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Versicherer: Schadensfälle in Krankenhäusern auf niedrigem Niveau

Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Darstellungen zurückgewiesen, in Kliniken gebe es eine Flut von Behandlungsfehlern. Die Patientenzahl sei seit 1996 von 16,2 Millionen auf 19,2 Millionen gestiegen, doch die Zahl der Behandlungsfehler habe in dieser Zeit kaum zugenommen, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Dienstag in Berlin. Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser attestierten zu 99,9 Prozent gute Qualität. Das hänge auch mit einem funktionierenden und immer weiter verbesserten Beschwerdemanagement zusammen. Einer Langzeitauswertung der Ecclesia...

Kassen-Ärzte: Arztbesuche von Patienten müssen besser gesteuert werden

Berlin (dpa) - Die niedergelassenen Ärzte wollen künftig die Arzt-Besuche der Patienten besser steuern. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Im Durchschnitt geht in Deutschland jeder Patient 17 Mal zum Arzt, entweder zum selben oder zu mehreren. Das sind sehr viele Kontakte - und längst nicht alle sind notwendig.» Für eine bessere Steuerung sei es wichtig, einen Ansprechpartner als erste Anlaufstation zu haben, machte Gassen deutlich. Das könnte oft der Hausarzt sein. In Frage könnten aber auch je nach...

Krankenkassen können nicht auf schnelle Finanzreform hoffen

Berlin (dpa) - Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat Forderungen nach einer raschen Reform des Finanzausgleiches zwischen den Krankenkassen zurückgewiesen. BVA-Präsident Frank Plate erklärte am Dienstag: «Der Risikostrukturausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung, wie ihn das Bundesversicherungsamt seit 2009 durchführt, ist das richtige Instrument, um Risiken wie Alter, Geschlecht und Krankheit der Versicherten auszugleichen.» Dieser Finanzausgleich schaffe die Grundlage für einen «fairen und funktionsfähigen Wettbewerb». «Es ist falsch», sagte Plate weiter, «reflexhaft den RSA...

Ehepartner sollen bei Krankheit ohne Vollmacht entscheiden dürfen

Wer soll über die medizinische Versorgung eines Menschen entscheiden dürfen, wenn der Betroffene es selbst nicht kann? Die Länder arbeiten an einer neuen Regelung für Ehepartner. Patientenschützer finden das gar nicht gut. Stuttgart (dpa) - Auch ohne schriftliche Vollmacht sollen Eheleute nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit über die medizinische Versorgung ihres Partners entscheiden dürfen. Das soll auch für eingetragene Lebenspartnerschaften gelten. Auf Initiative Baden-Württembergs habe eine Länderarbeitsgruppe einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet, teilte das...

Grüne: Neue Finanzierung und flexible Versorgung psychisch Kranker nötig

Berlin (dpa) - Die Grünen haben Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, eine flexiblere Versorgung psychisch kranker Menschen zu ermöglichen und die Vergütung entsprechend anzupassen. Ihre Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Versorgung müsse dahingehend verbessert werden, dass die Patienten mehr ambulante Krisenhilfen bekommen könnten. Zudem sollten solche Behandlungsformen ausgeweitet werden, die psychisch Kranke in ihrem Alltag begleiten. Gröhe will sich deswegen demnächst mit den psychiatrischen Fachverbänden treffen....

Ärzte: Allgemeinmedizin im Studium stärken

Berlin (dpa) - Um den Mangel an Hausärzten zu beheben, muss nach Einschätzung von Experten die Allgemeinmedizin im Studium gestärkt werden. Gelinge es, die Fachrichtung Allgemeinmedizin fester und zentraler in Studium und Weiterbildung zu verankern, könnte das bisher eher zurückhaltende Interesse junger Mediziner an dieser so wichtigen Richtung geweckt werden, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) am Freitag in Berlin. Ihr Präsident, der Frankfurter Mediziner Ferdinand Gerlach, wies darauf hin, dass aktuell nur jeder zweite Hausarzt einen...

Pharmaverband: Arzneimittel für seltene Krankheiten fördern

Berlin (dpa) - Die Pharmaindustrie hat Erleichterungen und steuerliche Anreize für die Entwicklung von Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten gefordert. Angesichts der kleinen Märkte sei es «unter regulären Bedingungen für Unternehmen wenig attraktiv», solche Medikamente zu entwickeln, erklärte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am Donnerstag in Berlin. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung ließen sich unter diesen Marktbedingungen kaum wieder erwirtschaften. Der Verband wies Kritik zurück, die Zulassungsanforderungen für solche sogenannte Orphan Drugs seien zu...

Diskussion um Blutspenden von Reisenden aus Zika-Gebieten

Berlin (dpa) - Die Gefahr, sich über Blutspenden mit Zika-Viren zu infizieren, ist in Deutschland äußert gering. Die Zika-Gebiete seien relativ deckungsgleich mit denen von Malaria, erklärte die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Susanne Stöcker am Montag im hessischen Langen. Wer von dort zurückkomme, dürfe ohnehin sechs Monate lang kein Blut spenden. Nun werde geprüft, welche Länder wegen des Zika-Virus ebenfalls ausgeschlossen werden. In den USA, Frankreich und Großbritannien unterlägen Reisende aus Zika-Gebieten bei der Blutspende bereits einer Karenzzeit von 28 Tagen. Auch das...

Interview Dipl.-Psych. Dirk Rennert

Audiobeiträge Interview mit Dipl.-Psych. Dirk Rennert; Referent Datenmanagement, Empirie, IT beim BKK Dachverband e. V. in Berlin. Hier können Sie sich den Hörfunkbeitrag anhören und  herunterladen .  Der Beitrag steht Ihnen als mp3-Datei zur Verfügung.  TRANSKRIPT Fragekomplex I a AU - Total F1 Während der letzten Jahre stiegen Krankentage in den Betrieben – wenn auch leicht. Sie haben die Zahlen für 2014. Bestätigt sich der Trend?   A1 Die Krankentage haben im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen um zirka einen halben Tag pro Mitglied. Primär ist das auf die ausbleibende...

Pädophilie - Charité setzt Therapien für Teenager fort

Berlin (dpa) - Die Berliner Charité setzt Therapien mit Jugendlichen fort, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Das Bundesfamilienministerium werde die Finanzierung dieses Pilotprojekts für besseren Kinderschutz bis Ende des Jahres mit 200 000 Euro überbrücken, kündigte Staatssekretär Ralf Kleindiek am Dienstag in Berlin an. Ab 2018 greife ein Modellprojekt der gesetzlichen Krankenkassen, um die auf Wunsch auch anonymen Behandlungen zu finanzieren. Das Projekt der Charité und der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Berliner Vivantes-Kliniken gibt es seit 2014. Es richtet sich...