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Ärzte begrüßen Cannabis-Erleichterungen für Schwerkranke

Berlin (dpa) - Der Ärzteverband hat den von der Bundesregierung angekündigten leichteren Zugang zu Cannabis-Produkten für Schwerkranke begrüßt. Eine Therapie mit cannabionidhaltigen Arzneimitteln könne für bestimmte Patienten sinnvoll sein, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch). Dies gelte für Patienten mit neurologischen Krankheiten wie Multipler Sklerose (MS) mit spastischen Schmerzen sowie Kranken, die unter mehreren Symptomen wie Schmerzen, Appetitmangel, Übelkeit und Depressivität leiden. Schwer kranke Patienten...

Kommunale Arbeitgeber bieten Ärzten in Stufen plus vier Prozent

Düsseldorf (dpa) - Bei den Tarifverhandlungen für die bundesweit 52500 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. Es sieht bei den Gehältern ein Plus von insgesamt 4,0 Prozent in zwei Stufen vor, wie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Dienstagabend mitteilte. 2,1 Prozent rückwirkend ab Dezember 2014 und weitere 1,9 Prozent ab Dezember 2015. Zudem sollen Bereitschaftsdienste besser bezahlt werden. Die Marburger Bund bezeichnete den Vorschlag der Arbeitgeber am Abend als völlig inakzeptabel. Die Ärztegewerkschaft fordert 5,4 Prozent...

Gesundheitsminister Gröhe ruft zu mehr Organspenden auf

Berlin (dpa) - Da zuletzt immer weniger Bürger zu Organspenden bereit waren, hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) jetzt an die Bürger appelliert, im Todesfall ihre Organe anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. «Organspenden können Leben retten, jeder kann durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit schon morgen in die Lage kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein», sagte der Minister der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch). Die Regierung habe 2012 Konsequenzen aus dem Fehlverhalten in einigen Kliniken durch striktere Kontrollen in der Transplantationsmedizin...

Gröhe warnt vor Panikmache bei Krankenkassenbeiträgen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat angesichts der Debatte über massiv steigende Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor Panikmache gewarnt. Mit Blick auf die jüngsten Prognosen des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem von der Uni Duisburg-Essen sagte Gröhe am Mittwoch in Berlin, diese Einschätzung übersteige bei weitem die des Gesundheitsministeriums und des GKV-Spitzenverbandes. Wasem rechnet mit einem Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrages für die Krankenversicherung von jetzt 1,1 Prozent bis 2020 auf 2,4 Prozent. Gröhe sagte, im Oktober...

Bayern will Kinder bei Pflege ihrer Eltern finanziell entlasten

München (dpa) - Bayern will Kinder mit einem Jahreseinkommen von unter 100 000 Euro von der Unterhaltspflicht für pflegebedürftige Eltern freistellen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Mittwoch in München eine entsprechende Bundesratsinitiative an. «Wir wollen mehr Sicherheit für die Angehörigen von Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung», betonte Huml. Erst ab einem Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Euro sollten sich diese an den Pflegekosten beteiligen müssen. «Unter diesem Betrag sollen Kinder keinen Rückgriff des Sozialhilfeträgers zu befürchten haben, wenn...

Überfraktionelle Erklärung für verbesserte Suizidprävention

Berlin (dpa) - Angesichts steigender Suizidraten machen sich Bundestagsabgeordnete aus verschiedenen Fraktionen für Gegenmaßnahmen stark. In einer gemeinsamen Erklärung, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, werben Dirk Heidenblut (SPD), Birgit Wöllert (Linke) und Maria Klein-Schmeink (Grüne) für eine verbesserte Suizidprävention. So sollen die Hilfsangebote erweitert werden, damit Betroffene in einer Krise schneller Unterstützung finden. Zudem wollen die Parlamentarier verstärkt die Suiziderkennung in die Ausbildung von Gesundheitsberufen integrieren. Nachdem einem jahrelangen...

Patientenschützer: Alte Menschen bekommen zu viele Medikamente

Berlin (dpa) - Jeder vierte über 65-Jährige in Deutschland schluckt nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz zu viele Medikamente. «Und das Risiko verdoppelt sich mit der Pflegebedürftigkeit. Bei den 764 000 Pflegeheimbewohnern gehört der schädliche Medikamentencocktail zum Alltag», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Vom diesem Samstag an (1. Oktober) hat jeder gesetzlich versicherte Patient, der drei oder mehr Arzneimittel einnehmen muss, Anspruch auf einen Medikationsplan durch einen Arzt oder Apotheker hat. Darin werden alle seine Arzneimittel...

Zeitung: Krankenkassen verbuchen im ersten Quartal hohen Überschuss

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach einem Zeitungsbericht im ersten Quartal dieses Jahres einen Überschuss von 620 Millionen Euro erzielt. Damit seien ihre Rücklagen auf einen Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen, schreibt die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Donnerstag). Der Überschuss in den ersten drei Monaten 2017 liege um gut 200 Millionen Euro über dem des Vorjahresquartals. Die Finanzentwicklung der einzelnen Kassen verläuft dem Bericht zufolge unterschiedlich. So hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) im Jahresvergleich ihren Überschuss von 72...

Krankenkassen-Zusatzbeitrag der KKH steigt deutlich

Berlin (dpa) - Die gesetzliche Krankenkasse KKH will zum 1. April ihren Zusatzbeitrag um 0,3 Prozentpunkte anheben. Ein Sprecher der Kasse bestätigte dem «Handelsblatt» (Donnerstag) die schlechte Nachricht für 1,8 Millionen Versicherte. «Wir haben unsere Mitglieder, solange es geht, verschont. Im Sinne eines soliden Wirtschaftens haben wir uns jetzt zu diesem Schritt entschieden», sagte der Sprecher. Zum 1. Januar hatten bereits 27 meist kleinere Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöht. Die KKH, eine der größten Kassen in Deutschland, rücke damit in die Riege der fünf teuersten...

BKK Gesundheitsatlas 2015

„Gesundheit in Regionen“ - so lautete der Schwerpunkt des BKK Gesundheitsreports 2014. Dabei konnte gezeigt werden, dass es starke regionale Variationen bei den Arbeitsunfähigkeitszeiten, den Diagnosehäufigkeiten und den Arzneimittelverordnungen gibt. Hintergründe und mögliche Ursachen hierfür konnten aber nicht abschließend geklärt werden. Der BKK Gesundheitsatlas 2015 hat sich zum Ziel gesetzt, mögliche Ursachen dieser Unterschiede beispielhaft bei den Depressionen und beim Burn-out näher zu beleuchten und zu diskutieren. Einbezogen werden u.a. demographische und...