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Medikamentenskandal: Nur noch 55 Präparate auf der schwarzen Liste

Bonn (dpa) - Nach dem Medikamentenskandal um gefälschte Zulassungsstudien in Indien schrumpft die Liste der vom Markt gezogenen Präparate. Von den 80 Generika (Nachahmer-Präparate) mit ruhender Zulassung standen am Freitagmorgen noch 55 auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hinter 20 Präparaten steht allerdings der Vermerk, das «Ruhen der Zulassung sei derzeit nicht vollziehbar», da Rechtsmittel eingelegt worden seien. Die schwarze Liste ist online unter http://www.bfarm.de einsehbar und wird täglich aktualisiert. Dies sei für alle eine Chance, auf...

Am 6. Juni: Tag der Organspende

Berlin/Hannover (dpa) - Mehr als 3000 Menschen in Deutschland wurden im vorigen Jahr durch Organspenden gerettet. Doch noch immer stehen über 10 000 Patienten auf den Wartelisten. «Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.» - unter diesem Motto soll der bundesweite Tag der Organspende an diesem Samstag daran erinnern, dass es immer noch zu wenige Spender gibt. Täglich sterben Menschen, denen mit einer Transplantation zu helfen gewesen wäre. Die zentrale Großveranstaltung 2015 ist in Hannover geplant. Pavillons laden zum Gespräch mit Experten, Patienten und Angehörigen ein.

Gericht: Kranker Junge kommt nicht auf Warteliste für Spenderherz

Gießen (dpa) - Die Uniklinik Gießen muss einen herzkranken Jungen mit schwerem Hirnschaden nicht auf die Warteliste für ein Spenderorgan setzen. Das hat das Landgericht Gießen am Freitag entschieden. Es stützte damit das Vorgehen der behandelnden Ärzte, die den Zweijährigen wegen eines schweren Hirnschadens für nicht transplantierfähig halten. Diese Einschätzung sei nicht zu beanstanden, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Eltern hatten mit einer einstweiligen Verfügung erreichen wollen, dass ihr Sohn auf die Liste für ein Spenderherz kommt. Sie waren für eine Behandlung extra aus der...

Verband: Notaufnahmen machen eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr

Nürnberg (dpa) - Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern machen nach Verbandsangaben mindestens eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr. «Wir versorgen in Deutschland mindestens 20 Millionen Patienten im Jahr», sagte Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin, am Freitag in Nürnberg. 96 Prozent der Fälle seien unterfinanziert. Die Notaufnahmen seien die «Feuerwehr» im Gesundheitssystem. Doch mittlerweile gebe es hier ein riesiges Qualitätsproblem. Der Verband forderte mehr Geld für die schnelle Versorgung im Notfall und eine dreijährige...

Krankenkasse: 85 Prozent der Rücken-OPs nicht notwendig

Hamburg/Berlin (dpa) - In Deutschland werden nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse (TK) viel zu viele Rückenoperationen vorgenommen. «85 Prozent der Rücken-Eingriffe haben sich nach einer Zweitmeinung als unnötig herausgestellt», erklärte der Leiter des TK-Versorgungsmanagements, Klaus Rupp, am Donnerstag. Das habe eine aktuelle Auswertung des Modellprojekts «Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-Operationen» ergeben. TK-Versicherte können sich bei diesem Projekt vor einem Eingriff kostenlos innerhalb von zwei Tagen eine professionelle zweite Meinung bei einem Team von Spezialisten einholen....

Hautkrebs wird Berufskrankheit - Ansprüche für Draußen-Arbeiter

Berlin (dpa) - Hautkrebs soll in Deutschland ab Januar als Berufskrankheit anerkannt werden. Damit haben Menschen, die in ihrem Job lange Jahre regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind, bei einer Form von hellem Hautkrebs erstmals geregelte Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, teilte der Berufsverband der Deutschen Dermatologen mit. Dazu zählen neben Behandlung und Reha auch Renten und Entschädigungen. Jobs im Freien haben zum Beispiel Bauarbeiter, Dachdecker, Landwirte und Seeleute, aber auch Briefträger, Bademeister und Skilehrer. Bereits vor der Einführung der neuen...

Bettruhe statt Pillen - neuer Vorstoß gegen überflüssige Therapien

Berlin (dpa) - Ärzte und Krankenkassen wollen etwas gegen überflüssige Therapien tun, die Ärzte ihren Patienten verordnen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin startet «Listen überflüssiger Maßnahmen» bei Behandlung und Diagnose, wie ihr Vorsitzender Michael Hallek dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Man wolle deutlich machen, «dass auch das Unterlassen einer medizinischen Maßnahme eine wichtige ärztliche Leistung sein kann». Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. «Es ist sicherlich häufig anstrengender für einen Arzt, einen Patienten von einer Woche Bettruhe zu überzeugen, als...

Experten aus Frankfurt am Kieler Klinikum eingetroffen

Kiel (dpa) - Ein Expertenteam aus Frankfurt am Main hat am Montagmorgen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel die Arbeit aufgenommen. Die Fachleute sollen das Klinikum mit ihrer Expertise im Kampf gegen einen gefährlichen multiresistenten Keim unterstützen. Sie sind Spezialisten auf dem Gebiet des betreffenden Keims. Welche Schritte die Fachleute am Montag unternehmen, konnte ein UKSH-Sprecher zunächst nicht sagen. Er verwies auf eine Pressekonferenz am späten Nachmittag. Dann soll über den neuesten Sachstand im Falle des Ausbruchs eines sogenannten MRGN-Keimes informiert...

Todesursachen: Psychische Krankheiten nehmen rapide zu

Wiesbaden (dpa) - Es gibt eine auffällige Verschiebung in der Liste der häufigsten Todesursachen: Psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen wurden im vergangenen Jahr häufiger als Grund des Sterbens diagnostiziert. Das geht aus einer am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Statistik hervor. Das dafür zuständige Bundesamt berichtete von 16,9 Prozent mehr Todesfällen in dieser Diagnosegruppe. In 80 Prozent dieser Sterbefälle war laut Statistik eine Demenzerkrankung die Todesursache. Dahinter steckt auch, dass sich der Blick auf die Todesursachen verändert hat: Mehr als die...

Vogelgrippe nachgewiesen - Wie gefährlich ist das Virus?

Cloppenburg/Hannover (dpa) - Nach dem Nachweis eines Vogelgrippe-Virus in Niedersachsen werden an diesem Dienstag weitere Untersuchungsergebnisse erwartet. Spezialisten des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems sollen feststellen, um welchen Virus-Subtypen es sich handelt und wie gefährlich er ist. Die Krankheit war am Montag auf einem Puten-Hof im Kreis Cloppenburg aufgetreten. Knapp 20 000 Tiere auf dem Hof müssen nun getötet werden. Ob es sich um die gefährliche Vogelgrippe H5N8 wie jüngst in Mecklenburg-Vorpommern handelt, müssen nun die...