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(Zusammenfassung) Bayern will Geld aus Gesundheitsfonds neu verteilen

Berlin/München (dpa) - Die bayerische Landesregierung will die Verteilung der Gelder aus dem Gesundheitsfonds neu regeln. Um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu entsprechenden Korrekturen zu bewegen, suchte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Unterstützung bei Baden-Württemberg und Hessen. Huml sieht die drei Geberländer des Länderfinanzausgleichs auch bei der Verteilung der Gesundheitsgelder benachteiligt. Nach ihrer Auffassung werden zur Zeit regionale Kostenunterschiede wie Arzt- und Klinikdichte nicht ausreichend berücksichtigt. In Briefen an ihre Kollegen Katrin...

Mechanik Morbi-RSA

RSA Broschüre: „Mechanik Morbi-RSA – Einfach, transparent, manipulationssicher“   Kaum ein anderer Mechanismus ist so umstritten, wie der, der das Geld zwischen den gesetzlichen Krankenkassen verteilt. Durch dieses Geldumverteilungsinstrument fließen Krankenkassenbeiträge in den Gesundheitsfonds und aus diesem weiter über den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) wieder zurück an die Kassen. Ein ausgeklügeltes System, dass das Geld in der GKV dahin steuern soll, wo es für die Versorgung der Versicherten gebraucht wird. Das war das Ziel bei der Einführung im Jahr 2009....

Statement: Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbands zu Kabinettsentwurf GKV-VEG

Die Entscheidung, den Morbi-RSA zu reformieren, bevor die Finanzreserven abgeschmolzen werden, ist notwendig. Daher begrüßen wir den vollzogenen Schritt im Kabinettsentwurf zum GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG). Gehandelt werden muss allerdings so schnell wie möglich, damit die Unwuchten des Morbi-RSA und die damit einhergehende ungerechte Verteilung der Finanzmittel unter den Kassen beendet werden. Der Webfehler des Finanzausgleichs hat dazu geführt, dass einzelne Kassen bei niedrigen Zusatzbeiträgen sehr hohe Rücklagen aufbauen konnten. Andere Krankenkassen erhalten über den...

Grippewelle bereitet Blutspendediensten Sorge

Leipzig/Berlin (dpa) - Die Grippewelle sorgt bundesweit für einen Rückgang an Blutspenden. An den Standorten des privaten Spendendienstes Haema seien in den vergangenen Wochen im Schnitt 17 Prozent weniger Spender erschienen, sagte Sprecherin Marion Junghans am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. So habe sich ein größeres Defizit summiert. «Die Vorräte in den Depots werden knapp. Die Lage ist sehr angespannt», so Junghans. Auch die Blutspendedienste des Deutsches Roten Kreuzes versuchen derzeit verstärkt, ihre Spender zu mobilisieren. «Versorgungssicherheit besteht in allen Bundesländern,...

Krankenkassen: Wir zahlen alles medizinisch Notwendige

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben Selbstzahler-Leistungen in der Arztpraxis als weitgehend unnötig kritisiert. «Die Selbstzahler-Leistungen sind vor allem ein Griff der Ärzte in das Patienten-Portemonnaie», sagte der Sprecher des Krankenkassen-Spitzenverbands, Florian Lanz, am Dienstag in Berlin. «Der Versuch von Ärztevertretern, dies schön zu reden, ändert nichts an den Tatsachen», sagte Lanz. «Was medizinisch notwendig ist, das zahlen die gesetzlichen Krankenkassen.» Lanz wies damit Äußerungen des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen,...

Krankenkassen mit 400 Millionen Euro im Plus

Berlin (dpa) - Nach den Beitragssatzerhöhungen zum Jahreswechsel hat sich die Lage der meisten gesetzlichen Krankenkassen nach Medieninformationen stabilisiert. Die noch 118 Krankenkassen hätten zum Ende des ersten Quartals einen Überschuss von knapp 400 Millionen Euro ausgewiesen, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Freitag) unter Berufung auf Angaben der Kassen. Im ersten Quartal des Vorjahres hatten sie noch ein Defizit von 169 Millionen Euro verbucht. Im gesamten Jahr 2015 hatten sie sogar 1,1 Milliarden Euro aus den Rücklagen entnehmen müssen, weil die Überweisungen des...

Scholz fordert Abschaffung der Krankenkassen-Zusatzbeiträge

Hamburg (dpa) - Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat zu Beginn des Deutschen Ärztetags eine Abschaffung der Zusatzbeiträge alleine zu Lasten der Krankenversicherten gefordert. Deutschland sollte zu einer paritätischen, also gleichmäßigen Finanzierung der Krankenkassen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zurückkommen, sagte Scholz am Dienstag in Hamburg. Die konjunkturelle Lage werde «nicht dadurch besser, dass man Durchschnittsverdienern durch Zusatzbeiträge Kaufkraft entzieht». Seit Anfang 2015 können die Kassen einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben. Viele lagen zunächst...

Organspenden in Deutschland

Gießen (dpa) - In Deutschland warten etwa 11 000 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan. Doch die Bereitschaft zur Organspende ist zurückgegangen, denn mehrere Skandale haben das Vertrauen in die Transplantationsmedizin erschüttert. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres bundesweit 649 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 675, 2012 noch 829. Am häufigsten entnommen wurden Nieren (1130), es folgen Leber (579), Lunge (266), Herz (223),...

Krankenkassen mit Hersteller einig über Erstattung für Sovaldi

Berlin (dpa) - Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben sich mit dem US-Pharmaunternehmen Gilead auf einen Erstattungsbetrag für das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi verständigt. Dies teilte der GKV-Spitzenverband am Donnerstag in Berlin mit. Die Vereinbarung über das bisher sehr teure, aber auch hoch wirksame Präparat gelte für drei Jahre. Der vom 23. Januar an rückwirkend vereinbarte Erstattungsbetrag solle zeitnah veröffentlicht werden. Es sei eine Staffelung verabredet worden, die in den zwei folgenden Jahren zu weiteren Einsparungen führe. Um den Kompromiss sei sieben Monate gerungen...

Verdi: Situation im Kieler Klinikum teils «haarsträubend»

Kiel (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hält an ihrer Kritik an der Situation des Pflege- und Reinigungspersonals im Kieler Universitätskrankenhaus (UKSH) fest. «Seit 2010 wird das Personal im Pflegebereich sukzessive abgebaut», sagte Verdi-Gesundheitsexperte Steffen Kühhirt am Dienstag in Kiel. Rund 60 Prozent von 1864 Gefährdungsanzeigen von UKSH-Mitarbeitern im Jahr 2013 seien mit Arbeitsüberlastung begründet. «Haarsträubend» sei die Situation im privatisierten Bereich Service. Die Zahl der Reinigungskräfte reiche schlichtweg nicht aus, um wie vorgeschrieben die Räume reinigen und desinfizieren...