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Gesundheit - Was wollen die Parteien?

Die Kosten für Ärzte, Kliniken und Medikamente steigen und steigen - muss das Gesundheitssystem finanziell umgekrempelt werden? In dieser Frage hat der Versicherte bei der Bundestagswahl eine klare Wahl. Berlin (dpa) - Bezahlbare medizinische Versorgung und gute Pflege - das schreiben sich die Parteien zur Bundestagswahl auf die Fahnen. Die Rezepte sind verschieden - ein Überblick: KRANKENVERSICHERUNG: Die Union will am heutigen Prinzip nichts ändern. Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung mit dem Instrument der Zusatzbeiträge zu Lasten der...

(Fragen & Antworten) Armutsrisiko von Kindern steigt - Quote für Gesamtbevölkerung stabil

Das reiche Deutschland drängt immer mehr Kinder in die Armut. Dies legt eine neue Statistik nahe. Doch ganz so eindeutig sind die Zahlen nicht zu interpretieren. Wiesbaden/Berlin (dpa) - Das Armutsrisiko von Kindern ist in Deutschland nach neuen Zahlen auf einen Rekordstand gestiegen. Gut jeder fünfte Heranwachsende unter 18 Jahren ist demnach von Armut bedroht, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zeigen. Die Armutsquote der Gesamtbevölkerung bleibt bei knapp 16 Prozent. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu. Ist der Trend zur wachsenden Kinderarmut eindeutig? ...

Cannabis-Patienten kommen nur schwer an ihre Medizin

Vor allem Schmerzpatienten haben große Hoffnung in das Gesetz «Cannabis als Medizin» gesetzt. Doch offensichtlich gibt es erhebliche Schwierigkeiten bei der Versorgung. Berlin (dpa) - Die Versorgung schwer kranker Patienten mit medizinischem Cannabis funktioniert offenbar auch vier Monate nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung immer noch nicht richtig. Der stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende Frank Tempel sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Von Patienten mit Besitzerlaubnis weiß ich, dass die Krankenkassen nicht immer die Kosten für die Medizin erstatten.» Weiteres Problem...

Schonfrist für Krankenversicherte - Warum die Beiträge stabil bleiben

Die Ausgaben der Krankenkassen für Ärzte, Kliniken und Medikamente steigen nächstes Jahr wieder um Milliarden - der Beitrag bleibt aber stabil. Wie kann das gehen? Berlin (dpa) - Im Jahr der Bundestagswahl müssen die Mitglieder der Krankenkassen aller Voraussicht nach keine höheren Beiträge zahlen - ausnahmsweise. Das Wichtigste zu dieser Entwicklung im Überblick: Was kommt auf die Versicherten zu? Voraussichtlich keine Veränderung: Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent, getragen je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, ist ohnehin gesetzlich fixiert. Nun soll aber auch der...

Neue Preisbremse für Arzneimittel - Preise bleiben geheim

Im Rennen um Milliardenumsätze auf dem Pharmamarkt tritt die Regierung auf die Bremse. Doch die Krankenkassen monieren, Minister Gröhe nehme zu große Rücksicht auf die Industrie. Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will die oft extrem hohen Umsätze der Pharmaindustrie mit neuen Medikamenten begrenzen. Übersteigen die Kosten für die Krankenkassen eine Schwelle von 250 Millionen Euro im ersten Jahr nach Markteinführung, sollen die Hersteller ab diesem Zeitpunkt niedrigere Preise bekommen. Das sieht der Entwurf für ein Gesetz zur Arzneimittelversorgung vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in...

Medizin der Zukunft: vernetzter Patient und Arzt als IT-Experte?

Der vernetzte Patient, der Körperdaten selbst misst und online an den Arzt schickt. Der IT-kompetente Doktor, der seine Diagnose via Videosprechstunde erklärt. Auch im Gesundheitswesen hält die Digitalisierung Einzug. Neuheiten zeigt die Medizinmesse «Medica». Düsseldorf (dpa) - Der Patient studiert seine Computertomographie, während der Arzt ihm den Befund erläutert. Der Erkrankte sitzt dabei nicht in der Praxis, sondern daheim am PC oder Laptop, in privater Online-Sprechstunde. Eine Patientin fotografiert eine verdächtige Hautstelle mit ihrem Smartphone und schickt das Bild per Mail für...

Studie bestätigt große Lücken in der Versorgung Sterbender

Wer hilft, wenn Menschen im Sterben liegen? Der Bundestag will diese Woche zwei wichtige Gesetze dazu verabschieden. Ob die Sterbehilfe künftig liberaler gehandhabt wird, ist noch längst nicht ausgemacht. Berlin/Gütersloh (dpa) - Eine aktuelle Studie hat den dringenden Handlungsbedarf der Bundesregierung beim Ausbau der Versorgung sterbenskranker Menschen unterstrichen. Nach der am Montag vorgestellten Analyse der Bertelsmann-Stiftung bestehen große regionale Unterschiede und erhebliche Versorgungslücken. So fehlen in gut einem Viertel aller Kreise Hospize, Palliativstationen oder Anbieter...

Fleischindustrie wehrt sich gegen Krebs-Einstufung der WHO

Fleischkonsum erhöhe die Krebsgefahr, warnt die WHO. Auch Wurst und Schinken seien gefährlich. Doch die Hersteller halten dagegen. Sie fühlen sich zu Unrecht beschuldigt. Lyon/Berlin (dpa) - Die Warnung der Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem Krebsrisiko von Wurst- und Fleischverzehr hat eine heftige Debatte ausgelöst. «Niemand muss Angst haben, wenn er mal eine Bratwurst isst», sagte Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU). Es komme immer auf die Menge an. «Allzu viel ist ungesund.» Sich ausgewogen zu ernähren, sei nie so einfach gewesen wie heute. Die Studie einer...

Problem Pflege-TÜV - Bessere Pflegenoten nicht in Sicht

«Wir brauchen endlich einen Pflege-TÜV, der seinen Namen auch verdient.» Das sagte Gesundheitsminister Gröhe vor mehr als einem Jahr. Doch immer noch steht in den Sternen, wann aussagekräftige Heimbewertungen kommen. Berlin (dpa) - Auch nach langem Ringen um eine Reform des Pflege-TÜV müssen Pflegebedürftige noch weit mehr als ein Jahr auf aussagekräftige Pflegenoten für Heime warten. Vorschläge von offiziell beauftragten Wissenschaftlern zur Messung der Pflegequalität würden voraussichtlich erst im Sommer 2018 vorliegen, sagte Gernot Kiefer vom Vorstand des Spitzenverbands der...

Ersatzkassen-Chef rechnet mit höherem Zusatzbeitrag für Versicherte

Der Zusatzbeitrag für die gesetzlich Krankenversicherten ist im Wahljahr stabil. Doch wie wird er sich danach weiterentwickeln? Das wird unterschiedlich eingeschätzt. Berlin (dpa) - Trotz des Finanzpolsters der gesetzlichen Krankenkassen rechnet der Chef des Ersatzkassenverbands, Uwe Klemens, mit einer möglichen Mehrbelastung für die Versicherten nach dem Bundestagswahljahr. «Ich gehe von einem Zusatzbeitrag von 1,8 bis 2 Prozent in den nächsten drei Jahren aus», sagte Klemens, der auch Verwaltungsratschef des GKV-Spitzenverbands ist, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben ungefähr...