SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Krankenkasse: 85 Prozent der Rücken-OPs nicht notwendig

Hamburg/Berlin (dpa) - In Deutschland werden nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse (TK) viel zu viele Rückenoperationen vorgenommen. «85 Prozent der Rücken-Eingriffe haben sich nach einer Zweitmeinung als unnötig herausgestellt», erklärte der Leiter des TK-Versorgungsmanagements, Klaus Rupp, am Donnerstag. Das habe eine aktuelle Auswertung des Modellprojekts «Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-Operationen» ergeben. TK-Versicherte können sich bei diesem Projekt vor einem Eingriff kostenlos innerhalb von zwei Tagen eine professionelle zweite Meinung bei einem Team von Spezialisten einholen....

Münchner Heli-Ärzte: Zwei Stunden schneller bei Schlaganfallpatienten

München (dpa) - Mit Helikopterflügen zu Schlaganfallpatienten haben Münchner Ärzte die Zeit bis zum Eingriff um fast zwei Stunden verkürzt - und hoffen damit Folgeschäden erheblich zu mindern. Binnen eines Jahres seien bei dem bundesweit einmaligen Pilotprojekt rund 60 Patienten in Bayern behandelt worden, sagt Projektleiter Gordian Hubert von der München Klinik Harlaching, die das Projekt mit dem Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität betreibt. Erste Auswertungen zeigten, dass mit dem Heli-Einsatz von der Diagnose bis zum Eingriff im Mittel 56 Minuten...

Parteien einig über Ausschuss-Vorsitze im Bundestag

Berlin (dpa) - Die Parteien im Bundestag haben sich auf die Vergabe der Vorsitze in den verschiedenen Ausschüssen geeinigt. Nach einer der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorliegenden Liste übernimmt die CDU die Gremien für Auswärtige Angelegenheiten, Europa, Landwirtschaft, Geschäftsordnung, Gesundheit, Petitionen und Entwicklung. Die CSU bekommt den Vorsitz im Innenausschuss. Die SPD übernimmt Arbeit und Soziales, Verteidigung, Bildung und Forschung, Kultur und Sport. Die AfD erhält die Leitung bei Haushalt, Recht und Verbraucherschutz sowie Tourismus. Die FDP bekommt den...

Wegen Werbung für Abtreibung belangt: Ärztin hat 135 000 Unterstützer

Gießen/Berlin (dpa) - Die wegen Werbung für Abtreibung verurteilte Ärztin Kristina Hänel (61) aus dem hessischen Gießen hat inzwischen mehr als 135 000 Unterstützer. So viele Menschen haben ihre Online-Petition für ein stärkeres Informationsrecht von Frauen beim Thema Abtreibung bis Dienstag unterzeichnet. Hänel will die Liste am Dienstag kommender Woche vor dem Berliner Reichstagsgebäude an Bundestagsmitglieder übergeben. Die Ärztin teilte dies über ein Unterstützungskomitee mit. In ihrer Online-Kampagne kritisiert Hänel vor allem den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches, der...

Hautkrebs wird Berufskrankheit - Ansprüche für Draußen-Arbeiter

Berlin (dpa) - Hautkrebs soll in Deutschland ab Januar als Berufskrankheit anerkannt werden. Damit haben Menschen, die in ihrem Job lange Jahre regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind, bei einer Form von hellem Hautkrebs erstmals geregelte Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, teilte der Berufsverband der Deutschen Dermatologen mit. Dazu zählen neben Behandlung und Reha auch Renten und Entschädigungen. Jobs im Freien haben zum Beispiel Bauarbeiter, Dachdecker, Landwirte und Seeleute, aber auch Briefträger, Bademeister und Skilehrer. Bereits vor der Einführung der neuen...

Bettruhe statt Pillen - neuer Vorstoß gegen überflüssige Therapien

Berlin (dpa) - Ärzte und Krankenkassen wollen etwas gegen überflüssige Therapien tun, die Ärzte ihren Patienten verordnen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin startet «Listen überflüssiger Maßnahmen» bei Behandlung und Diagnose, wie ihr Vorsitzender Michael Hallek dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Man wolle deutlich machen, «dass auch das Unterlassen einer medizinischen Maßnahme eine wichtige ärztliche Leistung sein kann». Die Krankenkassen begrüßten den Vorstoß. «Es ist sicherlich häufig anstrengender für einen Arzt, einen Patienten von einer Woche Bettruhe zu überzeugen, als...

Medien: Pharmaindustrie bezahlte Ärzte für umstrittene Studien

Berlin (dpa) - Die Pharmaindustrie zahlt nach einem Medienbericht jährlich etwa 100 Millionen Euro an Ärzte in Deutschland für die Mitarbeit an umstrittenen Studien. Das geht aus einer gemeinsamen Datenauswertung von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» mit dem Recherchezentrum Correctiv.org hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Journalisten hatten alle in Deutschland gemeldeten sogenannten Anwendungsbeobachtungen von 2009 bis 2014 ausgewertet. Bei diesen Beobachtungen handelt es sich nach Einschätzung von Wissenschaftlern größtenteils um Scheinstudien an Patienten, die vor...

Begleitmaterial Ärzteschwund und Fachkräftemangel: Wege, Lösungen und Initiativen in Ostbrandenburg

Begleitmaterial "Ärzteschwund und Fachkräftemangel: Wege, Lösungen und Initiativen in Ostbrandenburg"   Service für Journalisten: Informationen, Grafiken und Fotos zur IHK Ostbrandenburg, der Brandenburgischen BKK, dem BKK Dachverband sowie zum Landkreis Oder-Spree finden Sie hier. Infografik "Netzwerke und Nachbarn – Perspektiven einer Region" Unternehmensprofil Brandenburgische BKK Kurzvita Kathrin Wormann, Vorständin Brandenburgische BKK Kurzvita Dr. Ulrich Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg Muskel- und Skeletterkrankungen im Regionalvergleich Faktenblatt...

Überarbeiteter Abtreibungs-Paragraf 219a im Kabinett

Berlin (dpa) - Der mühsam gefundene Kompromiss zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen soll am Mittwoch (9.30 Uhr) vom Kabinett gebilligt werden. Die Vereinbarung von Union und SPD sieht vor, dass sich Schwangere leichter als bisher über die Möglichkeiten einer Abtreibung informieren können. So dürfen Ärzte und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Für weitergehende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Dort sollen auch zentrale Listen mit Ärzten und Krankenhäusern...

Nahles für volle Parität bei Krankenkassenbeiträgen

Hürtgenwald/Berlin (dpa) - In der Debatte um steigende Krankenkassenbeiträge hat sich Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) für eine Rückkehr zur gleichmäßigen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgesprochen. «Ich bin ganz klar für eine volle Parität bei den Krankenkassenbeiträgen», sagte Nahles am Samstag vor Journalisten in Hürtgenwald bei Aachen. «Ich halte es momentan nicht für wahrscheinlich, dass wir dafür Mehrheiten mit dem Koalitionspartner organisieren», räumte sie ein. «Aber grundsätzlich ist das sehr wohl die richtige Einstellung, weil wir - wenn wir das über 20...