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Fast 400 Kliniken haben noch eine eigene Apotheke

Wiesbaden (dpa) - Nur ein Fünftel der knapp 2000 deutschen Krankenhäuser betreibt noch eine eigene Apotheke. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamts für 2013 hervor. Die meisten der 393 Klinik-Apotheken versorgen demnach nicht nur das eigene Haus mit Medikamenten, sondern auch andere Krankenhäuser. 2003 kamen noch 502 Apotheken auf rund 2200 Kliniken. Als Grund für den Rückgang nannten die Statistiker in Wiesbaden Fusionen und Schließungen.

Gesundheitsminister Gröhe bezweifelt Beitragsanstieg durch Reformen

Kiel (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat Vorwürfe der Krankenkassen zurückgewiesen, mit Strukturreformen höhere Kassenbeiträge zu verursachen. «Ich warne davor, jetzt Horrorszenarien zu malen», sagte Gröhe am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Medizinischen Fakultätentages in Kiel. Die Kassen hatten beklagt, dass die von der Regierung geplanten Reformen - etwa der Umbau der ambulanten Versorgung und die Krankenhausreform - nur über eine Erhöhung der Zusatzbeiträge finanziert werden könnten. «Wir haben die nachhaltige Finanzierbarkeit im Blick», sagte...

Ärzte rechnen Beschneidungen falsch ab

Hannover/Mainz (dpa) - Dutzende Ärzte in Deutschland sollen bei den Krankenkassen Beschneidungen falsch abgerechnet haben. In Rheinland-Pfalz waren es 15 Praxen, die Mediziner müssten nun gut 620 000 Euro Honorare zurückzahlen, sie seien Dokumentationspflichten nicht nachgekommen, teilte am Donnerstag die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz mit. Sie bestätigte Recherchen des Radiosenders NDR Info. Auch in Niedersachsen kassierten Ärzte zu Unrecht Geld, dort werden rund 30 000 Euro zurückgefordert. Der operative Eingriff bei Jungen erfolgt in der Regel ambulant. Krankenkassen...

Todesursachen: Psychische Krankheiten nehmen rapide zu

Wiesbaden (dpa) - Es gibt eine auffällige Verschiebung in der Liste der häufigsten Todesursachen: Psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen wurden im vergangenen Jahr häufiger als Grund des Sterbens diagnostiziert. Das geht aus einer am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Statistik hervor. Das dafür zuständige Bundesamt berichtete von 16,9 Prozent mehr Todesfällen in dieser Diagnosegruppe. In 80 Prozent dieser Sterbefälle war laut Statistik eine Demenzerkrankung die Todesursache. Dahinter steckt auch, dass sich der Blick auf die Todesursachen verändert hat: Mehr als die...

Krankenhausträger fordern nach Skandal in Mannheim Geld für Hygiene

Der Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim hat personelle Konsequenzen für die Kliniklandschaft: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft tritt nicht mehr für sein Amt an. Die Gesellschaft stellt indes Forderungen an die Politik. Berlin/Mannheim (dpa) - Als Konsequenz aus dem Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mehr Geld und mehr Fachkräfte für Sauberkeit an Kliniken gefordert. «Personal und Investitionen sind wichtig, um auf einen besseren Stand bei der Infektionsprophylaxe zu kommen», sagte DKG- Hauptgeschäftsführer Georg Baum am...

Weit mehr Steuereinnahmen als geplant - Neue Schätzprognose

Das endgültige Ergebnis der Steuerschätzung wird zwar erst am Donnerstag verkündet: Aber schon jetzt steht fest: Der Fiskus kann deutlich mehr erwarten, als noch im November vorhergesagt. Berlin/Saarbrücken (dpa) - Bund, Länder und Kommunen können bis zum Jahr 2019 mit wesentlich mehr Steuereinnahmen rechnen als bisher geplant. Die zusätzlichen Einnahmen im Vergleich zur Prognose im November könnten sich auf etwa 40 Milliarden Euro und mehr summieren, wie zu Beginn der Mai-Steuerschätzung am Dienstag in Saarbrücken aus Expertenkreisen verlautete. Vor allem Länder und Kommunen dürften von dem...

(Zusammenfassung) Bayern will Geld aus Gesundheitsfonds neu verteilen

Berlin/München (dpa) - Die bayerische Landesregierung will die Verteilung der Gelder aus dem Gesundheitsfonds neu regeln. Um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu entsprechenden Korrekturen zu bewegen, suchte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Unterstützung bei Baden-Württemberg und Hessen. Huml sieht die drei Geberländer des Länderfinanzausgleichs auch bei der Verteilung der Gesundheitsgelder benachteiligt. Nach ihrer Auffassung werden zur Zeit regionale Kostenunterschiede wie Arzt- und Klinikdichte nicht ausreichend berücksichtigt. In Briefen an ihre Kollegen Katrin...

Organspenden in Deutschland

Gießen (dpa) - In Deutschland warten etwa 11 000 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan. Doch die Bereitschaft zur Organspende ist zurückgegangen, denn mehrere Skandale haben das Vertrauen in die Transplantationsmedizin erschüttert. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres bundesweit 649 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 675, 2012 noch 829. Am häufigsten entnommen wurden Nieren (1130), es folgen Leber (579), Lunge (266), Herz (223),...

Krankenkassen mit Hersteller einig über Erstattung für Sovaldi

Berlin (dpa) - Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben sich mit dem US-Pharmaunternehmen Gilead auf einen Erstattungsbetrag für das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi verständigt. Dies teilte der GKV-Spitzenverband am Donnerstag in Berlin mit. Die Vereinbarung über das bisher sehr teure, aber auch hoch wirksame Präparat gelte für drei Jahre. Der vom 23. Januar an rückwirkend vereinbarte Erstattungsbetrag solle zeitnah veröffentlicht werden. Es sei eine Staffelung verabredet worden, die in den zwei folgenden Jahren zu weiteren Einsparungen führe. Um den Kompromiss sei sieben Monate gerungen...

Verdi: Situation im Kieler Klinikum teils «haarsträubend»

Kiel (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hält an ihrer Kritik an der Situation des Pflege- und Reinigungspersonals im Kieler Universitätskrankenhaus (UKSH) fest. «Seit 2010 wird das Personal im Pflegebereich sukzessive abgebaut», sagte Verdi-Gesundheitsexperte Steffen Kühhirt am Dienstag in Kiel. Rund 60 Prozent von 1864 Gefährdungsanzeigen von UKSH-Mitarbeitern im Jahr 2013 seien mit Arbeitsüberlastung begründet. «Haarsträubend» sei die Situation im privatisierten Bereich Service. Die Zahl der Reinigungskräfte reiche schlichtweg nicht aus, um wie vorgeschrieben die Räume reinigen und desinfizieren...