SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Schwesig verteidigt Kompromiss zur Familienpflegezeit

Berlin (dpa) - Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält den Gesetzesentwurf zur Familienpflegezeit trotz eingeschränkter Ansprüche für Arbeitnehmer für einen guten Kompromiss. Wenn man eine längere Auszeit für die Pflege von Angehörigen nehme, «dann müssen wir auch berücksichtigen, dass es für kleine Betriebe schwieriger ist», sagte Schwesig am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». Im Bayerischen Rundfunk nannte sie den Kompromiss «eine gute Balance zwischen den Interessen von Arbeitgebern, die kleine Organisationseinheiten haben, und den Interessen der Familien». Der Rechtsanspruch auf...

Schock für die Familien: Mehr Opfer von mordendem Pfleger entdeckt

Niels H. tötete jahrelang Patienten, ohne dass es auffiel. Wegen fünf Taten sitzt der Pfleger im Gefängnis. Doch das ganze Ausmaß der Mordserie zeigt sich erst langsam. Oldenburg (dpa) - Der wegen einer Klinik-Mordserie verurteilte Ex-Pfleger Niels H. könnte mindestens zehn weitere Menschen getötet haben. Ermittler ließen deren Leichen auf zwei niedersächsischen Friedhöfen ausgegraben und entnahmen Gewebeproben - das Ergebnis: Es wurden Rückstände des Herzmedikaments entdeckt, mit dem Niels H. andere Patienten tot gespritzt hat. «Er steht unter dringendem Tatverdacht», sagt der Oldenburger...

Laumann: Schulnoten für Pflegeheime werden von 2016 an ausgesetzt

Berlin (dpa) - Pflegeeinrichtungen sollen vom kommenden Jahr an nicht mehr mit Schulnoten bewertet werden. Im Zuge einer Reform des sogenannten Pflege-TÜVs würden die Pflegenoten zum 1. Januar 2016 ausgesetzt, kündigte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Mittwoch in Berlin an. Sie hätten mit einer bundesweiten Durchschnittsnote von 1,3 keine Aussagekraft. Stattdessen will Laumann ein neues Bewertungssystem ausarbeiten lassen. Als Übergangslösung sollen die Kassen und Pflegeeinrichtungen die Prüfergebnisse des Medizinischen Dienstes der...

Gesetz soll Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessern

Berlin (dpa) - Eine zweijährige Familienpflegezeit und eine bezahlte Auszeit von zehn Tagen sollen Arbeitnehmern die Pflege eines schwer kranken Angehörigen erleichtern. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz. Künftig gibt es nicht nur die Möglichkeit, für sechs Monate komplett aus dem Job auszusteigen, sondern auch einen Rechtsanspruch auf eine 24-monatige Pflegezeit. Während dieser kann ein Beschäftigter seine Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Bei einem plötzlichen Pflegefall in der Familie kann man weiterhin kurzfristig zehn Tage lang pausieren....

Berlin berichtet von Millionenschäden durch Pflege-Abrechnungsbetrug

Berlin (dpa) - Lug und Betrug bei Ambulanten Pflegediensten in Berlin verursacht nach Angaben des Landes jährlich einen Schäden in Millionenhöhe. «Für ganz Berlin schätze ich das auf mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr», sagte Stephan von Dassel, Sozialstadtrat im Bezirk Mitte, am Donnerstag. Vor allem mit Privatdiensten in russischer Hand gebe es große Probleme: «Von rund 100 russischen Pflegediensten haben wir gegen 80 Prozent handfeste Belege für unseriöses Arbeiten.» Häufig spielten Dienste, Ärzte und vermeintliche Pflegebedürftige dem Sozialamt und dem Medizinischen Dienst der...

Pflegebedürftige werden überwiegend zu Hause von Angehörigen versorgt

Wiesbaden (dpa) - Mehr als zwei Drittel der 2,63 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Von diesen 1,86 Millionen Betroffenen erhält nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die überwiegende Zahl ausschließlich Pflegegeld. Das bedeute, dass sich um 1,25 Millionen pflegebedürftige Menschen alleine die Angehörigen kümmern, teilte die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden in ihrer Statistik für das Jahr 2013 mit. Weitere 616 000 Betroffene lebten ebenfalls zu Hause, bei ihnen erfolge die Versorgung jedoch zusammen oder vollständig durch ambulante...

Pflegeversicherung hat Rücklagen von 6,6 Milliarden Euro

Sommerfeld (dpa) - Die Pflegeversicherung hat derzeit Rücklagen von rund 6,6 Milliarden Euro. Dies teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Dienstag in brandenburgischen Sommerfeld zur finanziellen Situation der Versicherung Ende 2014 mit. Die Rücklagen seien seit 2005 kontinuierlich angestiegen, unter anderem aufgrund der guten Konjunktur. Zuletzt wurde der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,3 Punkte auf 2,35 Prozent angehoben. Das ergibt den Angaben zufolge zusätzliche Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro jährlich. Die Koalition plant eine weitere Anhebung um...

Präsident der Bundesärztekammer gegen assistierten Suizid

Berlin (dpa) - Der Präsident des Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, lehnt ärztliche Beihilfe zum Suizid todkranker Patienten ab. «Man soll nicht durch den Arzt sterben, sondern an der Hand des Arztes in den Tod begleitet werden», sagte der Mediziner am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin». Er stellte sich gegen einen entsprechenden Vorschlag einer Gruppe von Abgeordneten der schwarz-roten Koalition, der am Mittwochmittag vorgestellt werden sollte. Die Parlamentarier um Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) sowie die SPD-Fraktionsvize Carola Reimann und Karl Lauterbach wollen im...

Trotz Pflegeversicherung: Viele brauchen im Pflegefall Sozialhilfe

Nürnberg (dpa) - Zwanzig Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung rutschen viele Bundesbürger im Pflegefall immer noch in die Sozialhilfe ab. Etwa 30 Prozent der Patienten in Pflegeheimen seien zusätzlich oder vollständig abhängig von Sozialhilfe, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Tews, am Dienstag in Nürnberg. Vor Einführung der Pflegeversicherung seien es etwa 40 Prozent gewesen, erklärte er zu Beginn der Messe «Altenpflege 2015». «Wir bewegen uns derzeit wieder in diese Richtung.» Die Kassenleistungen für die stationäre Pflege...

Patientenverband fordert von Ärzten mehr Engagement für Organspende

Frankfurt/Main (dpa) - Der Patientenselbsthilfeverband Lebertransplantierte Deutschland hat mehr Engagement in den Krankenhäusern für die Organspende gefordert. «Ärzte, Schwestern und das Pflegepersonal sollten bei Patienten, die vor einem Hirntod stehen, viel selbstverständlicher das Gespräch mit den Angehörigen über eine Organspende suchen», sagte die Bundesvorsitzende Jutta Riemer der Nachrichtenagentur dpa. «Das sind natürlich sehr schwere und unangenehme Gespräche, aber das würde ganz vielen Menschen helfen.» Zum Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) am Montag...