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Bundesweiter Betrugsring: 230 Pflegedienste unter Verdacht

Die Schäden zu Lasten der Sozialkassen sind enorm: 230 Pflegedienste - viele unter der Führung von russischsprachigen Deutschen - stehen im Verdacht, bei der Abrechnung systematisch betrogen zu haben. Düsseldorf (dpa) - Bundesweit stehen 230 ambulante Pflegedienste unter Verdacht, mit betrügerischen Abrechnungen den Sozialkassen gigantische Schäden verursacht zu haben. Ermittelt wird gegen fast 300 Verdächtige. «Unsere Beschuldigten sind russischsprachige Deutsche», sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es handele sich um eine organisierte Form» des...

Pflegeversicherten droht Beitragserhöhung um 0,2 Prozentpunkte

Die Altenpflege ächzt unter dem Mangel an Personal. Die Koalition verspricht Hilfe für die Heime. Doch schon die jüngsten Pflegereformen treiben die Beiträge wohl spürbar in die Höhe. Berlin (dpa) - Die Pflegeversicherten in Deutschland müssen sich auf eine Beitragserhöhung um mindestens 0,2 Prozentpunkte im kommenden Jahr einstellen. Denn die Versicherung erreicht einen neuen Rekord ausgeschütteter Leistungen - auch wegen der Pflegereform der vergangenen Wahlperiode. Die Pflegekassen gehen bis Ende des Jahres von zwei Milliarden Euro Mehrausgaben aus und von einem auf drei Milliarden...

Schlechte Stimmung in der Pflege - Kosten steigen

Trotz aller politischer Versprechen für die Pflege ist die Stimmung in der Branche im Keller. Und die Aufgaben wachsen noch. Zu spüren bekommen dürften das die Beitragszahler. Berlin (dpa) - Frust in der Pflege, explodierende Kosten: Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen setzt die Fachkräfte immer stärker unter Druck und treibt die Beiträge in die Höhe. Bereits in den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Empfänger von Pflegeleistungen auf zuletzt rund 3,3 Millionen verdoppelt, und sie wird weiter wachsen - bis zum Jahr 2045 auf rund fünf Millionen Menschen. Zu...

Sondiererungsgespräche: Mehr Geld und Personal für die Pflege

Berlin (dpa) - Die Jamaika-Unterhändler haben deutliche Fortschritte in zentralen Themen wie Arbeit, Rente, Pflege, Sicherheit und Bildung sowie beim Zukunftsthema Digitales erzielt. Dennoch gebe es in allen Bereichen noch großen Diskussionsbedarf, machten die Parteimanager von CDU, CSU, FDP und Grünen am Montagabend nach einer Zwischenbewertung der bisherigen Beratungen in Berlin deutlich. Nach dem heftigen Streit der vergangenen Woche habe es jetzt aber eine sehr konstruktive Atmosphäre gegeben, hieß es von allen Seiten. Die Grünen entscheiden am 25. November, ob sie ...

Linke warnt vor Abbau von Krankenkassen-Rücklagen

Berlin (dpa) - Die Linke im Bundestag hat vor einem Abbau von Milliarden-Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung gewarnt. Mit einem entsprechenden Vorstoß wolle Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorhandenes Geld lieber auszahlen, statt es für bessere Kassenleistungen einzusetzen, kritisierte der Linke-Fachpolitiker Achim Kessler am Montag. «Dabei brauchen wir jeden Euro für die Krankenhauspflege und die Abschaffung der Zuzahlungen zu Medikamenten, Zahnersatz und Brillen.» Vom Bund der Steuerzahler bekam der Minister dagegen Unterstützung für geforderte Beitragssenkungen. ...

Immer mehr Väter bleiben mit krankem Kind zu Hause

Hamburg (dpa) - Wenn ihr Kind krank ist, bleiben immer mehr Väter zu Hause. Innerhalb der letzten fünf Jahre habe sich ihr Anteil nahezu verdoppelt, teilte die DAK-Krankenkasse am Donnerstag in Hamburg mit. Rund 90 000 DAK-Versicherte reichten 2014 Anträge für das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld ein, fast 20 Prozent der Antragsteller waren Väter. 2009 waren es nur 10 Prozent. Das gehe aus einer aktuellen Statistik der DAK hervor. «Auch wenn die Frauen immer noch deutlich öfter zu Hause bleiben, zeigt die moderne Familienpolitik langsam Wirkung», sagte DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz. ...

SPD gegen Spahn: Kein Abbau der Krankenkassen-Rücklagen

Berlin (dpa) - Die SPD bleibt bei ihrem Nein zum Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für einen Abbau von Milliarden-Rücklagen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Beitragsenkungen seien wegen vorgesehener Mehrausgaben etwa für Verbesserungen der Pflege in Krankenhäusern nicht möglich, sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach am Donnerstag in Berlin. «Der Spielraum ist nicht da.» Es ginge ohnehin nur um wenige Versicherte in einer Handvoll Versicherungen, also «mehr Nachricht als Wirkung». Spahn hatte angekündigt, Beitragszahler per Gesetz zum einen dadurch besser...

Krankenkassen stellen etwas weniger Behandlungsfehler fest

Wenn nach Knie-OPs oder Zahnwurzelbehandlungen etwas nicht stimmt, lief beim Arzt vielleicht etwas falsch. Die Zahl der Beschwerden bei den Kassen sinkt leicht. Die Dunkelziffer bleibt aber ein Problem. Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr etwas weniger Behandlungsfehler in Kliniken und Arztpraxen festgestellt. Nach Patienten-Beschwerden wurden 13 519 Gutachten geschrieben und 3337 Fehler und Schäden bestätigt - also fast in jedem vierten Fall, wie der Medizinische Dienst der Kassen (MDK) am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2016 hatte es 3564 solcher Fälle...

Entlastung der Betriebsrentner: Weniger Geld für die Krankenkasse

Rund vier Millionen Ruheständlern wird von der Betriebsrente Geld für die Krankenkasse abgezogen. Aber künftig dürfen sie mehr von ihrer Rente behalten. Sie sparen so mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr. Berlin (dpa) - Deutschlands Betriebsrentner werden finanziell entlastet. Ab dem kommenden Jahr müssen sie auf ihre Betriebsrente erst oberhalb eines Freibetrags von gut 159 Euro Beiträge an die Krankenkasse zahlen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz. Bei einer monatlichen Betriebsrente von 169 Euro muss der Kassenbeitrag von 14,6 Prozent...

Kinderhospizverein: Schwer kranke Kinder sind immer noch Tabuthema

Olpe (dpa) - Schwer kranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, sagte Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse am Montag in Olpe (Nordrhein-Westfalen). Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwiste Der Begriff «Hospiz» sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagte Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: «Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen...