SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Bundesrat beschließt Krankenhausreform

Berlin (dpa) - Der Bundesrat hat am Freitag die umstrittene Krankenhausstrukturreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) passieren lassen. Das Gesetz, dem Anfang des Monats bereits der Bundestag zugestimmt hatte, sieht vor, dass es künftig für besonders gute Leistungen bei Operationen und Patientenversorgung Zuschläge geben soll. Schlechte Leistungen werden mit Abschlägen geahndet. Krankenhäuser, die durch anhaltend schlechte Qualität auffallen, laufen Gefahr, dass einzelne Abteilungen oder sogar das ganze Haus geschlossen werden. Auf diesem Wege sollen Überkapazitäten bei den...

Laumann: Bessere Qualität in der Pflege durch Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die elektronische Gesundheitskarte kann nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung langfristig auch die Qualität in der Pflege verbessern. Es sei in der Pflege wichtig, dass die notwendigen Informationen durch digitale Vernetzung schnell und zuverlässig zur Verfügung stünden, sagte Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag vor Beginn eines Pflegekongresses in Berlin. So würde etwa die Kommunikation zwischen Hausarzt und Pflegepersonal vereinfacht. Wann auch Pflegeheime oder Pflegedienste die Karte nutzen könnten, konnte Laumann nicht sagen. Bislang stehe die...

70 000 Beschäftigte nehmen Pflege-Auszeit

Berlin (dpa) - Zur Pflege eines schwerkranken Angehörigen haben in den vergangenen beiden Jahren etwa 70 000 Arbeitnehmer eine berufliche Auszeit eingelegt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesfamilienministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Neben der Möglichkeit, ein halbes Jahr lang komplett aus dem Job auszusteigen, gibt es seit dem Vorjahr einen Rechtsanspruch auf die sogenannte Familienpflegezeit. Sie ermöglicht es Arbeitnehmern, ihre Arbeitszeit für 24 Monate auf 15 Wochenstunden zu reduzieren. Knapp zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Reform liegen...

Pflegereform kostet 4,4 Milliarden mehr

20 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung sollen die Leistungen deutlich ausgeweitet werden. Gesundheitsminister Gröhe hat nun seinen Entwurf für die zweite Stufe der Reform vorgelegt. Sie wird teurer. Berlin (dpa) - Für die Pflegereform ist mehr Geld als bisher angenommen nötig, damit Pflegebedürftige nicht schlechter gestellt werden. Für die Überleitung in das neue System des zweiten Pflegestärkungsgesetzes veranschlagt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einmalig weitere 4,4 Milliarden Euro. Das Geld soll aus den Rücklagen der Pflegeversicherung kommen, die heute bei 6,6...

Studie: Pflege durch osteuropäische Hilfskräfte nimmt zu

Pflegebedürftige wollen ungern ihre geliebten vier Wände verlassen. Doch Angehörigen fehlt oft die Zeit für die Betreuung. Aus diesem und weiteren Gründen ziehen in immer mehr Haushalten Hilfskräfte ein. Düsseldorf (dpa) - Pflegebedürftige in Deutschland werden zunehmend von Hilfskräften aus Osteuropa versorgt. In schätzungsweise 163 000 Privathaushalten lebt bereits eine osteuropäische Hilfskraft für eine «Rund-um-die-Uhr»-Betreuung eines Pflegebedürftigen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Das...

Immer mehr Pflegebedürftige werden zum Sozialfall

Armutsrisiko Pflege - wer professionelle Pflege braucht, kann die Kosten mit dem Geld aus der Pflegeversicherung oft nicht decken. Betroffene werden vermehrt zum Sozialfall. Berlin (dpa) - Immer mehr Pflegebedürftige brauchen zusätzliche Sozialleistungen. So stieg die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege in den vergangenen Jahren deutlich - von rund 340 000 im Jahr 2005 auf zuletzt 453 000. Auf diese Daten des Statistischen Bundesamts machte die Linke-Fraktionsvize Sabine Zimmermann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aufmerksam. Die Hilfe zur Pflege ist eine...

Bessere Bezahlung soll dringend gesuchte Pflegekräfte locken

Monatelang beriet die Regierung in einem großangelegten Dialog über Ideen gegen die Personalnot in der Pflege. Jetzt liegt ein Programm vor, das auch Angehörige entlasten soll. Es gibt aber offene Fragen. Berlin (dpa) - Höhere Löhne, weniger Belastungen, mehr Azubis: Um dringend benötigte Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen, sollen die Arbeitsbedingungen nach Plänen der Bundesregierung auf breiter Front verbessert werden. Arbeitsminister Hubertus Heil, Familienministerin Franziska Giffey (beide SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellten am Dienstag ein...

Patientenschützer: Für Bedürftige reine Pflegekosten ganz übernehmen

Die Menschen werden älter und damit steigt die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit. Und auch die Pflegekosten werden höher. Wie also können Bedürftige Pflege noch bezahlen? Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Pläne der SPD im Grundsatz begrüßt, den Eigenanteil für Bedürftige oder Angehörige an den Pflegekosten zu begrenzen. «Es ist richtig, die Bezahlbarkeit der Pflege für die Betroffenen zukunftssicher zu regeln», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings müsse die SPD präzisieren, welcher Anteil der...

Pflegekosten steigen weiter - Kassen für neue Finanzierungen

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) fordern angesichts absehbarer Kostensprünge in der Pflege Klarheit über die Finanzierung. «Es ist an der Zeit, dass alle die Karten auf den Tisch legen», sagte Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbands, amDienstag. Zuletzt sei viel über neue Leistungen für Pflegebedürftigeund höhere Löhne für Pflegekräfte gesprochen worden. «Doch niemandwollte sagen, was das alles kostet und wer es bezahlen soll.» Zureden sei auch über Möglichkeiten, Pflegebedürftige zu entlasten. Die Finanzsituation der Pflegeversicherung sei eigentlich...

Private Anbieter untermauern Nein zu bundesweiten Pflege-Löhnen

Berlin (dpa) - Im Ringen um mehr Fachkräfte in der Pflege stößt die Bundesregierung mit Plänen für eine bundesweit festgelegte Bezahlung auf harten Widerstand unter den privaten Altenpflege-Anbietern. Der Arbeitgeberverband bpa untermauerte sein Nein am Mittwoch mit einem Gutachten, das «erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken» geltend macht. Die Pläne führten dazu, dass marktwirtschaftlicher Wettbewerb in der Branche de facto ausgeschlossen werde, erläuterte der Autor, Ex-Verfassungsrichter Udo Di Fabio. Der Arbeitgeberpräsident des bpa, Rainer Brüderle, forderte, diesen «politischen...