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Vorerst kein Patentrezept gegen Arzneirückstände im Wasser

Seit einigen Jahren weisen Forscher immer wieder Spuren von Antibiotika und Schmerzmitteln in Gewässern nach. Es sind auch Folgen hohen Medikamentenkonsums und falscher Entsorgung. Was tun? Berlin (dpa) - Die Verringerung von Arzneimittel-Rückständen im Wasserkreislauf wäre nach Einschätzung von Forschern nur mit großem technischen und finanziellen Aufwand möglich. Das gilt auch für andere Chemikalien. Kein technisches Verfahren allein sei in der Lage, alle bekannten Stoffe zu eliminieren, teilten die Technische Universität Berlin (TU) und die Berliner Wasserbetriebe am Montag zum Abschluss...

Rückgang bei im Krankenhaus behandelten Brustkrebs-Fällen

Wiesbaden (dpa) - Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 129 692 Frauen wegen Brustkrebs im Krankenhaus behandelt. Im Vergleich zum Jahr 2007 sei die Zahl der Behandlungen damit um 11,9 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Die meisten der Patientinnen, die mit einer Brustkrebsdiagnose stationär behandelt wurden, waren 50 Jahre und älter. Diese Gruppe machte einen Anteil von 81 Prozent der Patientinnen aus, während nur zwei Prozent unter 35 Jahre alt waren. Bei Frauen war Brustkrebs im Jahr 2016 die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge - insgesamt...

Krankenkassen: Behandlungsfehler leicht zurückgegangen

Berlin (dpa) - Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler ist nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das bedeute jedoch nicht, dass sich das Risiko, einen Behandlungsfehler zu erleiden, generell verringert hätte, erläuterte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) am Dienstag in Berlin seine Statistik für 2016. Danach wurden gut 15 000 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. In knapp jedem vierten Fall, nämlich bei 3564 Behandlungen, bestätigten die Fachärzte des MDK den Verdacht der Patienten....

(Fragen & Antworten - Zum Tag der Organspende am 3. Juni) Organspenden kann Leben retten - doch die Bereitschaft ist rückläufig

Berlin (dpa) - Seit etwa 50 Jahren können Organe transplantiert werden. Die Erfolgsraten stiegen mit Fortschritten in der Medizin immer weiter an. Doch mehrere Skandale haben das Vertrauen der Deutschen in die Transplantationsmedizin erschüttert und die Bereitschaft zur Organspende zurückgehen lassen. Der Bedarf aber ist unverändert groß. Fragen und Antworten: Warum ist die Lage so ernst? Mehr als 10 000 schwerkranke Menschen warten hierzulande auf ein Spenderorgan, die meisten auf eine neue Niere. Für viele von ihnen ist eine Transplantation die einzige Chance, um zu überleben. ...

Geplantes Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit gescheitert

Teilzeit in Deutschland boomt. Vor allem Frauen nutzen die Möglichkeit. Die Koalition wollte für die Arbeitnehmer ein Rückkehrrecht in Vollzeit schaffen. Doch vier Monate vor der Bundestagswahl konnten sich Union und SPD nicht mehr einigen. Berlin (dpa) - Das geplante Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit ist gescheitert. «Das Kanzleramt hat mir mitgeteilt, dass eine Kabinettsbefassung nicht mehr vorgesehen ist», teilte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Dienstag in Berlin mit. «Das ist enttäuschend.» Nahles warf der Union einen Bruch des Koalitionsvertrags vor, in dem Union...

Studie: Ärzte röntgen bei Rückenbeschwerden vorschnell und zu oft

Gütersloh(dpa) - Rückenschmerzgeplagte Patienten werden einer neuen Studie zufolge noch immer zu häufig geröntgt oder in den Tomographen geschoben. Die meisten Patienten überschätzen dabei den medizinischen Nutzen von bildgebenden Verfahren bei Rückenschmerzen, so das Ergebnis einer am Dienstag vorgestellten Studie mitsamt Patientenumfrage der Bertelsmann-Stiftung. Demnach geht jeder fünfte Versicherte mindestens einmal im Jahr wegen Rückenschmerzen zum Arzt. Auch wenn die Zahl der Röntgenuntersuchungen bei Rückenbeschwerden seit 2009 leicht rückläufig ist, halten die Experten der...

Robert Koch-Institut: Weiter kein Rückgang bei HIV-Neuinfektionen

«Kondome schützen»: Seit Jahren fließt viel Geld in Kampagnen gegen HIV. Auch Medizin ist heute verfügbar. Beim Kampf gegen HIV zeichnet sich in Deutschland aber noch kein Durchbruch ab. Berlin (dpa) - Etwa 3200 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr neu mit HIV angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zu den Vorjahren konstant, wie das RKI am Montag in Berlin mitteilte. Im Vergleich zu anderen Ländern sei das zwar eine positive Nachricht, erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die Zahlen zeigten aber, dass bei der...

Rentenversicherung: Anträge auf Reha-Maßnahmen leicht rückläufig

Berlin (dpa) - Die Zahl medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen ist in den vergangenen Jahren leicht rückläufig gewesen. 2015 seien knapp 1,65 Millionen Anträge auf Reha-Maßnahmen verzeichnet worden, 1,1, Millionen seien bewilligt worden, sagte Gundula Roßbach von der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag in Berlin. 2014 seien es noch 1,7 Millionen Anträge gewesen, davon seien 1,13 Millionen bewilligt worden. Und auch 2016 gehe diese Zahl voraussichtlich um etwa 1,3 Prozent zurück. Bemerkenswert sei dabei, dass Anträge für Reha-Maßnahmen nach Krebsbehandlungen besonders deutlich...

Cannabis als Medizin rückt näher - Mortler: Keine generelle Freigabe

Cannabis vom Staat - was lange in Deutschland undenkbar schien, soll bald Wirklichkeit werden. Die Drogenbeauftragte macht aber auch klar, wo bei ihr die Grenzen liegen. Berlin (dpa) - Cannabis auf Rezept rückt in Deutschland näher. Ein Schritt zu einer Aufhebung des allgemeinen Cannabisverbots solle die Freigabe des Stoffs als Medizin aber nicht sein, sagte die Drogenbeauftragten Marlene Mortler am Montag beim Besuch einer Palliativstation in Berlin. An diesem Donnerstag will die Koalition im Bundestag einen Gesetzentwurf verabschieden, der schwerkranken Menschen den Weg zu dem Stoff auf...