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Kinderärzte fordern mehr Angebote für psychisch auffällige Kinder

Sie sind aggressiv oder ziehen sich völlig zurück: Psychische Auffälligkeiten zeigt jedes fünfte Kind, beobachten Kinder- und Jugendärzte. Bei der Beratung und Vorbeugung hapere es, sagen sie. Berlin (dpa) - Sie sitzen allein vor der Mattscheibe und sind in ihren Familien oft unzureichend gefördert: Psychisch auffällige Kinder werden in Deutschland nach Einschätzung von Kinderärzten nur mangelhaft betreut. Dabei zeige etwa jedes fünfte Kind in Arztpraxen psychische Auffälligkeiten. Das sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ), Wolfram Hartmann,...

Todesursachen: Psychische Krankheiten nehmen rapide zu

Wiesbaden (dpa) - Es gibt eine auffällige Verschiebung in der Liste der häufigsten Todesursachen: Psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen wurden im vergangenen Jahr häufiger als Grund des Sterbens diagnostiziert. Das geht aus einer am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Statistik hervor. Das dafür zuständige Bundesamt berichtete von 16,9 Prozent mehr Todesfällen in dieser Diagnosegruppe. In 80 Prozent dieser Sterbefälle war laut Statistik eine Demenzerkrankung die Todesursache. Dahinter steckt auch, dass sich der Blick auf die Todesursachen verändert hat: Mehr als die...

Immer mehr Krankheitstage wegen psychischer Leiden

Berlin (dpa) - Psychische Erkrankungen sind für immer längere Ausfallzeiten der Beschäftigten in Deutschland verantwortlich. Darauf hat der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) bei der Vorstellung seines «Gesundheitsatlas 2015» am Donnerstag in Berlin aufmerksam gemacht. Rund 15 Prozent aller Krankentage mit ärztlichem Attest gehen demnach auf psychische Erkrankungen zurück - vor allem Depressionen. Im Schnitt dauern Krankschreibungen in diesen Fällen 40 Tage. Die Krankentage wegen seelischer Leiden haben sich im Vergleich zu 2003 mehr als verdoppelt. Zwar hätten Studien in den...

Ministerium erarbeitet Leitlinie zum medizinischen Kinderschutz

Berlin (dpa) - Das Bundesgesundheitsministerium will Leitlinien für die medizinische Versorgung bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung erarbeiten. Ärzten und Psychotherapeuten komme eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum gehe, Verdachtsmomenten nachzugehen und weitere Schritte einzuleiten, erklärte das Ministerium am Dienstag in Berlin. Zudem will es ausloten, wie die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessert werden kann. «In jungen Jahren auftretende psychische Auffälligkeiten nehmen nicht selten einen langwierigen Verlauf», erläuterte das Ministerium.

Mediziner: Betriebsärzte sollen stärker gegen Burnout im Job helfen

Burnout, Depression - Krankschreibung. Und im schlimmsten Fall Frühverrentung. Der Druck in der Arbeitswelt steigt. Arbeitsmediziner fordern mehr Vorbeugung. München (dpa) - Betriebsärzte sollten Arbeitnehmer nach Expertenmeinung besser gegen Burnout und andere Leiden schützen. Die Zunahme chronischer und psychischer Erkrankungen erfordere eine bessere Vorbeugung, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) vor dem Beginn ihrer Jahrestagung in München. Gerade Betriebsärzte sollten hier eine Lotsenfunktion einnehmen, die auch gesetzlich festgeschrieben...

Kassen-Chef: Gut jeder fünfte Studierende hat Psycho-Probleme

Berlin (dpa) - In Deutschland hat nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) gut jeder fünfte Studierende laut ärztlicher Diagnose psychische Probleme. Bei den Studentinnen seien 30 Prozent betroffen, bei den männlichen Kommilitonen 15 Prozent. Das sagte TK-Vorstandschef Jens Baas der Deutschen Presse-Agentur zu Ergebnissen des «TK-Gesundheitsreports 2015», den die bundesweit größte Krankenkasse am Vormittag in Berlin vorstellt. Dafür wurden Informationen zu rund 190 000 Studierenden ausgewertet, die 2013 eigenständig bei der TK versichert waren. Seit der vorigen Analyse von 2009 habe der...

Die Männerpsyche leidet anders - Pillen-Abhängigkeit oft unbeachtet

Der Mann, das unbekannte Wesen? Tatsächlich tappen Forscher manchmal noch im Dunkeln, wenn es um die Gesundheit von Männern geht. Das liegt auch daran, dass diese relativ selten einen Arzt aufsuchen. Berlin (dpa) - Männer zeigen bei psychischen Erkrankungen oft andere Krankheitsanzeichen als Frauen. Ihre depressiven Symptome würden häufig nicht diagnostiziert und unzureichend behandelt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit. Über psychische Gesundheit berieten Experten am Dienstag beim Männergesundheitskongress...

Studie: Krankenstände in den Betrieben nehmen zu

Berlin (dpa) - Die Krankenstände in den Betrieben nehmen stark zu. Die krankheitsbedingten Ausfälle der bei Betriebskrankenkassen (BKK) versicherten Beschäftigten stiegen innerhalb von sieben Jahren um gut fünf Tage: von im Schnitt 12,4 Tagen 2006 auf 17,6 Tage 2013. Dies geht aus einer Studie des BKK-Dachverbandes hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Der Anstieg sei vor allem auf die Zunahme langwieriger und chronischer Erkrankungen zurückzuführen, heißt es im BKK Gesundheitsreport 2014, der auf Daten von 9,3 Millionen Versicherten zurückgreifen kann. Nach wie vor sorgen...

Kassen: Betriebliche Gesundheitsvorsorge lohnt sich

Berlin (dpa) - Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich für Unternehmen aus: Nach einer Studie sinken krankheitsbedingte Fehlzeiten um durchschnittlich ein Viertel. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten neuen Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) weiter hervorgeht, könnten mit jedem investierten Euro im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden. Für Investitionen in den Arbeitsschutz zeige sich ein vergleichbar positives Kosten-Nutzen-Verhältnis. Seit einem Jahrzehnt steigt nach dem Report die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland. Die...

Studien zur Gesundheit von Studenten - Daten und Fakten

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse hat im «Gesundheitsreport 2015» unter anderem psychische Probleme ihrer rund 190 000 eigenständig versicherten Studierenden untersucht. Außerdem befragte das Institut Forsa für den «TK-CampusKompass» 1000 repräsentativ ausgewählte Studenten zu ihrem Lebenswandel. Wichtige Ergebnisse 2013/14 im Überblick: - 3 von 10 Studentinnen (29,24 Prozent) in Deutschland bekamen mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose, bei ihren männlichen Kommilitonen 14,63 Prozent - insgesamt waren 21,36 Prozent der Studierenden betroffen, also mehr als jeder...