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Fast 22 000 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs in Klinik

Wiesbaden (dpa) - Fast 22 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland wurden im vergangenen Jahr wegen akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern stationär behandelt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, ging die Zahl der jungen Komatrinker und schwer Betrunkenen in den Kliniken damit um 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 zurück. Ausgewertet wurden die Daten von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren. Alkoholmissbrauch brachte auch zahlreiche Erwachsene in die Kliniken, berichtete die Behörde nach Auswertung der Krankenhausdiagnosestatistik für...

Bundesweit etwa 200 gemeldete Zika-Infektionen binnen eines Jahres

Berlin (dpa) - Die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Zika-Virus in Deutschland ist innerhalb rund eines Jahres auf 204 gestiegen. 157 davon wurden seit Beginn der Meldepflicht am 1. Mai dieses Jahres registriert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Die übrigen Fälle stammen aus dem Zeitraum ab Oktober 2015. Bis Anfang September waren insgesamt 146 Fälle an das RKI gemeldet worden. Die Meldepflicht wurde eingeführt, um die Erkrankung besser überwachen zu können. In fast allen Fällen handelt es sich bei den Erkrankten um Reiserückkehrer aus...

Urteil: Niedergelassene Ärzte dürfen nicht streiken

Kassel (dpa) - Das Bundessozialgericht in Kassel hat das Streikverbot für niedergelassene Ärzte bekräftigt. Ein Streikrecht stehe sogenannten Vertragsärzten nach wie vor nicht zu, urteilte der 6. Senat am Mittwoch. Stattdessen könnten die Kassenärzte bei Streitigkeiten mit Krankenkassen oder Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ein Schiedsamt anrufen und dessen Entscheidungen gerichtlich überprüfen lassen. Zudem gebe es keinen Gegner, der rechtlich in der Lage sei, Streikforderungen der niedergelassenen Ärzte zu erfüllen, sagte der Vorsitzende Richter. (Az: B 6 KA 38/15 R) Die KV handelt mit...

Nahles für volle Parität bei Krankenkassenbeiträgen

Hürtgenwald/Berlin (dpa) - In der Debatte um steigende Krankenkassenbeiträge hat sich Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) für eine Rückkehr zur gleichmäßigen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgesprochen. «Ich bin ganz klar für eine volle Parität bei den Krankenkassenbeiträgen», sagte Nahles am Samstag vor Journalisten in Hürtgenwald bei Aachen. «Ich halte es momentan nicht für wahrscheinlich, dass wir dafür Mehrheiten mit dem Koalitionspartner organisieren», räumte sie ein. «Aber grundsätzlich ist das sehr wohl die richtige Einstellung, weil wir - wenn wir das über 20...

DGB fordert Umsteuern bei Gesundheitskosten

Berlin (dpa) - Angesichts steigender Krankenkassen-Beiträge hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein Umsteuern bei den Gesundheitskosten gefordert. «Die Kosten im Gesundheitsbereich werden bis 2019 um 3,5 Milliarden Euro steigen», sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Das Fatale ist, dass das einzige Ventil für die Kostensteigerungen die Zusatzbeiträge sind, die allein die Arbeitnehmer belasten.» Nötig sei die Rückkehr zu einer «gerechten Verteilung» der Lasten. «Die Arbeitgeber müssen wieder paritätisch beteiligt werden»,...

Rekord bei Krankengeld - Experten raten zu Teil-Krankengeld

Berlin (dpa) - Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für das Krankengeld sind in den vergangenen rund zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Kosten kletterten jährlich im Schnitt 8,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das zeigt ein am Montag in Berlin vorgestelltes Gutachten des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen. Etwa die Hälfte der Ausgaben gehe auf gestiegene Beschäftigung, Löhne und Lebensarbeitszeit zurück, erläuterte der Vorsitzende Ferdinand M. Gerlach. Doch auch eine Zunahme etwa psychischer Erkrankungen schlage zu Buche. Um die Ausgaben in den...

Aids bleibt zweithäufigste Todesursache unter Teenagern

Hannover (dpa) - Trotz der Erfolge im Kampf gegen Aids bleibt die Immunschwächekrankheit die weltweit zweithäufigste Todesursache unter Teenagern. In Afrika sei Aids sogar die häufigste Todesursache in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen, berichtete die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung am Montag anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Präventionsprogramme und Verhütungsangebote müssten deshalb ausgeweitet werden und sich gezielt an Jugendliche richten. Insgesamt ging die Zahl der HIV-Neuinfektionen - also bezogen auf alle Altersgruppen - weltweit von der Jahrtausendwende bis 2014...

Gröhe: Anstieg der Krankenkassenbeiträge kein Grund für Alarmismus

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Anstieg der Krankenversicherungsbeiträge verteidigt. «Für Alarmismus ist da wahrlich kein Raum», sagte Gröhe am Donnerstag im Bundestag bei den Haushaltsberatungen. Der durchschnittliche Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Dieser Anstieg wird über die Zusatzbeiträge erbracht, den die Arbeitnehmer allein schultern müssen. Gröhe verwies darauf, dass es Krankenkassen mit niedrigen und welche mit höheren Beiträgen gebe. Der Gesetzgeber habe...

Mehr als tausend Masernfälle in Berlin

Berlin (dpa) - Der Berliner Masernausbruch hat die Tausendergrenze überschritten: Bis zum Mittwoch registrierte das Landesamt für Gesundheit (LaGeSo) 1001 Fälle der hochansteckenden Infektionskrankheit seit Beginn der Welle im vergangenen Oktober. Allein seit Jahresbeginn erkrankten 880 Menschen in Berlin. Etwa jeder vierte Patient musste wegen schwerer Verläufe ins Krankenhaus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis zum Osterwochenende bundesweit 1465 Masernfälle gemeldet. Nach Berlin liegt ein zweiter Schwerpunkt in Sachsen. Dort waren bis Ostern über 150 Menschen an Masern...

Pro Generika: Preisdruck kann zu Arzneimittelengpässen führen

Berlin (dpa) - Der Preisdruck ist nach Darstellung des Pharma-Verbandes Pro Generika eine wesentliche Ursache für Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Verbandschef Wolfgang Späth kritisierte am Dienstag in Berlin, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) setze bei der Arzneimittelversorgung immer mehr auf Nachahmerprodukte (Generika), wolle dafür aber immer weniger Geld aufwenden. Dies führe dazu, dass sich Hersteller aus bestimmten Wirkstoffmärkten zurückziehen müssten, beklagte Späth. Zudem werde in Deutschland durch die Rabattverträge die Planbarkeit einer bedarfsgerechten Produktion...