im Bundestag bei der ersten Lesung des Versorgungsstärkungsgesetz. Sie vertrat Minister Hermann Gröhe (CDU), der an einer Grippe erkrankt ist. Widmann-Mauz verwies auf die Ärzte-Kampagne gegen das Gesetz mit dem Slogan «Stellen Sie sich...

Nur jeder zehnte Chefarztposten von Frau besetzt

Wiesbaden (dpa) - In deutschen Krankenhäusern wächst der Anteil der Frauen unter den Ärzten, aber in Führungspositionen sind sie nach wie vor eine kleine Minderheit. Auf den Chefarztposten seien 2013 nur zehn Prozent Frauen gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zum Weltfrauentag am 8. März mit. Von den Assistenzärzten waren 2013 mehr als die Hälfte (56 Prozent) Frauen. Insgesamt stieg der Frauenanteil unter den Klinikärzten seit 2004 von 37 Prozent auf 46 Prozent. An den Krankenhäusern waren laut Bundesamt 2013 rund 165 000 Mitarbeiter im ärztlichen Dienst...