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DGB fordert Umsteuern bei Gesundheitskosten

Berlin (dpa) - Angesichts steigender Krankenkassen-Beiträge hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein Umsteuern bei den Gesundheitskosten gefordert. «Die Kosten im Gesundheitsbereich werden bis 2019 um 3,5 Milliarden Euro steigen», sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Das Fatale ist, dass das einzige Ventil für die Kostensteigerungen die Zusatzbeiträge sind, die allein die Arbeitnehmer belasten.» Nötig sei die Rückkehr zu einer «gerechten Verteilung» der Lasten. «Die Arbeitgeber müssen wieder paritätisch beteiligt werden»,...

Rekord bei Krankengeld - Experten raten zu Teil-Krankengeld

Berlin (dpa) - Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für das Krankengeld sind in den vergangenen rund zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Kosten kletterten jährlich im Schnitt 8,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das zeigt ein am Montag in Berlin vorgestelltes Gutachten des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen. Etwa die Hälfte der Ausgaben gehe auf gestiegene Beschäftigung, Löhne und Lebensarbeitszeit zurück, erläuterte der Vorsitzende Ferdinand M. Gerlach. Doch auch eine Zunahme etwa psychischer Erkrankungen schlage zu Buche. Um die Ausgaben in den...

Aids bleibt zweithäufigste Todesursache unter Teenagern

Hannover (dpa) - Trotz der Erfolge im Kampf gegen Aids bleibt die Immunschwächekrankheit die weltweit zweithäufigste Todesursache unter Teenagern. In Afrika sei Aids sogar die häufigste Todesursache in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen, berichtete die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung am Montag anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Präventionsprogramme und Verhütungsangebote müssten deshalb ausgeweitet werden und sich gezielt an Jugendliche richten. Insgesamt ging die Zahl der HIV-Neuinfektionen - also bezogen auf alle Altersgruppen - weltweit von der Jahrtausendwende bis 2014...

Gröhe: Anstieg der Krankenkassenbeiträge kein Grund für Alarmismus

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Anstieg der Krankenversicherungsbeiträge verteidigt. «Für Alarmismus ist da wahrlich kein Raum», sagte Gröhe am Donnerstag im Bundestag bei den Haushaltsberatungen. Der durchschnittliche Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Dieser Anstieg wird über die Zusatzbeiträge erbracht, den die Arbeitnehmer allein schultern müssen. Gröhe verwies darauf, dass es Krankenkassen mit niedrigen und welche mit höheren Beiträgen gebe. Der Gesetzgeber habe...

Mehr als tausend Masernfälle in Berlin

Berlin (dpa) - Der Berliner Masernausbruch hat die Tausendergrenze überschritten: Bis zum Mittwoch registrierte das Landesamt für Gesundheit (LaGeSo) 1001 Fälle der hochansteckenden Infektionskrankheit seit Beginn der Welle im vergangenen Oktober. Allein seit Jahresbeginn erkrankten 880 Menschen in Berlin. Etwa jeder vierte Patient musste wegen schwerer Verläufe ins Krankenhaus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis zum Osterwochenende bundesweit 1465 Masernfälle gemeldet. Nach Berlin liegt ein zweiter Schwerpunkt in Sachsen. Dort waren bis Ostern über 150 Menschen an Masern...

Pro Generika: Preisdruck kann zu Arzneimittelengpässen führen

Berlin (dpa) - Der Preisdruck ist nach Darstellung des Pharma-Verbandes Pro Generika eine wesentliche Ursache für Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Verbandschef Wolfgang Späth kritisierte am Dienstag in Berlin, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) setze bei der Arzneimittelversorgung immer mehr auf Nachahmerprodukte (Generika), wolle dafür aber immer weniger Geld aufwenden. Dies führe dazu, dass sich Hersteller aus bestimmten Wirkstoffmärkten zurückziehen müssten, beklagte Späth. Zudem werde in Deutschland durch die Rabattverträge die Planbarkeit einer bedarfsgerechten Produktion...

AOK: Regierung muss etwas gegen hohen Zuckerkonsum tun

Berlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) haben die Bundesregierung aufgefordert, etwas gegen den steigenden Zuckerkonsum zu unternehmen - beispielsweise mit einer Zuckersteuer. «Zucker macht krank», sagte der Präventionsexperte des AOK-Bundesverbandes, Kai Kolpatzik, dem «Tagesspiegel» (Montag). Dies sei wissenschaftlich zweifelsfrei belegt. Doch anders als beim Kampf gegen das Rauchen oder gegen übermäßigen Alkoholkonsum nehme die deutsche Politik hier ihre Verantwortung in der Gesundheitsprävention nicht wahr. Nötig sei eine «nationale Strategie zur Senkung des Zuckerkonsums»....

Kassen-Chef: Gut jeder fünfte Studierende hat Psycho-Probleme

Berlin (dpa) - In Deutschland hat nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) gut jeder fünfte Studierende laut ärztlicher Diagnose psychische Probleme. Bei den Studentinnen seien 30 Prozent betroffen, bei den männlichen Kommilitonen 15 Prozent. Das sagte TK-Vorstandschef Jens Baas der Deutschen Presse-Agentur zu Ergebnissen des «TK-Gesundheitsreports 2015», den die bundesweit größte Krankenkasse am Vormittag in Berlin vorstellt. Dafür wurden Informationen zu rund 190 000 Studierenden ausgewertet, die 2013 eigenständig bei der TK versichert waren. Seit der vorigen Analyse von 2009 habe der...

Bundestag beschließt Reform der medizinischen Versorgung

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat eine Reform der medizinischen Versorgung in Deutschland mit den Stimmen der Koalition beschlossen. Die Bundesregierung will mit dem Versorgungsstärkungsgesetz vor allem die Verteilung der Ärzte in Deutschland verändern. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden. Zur besseren Planung des regionalen Ärztebedarfs sollen die Niederlassungsbezirke deutlich verkleinert und damit überschaubarer gemacht werden. Die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sollen Terminservicestellen einrichten, um...

Bislang weniger Masernfälle in Deutschland

Berlin (dpa) - Im ersten Halbjahr 2018 sind weniger neue Fälle von Masern in Deutschland erfasst worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bis 30. Juni erkrankten nachweislich 387 Menschen an dem hochansteckenden Virus, wie aus einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervorgeht. Besonders hohe Fallzahlen gibt es demnach bisher in Nordrhein-Westfalen (173 Fälle), Baden-Württemberg (69) und Bayern (57). 2017 waren bis zur Jahresmitte knapp 800 Betroffene gezählt worden. Ähnliche Schwankungen der Gesamtzahlen gab es stets in den vergangenen Jahre. ...