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Berlin berichtet von Millionenschäden durch Pflege-Abrechnungsbetrug

Berlin (dpa) - Lug und Betrug bei Ambulanten Pflegediensten in Berlin verursacht nach Angaben des Landes jährlich einen Schäden in Millionenhöhe. «Für ganz Berlin schätze ich das auf mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr», sagte Stephan von Dassel, Sozialstadtrat im Bezirk Mitte, am Donnerstag. Vor allem mit Privatdiensten in russischer Hand gebe es große Probleme: «Von rund 100 russischen Pflegediensten haben wir gegen 80 Prozent handfeste Belege für unseriöses Arbeiten.» Häufig spielten Dienste, Ärzte und vermeintliche Pflegebedürftige dem Sozialamt und dem Medizinischen Dienst der...

Laumann: Bürokratie in der Pflege ist Motivationskiller

Berlin (dpa) - Pflegepersonal soll von Dokumentationspflichten entlastet werden und damit mehr Zeit für die Patienten bekommen. Bisher müssten in der Pflegedokumentation viel zu viele Abläufe festgehalten werden, die im Alltag ganz normal seien, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Berlin. Künftig solle die Dokumentation auf das «wirklich Notwendige» beschränkt werden. So müsse nicht unbedingt aufgeschrieben werden, dass ein Pflegebedürftiger ausreichend Flüssigkeit zu sich nehme, solange er kein Fieber habe. Künftig solle in dem Fall...

Pflegeversicherung hat Rücklagen von 6,6 Milliarden Euro

Sommerfeld (dpa) - Die Pflegeversicherung hat derzeit Rücklagen von rund 6,6 Milliarden Euro. Dies teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Dienstag in brandenburgischen Sommerfeld zur finanziellen Situation der Versicherung Ende 2014 mit. Die Rücklagen seien seit 2005 kontinuierlich angestiegen, unter anderem aufgrund der guten Konjunktur. Zuletzt wurde der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,3 Punkte auf 2,35 Prozent angehoben. Das ergibt den Angaben zufolge zusätzliche Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro jährlich. Die Koalition plant eine weitere Anhebung um...

Kabinett beschließt höhere Pflegebeiträge ab 2019

Berlin (dpa) - Die Bundesbürger müssen sich ab dem Jahreswechsel auf höhere Beiträge zur Pflegeversicherung einstellen. Zum 1. Januar 2019 soll der Satz um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens steigen, wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3 Prozent zahlen. Erwartet werden insgesamt jährliche Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro. Die Anhebung soll die Finanzen der Pflegekassen stabilisieren, denen angesichts von immer mehr Pflegebedürftigen ein Milliardendefizit droht. Außerdem plant die Koalition Maßnahmen gegen die Personalnot...

Mehr pflegende Angehörige bekommen Rente

Die Pflege von Angehörigen ist oft belastend. Zumindest für die Rente der Betroffenen gibt es jetzt aber gute Nachrichten. Berlin (dpa) - Immer mehr pflegende Angehörige bekommen für die Zeit der Pflege eine Rente. Nach einem Jahr Pflege erhöht sich dadurch die monatliche Rente um bis zu 30 Euro, wie ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Die Zahl der Pflegenden mit dabei erworbenen Rentenanwartschaften dürfte durch die Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegereform deutlich gestiegen sein. Seither sind...

Kassen: Pflege in Deutschland ist besser geworden

Berlin (dpa) - Nach teils massiver Kritik in den vergangenen Jahren ist die Qualität der Pflege in Deutschland auf dem Weg der Besserung. Zu diesem Ergebnis kommt der 4. Pflegequalitätsbericht der Krankenkassen, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Fortschritte zeigten sich demnach bei der Vermeidung von Druckgeschwüren, bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung der Pflegebedürftigen oder beim Verzicht auf freiheitseinschränkende Maßnahmen wie Gurtanlegen. Schwächen waren bei der Versorgung von Menschen mit ständigen Schmerzen zu erkennen. Der Medizinische Dienst (MDS) des...

Franz Knieps für „Highlights Magazin" vom 13. Mai 2014 Titel: Neue Runde für die Pflegereformpläne des BMG

Die demografische Entwicklung in Deutschland ist eine zentrale Herausforderung für alle sozialen Sicherungssysteme. Zurzeit leben rund 2,5 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland. Ihre Zahl wird sich in den kommenden Jahren statistischen Berechnungen zufolge vervielfachen. Die Politik tut sich schwer, die Pflegeversicherung für diese Herausforderung zu rüsten. Das zeigt sich exemplarisch bei der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, ist der Grund für das Bundesgesundheitsministerium, das Thema Pflege erneut zum Schwerpunkt zu erklären.

Pflege in Deutschland - Zahlen und Fakten

Berlin (dpa) - Die Lebenserwartung in Deutschland nimmt immer weiter zu. Mit höherem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, auf Pflege angewiesen zu sein. Bei den über 90-Jährigen liegt die Quote nach Angaben des Wissenschaftlichen Instituts der AOK bei 58 Prozent. Weitere Zahlen und Fakten: - 2,63 Millionen Menschen in Deutschland waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Ende 2013 pflegebedürftig. - 71 Prozent von ihnen (1,87 Millionen) wurden zu Hause versorgt, davon 1,25 Millionen nur durch Angehörige. - In Pflegeheimen lebten insgesamt 764 000 Menschen (29 Prozent). - Fast...

Experte: Gewaltprävention in der Pflege kaum beachtet bei Qualitätsbewertung

Berlin (dpa) - Bei der Bewertung von Pflegequalität wird Gewaltprävention nach Einschätzung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) noch viel zu wenig beachtet. Der Vorstandsvorsitzende des Zentrums, Ralf Suhr, erklärte am Mittwoch in Berlin: «Die Politik muss sicherstellen, dass sich mit der Reform der Pflegenoten hier etwas grundlegend ändert. Gewaltprävention muss zentraler Punkt der pflegepolitischen Agenda nach der Bundestagswahl sein.» Sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige können gewaltsam handeln. Um neue Anhaltspunkte zur Bedeutung des Themas in der professionellen ...

Stiftung Patientenschutz kritisiert unzureichende Pflegeberatung

Pflegekasse, Pflegedienst, Pflegestützpunkt - wer ist zuständig, um Angehörige und Pflegebedürftige zu beraten? Gesundheitsminister Gröhe will den Dschungel lichten - doch es gibt Kritik. Berlin (dpa) - Unmittelbar vor der abschließenden Bundestagsberatung über ein neues Pflegegesetz kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz unzureichende Beratung in der Pflege. «Die Pflegeberatung bleibt intransparent», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Donnerstag will die Koalition das dritte Pflegestärkungsgesetz im Bundestag beschließen. Zu...