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Studie: Große Unzufriedenheit der Heimleitungen mit Pflegepolitik

Berlin (dpa) - Die große Mehrheit der Heimleiter ist mit der Altenpflegepolitik in Bund und Ländern nach einer Umfrage sehr unzufrieden. 86 Prozent der befragten Heimleiter und Geschäftsführer kritisierten deswegen die Bundesregierung, auf Landesebene sind es sogar 88 Prozent, die von der Pflegepolitik der jeweiligen Regierung enttäuscht sind. Das geht aus einer Online-Befragung im Auftrag des Fachverlages Vincentz Network und der Evangelischen Heimstiftung hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Aus Sicht der Führungskräfte in den stationären Einrichtungen greifen viele der...

Hautkrebs wird Berufskrankheit - Ansprüche für Draußen-Arbeiter

Berlin (dpa) - Hautkrebs soll in Deutschland ab Januar als Berufskrankheit anerkannt werden. Damit haben Menschen, die in ihrem Job lange Jahre regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind, bei einer Form von hellem Hautkrebs erstmals geregelte Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, teilte der Berufsverband der Deutschen Dermatologen mit. Dazu zählen neben Behandlung und Reha auch Renten und Entschädigungen. Jobs im Freien haben zum Beispiel Bauarbeiter, Dachdecker, Landwirte und Seeleute, aber auch Briefträger, Bademeister und Skilehrer. Bereits vor der Einführung der neuen...

Hartz-IV-Empfänger fühlen sich kränker als Erwerbstätige

Nürnberg (dpa) - Hartz-IV-Empfänger schätzen ihre Gesundheit schlechter ein als Menschen mit Job. 40 Prozent der Empfänger von Arbeitslosengeld II gaben in einer Befragung an, gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein. Bei den Erwerbstätigen waren es dagegen nur etwa 20 Prozent, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte. Auch früheren Hartz-IV-Empfängern, die wieder eine Arbeit gefunden haben, ging es gesundheitlich deutlich besser als den weiterhin Bedürftigen. Die Forscher betonen jedoch, dass die Befragungsergebnisse keinen Aufschluss über...

Studie: Zu wenig Controlling in Krankenhäusern

Berlin (dpa) - In vielen Krankenhäusern in Deutschland ist nach einer Studie die Kommunikation zwischen kaufmännischer und medizinischer Leitung verbesserungswürdig. Fast die Hälfte aller Krankenhäuser stellten ihren Aufsichtsräten, Geschäftsführern und Chefärzten keine Risikoberichte über die medizinische oder kaufmännische Situation zur Verfügung. Aber gerade Aufsichtsräte müssten ein Interesse an Risikobewertungen haben, heißt es in der am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie der Universität Wuppertal sowie des Deutschen Vereins für Krankenhauscontrolling (DVKC) und der Managementberatung...

Bundesfinanzhof stärkt Privatkliniken in Deutschland

München (dpa) - Viele Privatkliniken in Deutschland können nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs mit einer deutlichen finanziellen Entlastung rechnen. Wie das oberste deutsche Steuergericht in München entschied, können private Krankenhäuser, in denen auch ein großer Anteil gesetzlich Versicherter behandelt wird, genauso von der Umsatzsteuer befreit werden wie öffentliche Kliniken. «Die Entscheidung hat große Bedeutung für die Betreiber privater Krankenhäuser», teilte der Bundesfinanzhof am Dienstag mit. Bislang sind die Leistungen der Privatklinken nur dann steuerfrei, wenn sie einen...

Bayern will Kinder bei Pflege ihrer Eltern finanziell entlasten

München (dpa) - Bayern will Kinder mit einem Jahreseinkommen von unter 100 000 Euro von der Unterhaltspflicht für pflegebedürftige Eltern freistellen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Mittwoch in München eine entsprechende Bundesratsinitiative an. «Wir wollen mehr Sicherheit für die Angehörigen von Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung», betonte Huml. Erst ab einem Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Euro sollten sich diese an den Pflegekosten beteiligen müssen. «Unter diesem Betrag sollen Kinder keinen Rückgriff des Sozialhilfeträgers zu befürchten haben, wenn...

Bettruhe statt Pillen - neuer Vorstoß gegen überflüssige Therapien

Berlin (dpa) - Ärzte und Krankenkassen wollen etwas gegen überflüssige Therapien tun, die Ärzte ihren Patienten verordnen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin startet «Listen überflüssiger Maßnahmen» bei Behandlung und Diagnose, wie ihr Vorsitzender Michael Hallek dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Man wolle deutlich machen, «dass auch das Unterlassen einer medizinischen Maßnahme eine wichtige ärztliche Leistung sein kann». Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. «Es ist sicherlich häufig anstrengender für einen Arzt, einen Patienten von einer Woche Bettruhe zu überzeugen, als...

BKK: Sinnvolle Neujustierung in der Pflegeversicherung – Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen sowie neue Begutachtungssystematik

„Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und dem damit verbundenen Neuen Begutachtungsassessment (NBA) wird die Absicherung des Lebensrisikos Pflegebedürftigkeit endlich auf ein solides Fundament gestellt. Damit wird eine längst überfällige Neuausrichtung im Kabinettsentwurf zum zweiten Pflegestärkungsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums vorgenommen. Nach jahrelanger fachlichen und politischen Diskussion werden die fünf Pflegegrade endlich Realität. Es ist gut, dass nicht mehr allein körperliche Beschwerden im Vordergrund stehen, sondern künftig der ganze Mensch und sein Grad der...

Grüne fordern bessere Hilfsmittelversorgung von Patienten

Berlin (dpa) - Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, eine bedarfgerechte Versorgung von Patienten mit medizinischen Hilfsmitteln sicherzustellen. «Gerade Versicherte mit chronischen Erkrankungen oder Behinderte sind auf eine gute Hilfsmittelversorgung angewiesen», sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur. Die Versorgung hätten die gesetzlichen Krankenkassen sicherzustellen. Nach einem noch unveröffentlichten Jahresbericht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) behindern Krankenkassen in zahlreichen Fällen eine...

Justiz prüft Verdacht auf Abrechnungsbetrug an Uniklinikum

Kiel/Lübeck (dpa) - Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen mehrere Ärzte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Aufgrund einer Anzeige der Kassenärztlichen Vereinigung werde ein bestimmter Bereich der Abrechnungspraxis überprüft, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Darüber hatten zunächst die «Kieler Nachrichten» berichtet. Demnach besteht der Verdacht, Ärzte könnten systematisch Leistungen unter eigenem Namen abgerechnet haben, obwohl nachgeordnete Ärzte die ambulanten Behandlungen erledigt...