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Pflegebedürftige werden immer öfter zum Sozialfall

Wer professionelle Pflege braucht, kann die Kosten mit dem Geld aus der Pflegeversicherung oft nicht decken. Hunderttausendfach werden Betroffene zum Sozialfall - Tendenz steigend. Berlin (dpa) - Immer mehr Pflegebedürftige sind auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen. So stieg die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege in den vergangenen Jahren deutlich - von rund 340 000 im Jahr 2005 auf zuletzt 453 000. Auf diese Daten des Statistischen Bundesamts machte die Linke-Fraktionsvize Sabine Zimmermann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aufmerksam. Die Hilfe zur Pflege...

Milliardenpaket gegen Pflegenotstand - Anreize für mehr Fachkräfte

Lange wurde in der Krankenpflege Personal abgebaut - zugunsten von Arztstellen. Und Pflege wurde schlecht bezahlt. Gegenmaßnahmen reichten bisher nicht aus. Minister Spahn nimmt einen neuen Anlauf. Berlin (dpa) - 13 000 Stellen mehr in der stationären Altenpflege, eine Mindestzahl an Pflegestellen im Krankenhaus, mehr Geld und bessere Leistungen für Pflegende: Das Bundeskabinett hat ein Milliardenprogramm gegen den Pflegenotstand auf den Weg gebracht. Bezahlt werden soll es überwiegend von der gesetzlichen Krankenversicherung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach nach...

Patientenschützer mahnen dringend neuen Pflege-TÜV an

Berlin (dpa) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat von der neuen Bundesregierung rasch eine Reform des sogenannten Pflege-TÜVs angemahnt. «Der neue Pflege-TÜV sollte 2018 an den Start gehen. Fest steht aber heute schon, dass er nicht termingerecht kommen wird», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Das bisherige Bewertungssystem von Pflegeeinrichtungen wurde 2015 ausgesetzt, weil es nur Top-Noten vergab und damit wenig aussagekräftige war. Zudem war er für Pflegebedürftige und deren Angehörigen nur schwer verständlich. Der neue Pflege-TÜV für Pflegeheime...

Betriebskrankenkassen fördern Clownvisiten in stationären Pflegeeinrichtungen

Künftig können Clownvisiten in stationären Pflege- und Senioreneinrichtungen von den Betriebskrankenkassen bundesweit gefördert werden. Möglich macht dies eine Rahmenvereinbarung, die zwischen den BKK Verbänden und ROTE NASEN geschlossen wurde. Die Clownvisiten werden demnach als Präventionsleistung in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen gefördert. „Die Interaktion mit Clowns ermöglicht Senioren mehr soziale Teilhabe und stärkt insbesondere die kognitiven Fähigkeiten und die psychosoziale Gesundheit von Patienten mit Demenz“, sagt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes....

SPD will Pflegekosten für Heimbewohner anders aufteilen

Berlin (dpa) - Die SPD will die Pflegekosten für Heimbewohner grundlegend anders aufteilen. Der Eigenanteil, den Bedürftige oder Angehörige leisten müssen, solle begrenzt werden, heißt es in einem Papier, das der SPD-Vorstand an diesem Montag beschließen will. Das Konzept liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet. Bisher ist der Eigenanteil nach oben offen, der von der Pflegeversicherung finanzierte Anteil dagegen festgelegt. Die SPD kritisiert, dass Betroffene befürchten müssen, bedürftig zu werden, wenn ihre Ersparnisse...

Protest gegen Klinikreform - Mehr Geld für Pflege am Bett?

Die Krankenhäuser wehren sich gegen vermeintliche Kürzungen durch die Klinikreform von Gröhe. Möglicherweise bekommen sie nun doch mehr Geld - für die Pflege am Krankenbett. Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat für diesen Mittwoch zu bundesweiten Protestaktionen gegen die Krankenhausreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgerufen. Die zentrale Kundgebung ist am Brandenburger Tor in Berlin geplant. Die DKG wehrt sich gegen den beabsichtigten Abbau von Bettenkapazitäten. Sie verlangt von der Regierung, Mittelkürzungen zurückzunehmen. Im Gegenteil müsse...

CDU-Vize Klöckner: Gespräche mit SPD wohl erst im neuen Jahr

Berlin (dpa) - Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner geht von möglichen Gesprächen mit der SPD über eine große Koalition erst im neuen Jahr aus. «Dann sollte es überall grünes Licht geben, dass man über eine Koalition verhandelt», sagte die rheinland-pfälzische Landesparteichefin am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit. Die SPD, die sich nach der Bundestagswahl vor zwei Monaten zunächst auf eine Rolle in der Opposition festgelegt hatte, brauche noch etwas Zeit, sagte Klöckner und verwies etwa auf den Parteitag der Sozialdemokraten in knapp...

Koalition einigt sich auf Programm für mehr Pflegekräfte

Berlin (dpa) - Die große Koalition hat sich auf Eckpunkte geeinigt, um angesichts des Personalnotstands in der Pflege für zusätzliche Stellen und bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, das Programm habe ein Volumen von jährlich rund einer Milliarde Euro, die überwiegend von der gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzieren seien. So sollen in der Altenpflege gestaffelt nach Größe der Einrichtung 13 000 zusätzliche Stellen geschaffen werden - im Koalitionsvertrag waren noch 8000 genannt. Das Paket soll zum 1. Januar 2019...

Pflegeversicherung erwartet zwei Milliarden Euro Mehrausgaben

Berlin (dpa) - Auf die Pflegeversicherung kommen in diesem Jahr voraussichtlich Mehrausgaben von rund zwei Milliarden Euro zu. Gründe seien eine unerwartet hohe Zunahme der Leistungsempfänger und höhere Leistungsbezüge der Pflegebedürftigen, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag in Berlin mitteilte. «Damit wird sich das Defizit der Pflegeversicherung über die bisher eingeplante gut eine Milliarde Euro auf eine Größenordnung von rund drei Milliarden Euro bis Ende 2018 erhöhen», erläuterte GKV-Vorstand Gernot Kiefer. Um über die Auswirkungen zu...

Medien: Pflegebeauftragter möchte mit Prämie Personal anlocken

Berlin (dpa) - Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, schlägt nach einem Medienbericht eine Prämienregelung vor, um Pflegepersonal zu gewinnen. Für Berufsrückkehrer solle ein Anreiz von 5000 Euro ausgelobt werden, für Ausbildungsabsolventen von 3000 Euro, berichten «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag) unter Berufung auf das Konzept. Für Teilzeitkräfte könne die Prämie anteilig ausgezahlt werden. Gebunden werden solle sie an eine Verpflichtung zur Weiterbildung im Umfang von mindestens vier Tagen. Finanziert werden sollten die...