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Verbände warnen vor Apothekensterben

Medikamente, etwa gegen Kopfschmerzen oder Übelkeit, sind für die meisten Menschen schnell erreichbar: Bei der Apotheke um die Ecke. Doch Apothekerverbände sehen die gute Versorgungslage in Gefahr. Berlin (dpa) - In Deutschland gibt es immer weniger Apotheken. Seit Jahresende 2016 ist die Zahl der Apotheken um 143 auf 19 880 Apotheken gesunken, wie die Abda Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Montag mitteilte. Damit sei der niedrigste Stand seit 1988 erreicht. Die gesetzlichen Krankenkassen sehen jedoch keinen Grund zur Panik. «Hier lohnt es sich, die Sicht des...

Ermittlungen zu Transplantationen im Umfeld der Uniklinik Hamburg

Hamburg (dpa) - Im Zusammenhang mit Lungentransplantationen ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft im Universitätsklinikum Eppendorf. Einen entsprechenden Bericht des NDR-Magazins «Panorama 3» bestätigte das UKE am Montag. Laut NDR-Recherchen geht es um Aktenunterdrückung. Die Ermittlungen erstreckten sich auch auf die LungenClinic Großhansdorf, mit der das UKE zusammenarbeitet. Das UKE teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, man sei von der Staatsanwaltschaft am Montag «schriftlich über das laufende Ermittlungsverfahren informiert und um Weitergabe einzelner Informationen gebeten...

Ersatzkassen: Reform des Krankenkassen-Finanzausgleichs noch 2017

Berlin (dpa) - Die Ersatzkassen haben ihre Forderung nach einer Reform des Finanzausgleichs unter den Krankenkassen noch in dieser Legislaturperiode bekräftigt. Der Risikostrukturausgleich (RSA) benachteilige viele Krankenkassen, sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner, am Mittwoch in Berlin. Sie rechnete vor, dass die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) derzeit durch den RSA 1,3 Milliarden Euro mehr im Jahr einnähmen als die Ersatzkassen, was nicht mehr durch falsches Management zu erklären sei. Der RSA, der 1994 eingeführt wurde, müsse dringend...

Hospiz- und Palliativgesetz: Sterbenskranke nicht allein lassen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Versorgung sterbenskranker Menschen verbessern. Sein Hospiz- und Palliativgesetz regelt die ambulante Versorgung Sterbender in der häuslichen Umgebung sowie die stationäre Versorgung in Hospizen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern neu. Dafür sollen die gesetzlichen Krankenkassen voraussichtlich zusätzliche 200 bis 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Eckpunkte sind: - Zur Stärkung der Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeheimen und Krankenhäusern wird Sterbebegleitung ausdrücklicher Bestandteil des...

Zahl des Monats November 2015

47,5% aller AU-Tage bei den BKK Versicherten 1 werden im Jahr 2014 durch Langzeiterkrankungen mit einer Dauer von mehr als 6 Wochen verursacht. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Arbeitsunfähigkeitstag auf eine Langzeiterkrankung zurückzuführen ist. Die Langzeiterkrankungen machen allerdings nur 4,2% aller AU-Fälle aus. Die Mehrzahl der AU-Fälle (66,2%) sind Kurzzeiterkrankungen von einer Kalenderwoche oder geringerer Dauer (vgl. Abb. 1). Langzeiterkrankungen verursachen in allen Leistungsbereichen hohe Kosten. Insbesondere die Muskel- und Skeletterkrankungen sowie die psychischen...

CSU hält an Entlastung der Arbeitgeber bei Gesundheitskosten fest

Berlin (dpa) - Die CSU widersetzt sich Forderungen von SPD und Teilen der CDU, die Beiträge für gesetzliche Krankenkassen wieder gleichmäßig auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufzuteilen. «Mit uns wird es hier keine Änderungen geben», kündigte die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, in der «Passauer Neuen Presse» (Montag) an. Zwei Drittel der allgemein zugänglichen gesetzlichen Krankenkassen haben zum Jahreswechsel ihren Beitrag angehoben. Erhöht wurden gemäß den gesetzlichen Regeln allein die Zusatzbeiträge, die die Kassen-Mitglieder alleine tragen. Der...

RKI: Von Flüchtlingen geht keine Gesundheitsgefährdung aus

Berlin (dpa) - Von den in Deutschland ankommenden Flüchtlingen geht nach Darstellung des Robert-Koch-Instituts (RKI) keine gesundheitliche Gefahr für die einheimische Bevölkerung aus. Diese Menschen hätten bisher nur in ganz seltenen Fällen Infektionskrankheiten mitgebracht, sagte der stellvertretende Leiter der RKI-Abteilung für Infektionsepidemiologie, Andreas Gilsdorf, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sehen eher so Erkrankungen wie Windpoken oder Masern, die großteils dann auch hier aufgetreten sind, die die gar nicht mitgebracht haben.» Es gebe zwar einige wenige Erkrankungen, die...

Pflegebedürftige werden überwiegend zu Hause von Angehörigen versorgt

Wiesbaden (dpa) - Mehr als zwei Drittel der 2,63 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Von diesen 1,86 Millionen Betroffenen erhält nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die überwiegende Zahl ausschließlich Pflegegeld. Das bedeute, dass sich um 1,25 Millionen pflegebedürftige Menschen alleine die Angehörigen kümmern, teilte die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden in ihrer Statistik für das Jahr 2013 mit. Weitere 616 000 Betroffene lebten ebenfalls zu Hause, bei ihnen erfolge die Versorgung jedoch zusammen oder vollständig durch ambulante...

Krankenkassen: Krankenhausgesellschaft verunsichert Patienten

Berlin (dpa) - Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat Darstellungen der Krankenhäuser zurückgewiesen, die Neuregelung zur ersten Begutachtung von Notfallpatienten setze Ärzte massiv unter Zeitdruck. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es ist ausgemachter Unsinn, dass für die Abklärung, ob ein Notfall vorliegt, nur zwei Minuten zur Verfügung stehen.» Dass «die Krankenhauslobby in diesem Streit Patienten und Ärzte mit ihren Schreckensmeldungen verunsichert», sei ärgerlich. Hintergrund...

Trendumkehr bei Tuberkulose: Mehr Fälle in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Zahl der Tuberkulosefälle hat sich 2015 in Deutschland deutlich erhöht. Ein erheblicher Teil des Anstiegs geht darauf zurück, dass Gesundheitsämter wegen der großen Flüchtlingszahlen mehr Reihenuntersuchungen machten und so mehr Kranke aufspürten. Das zeigen Zahlen des für Infektionskrankheiten zuständigen Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlagen. Danach verdreifachte sich die Zahl der Erkrankungen, die bei Untersuchungen von Asylsuchenden im Zuge der Aufnahme in Unterkünfte entdeckt wurde. Das RKI registrierte hier rund...