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Die Männerpsyche leidet anders - Pillen-Abhängigkeit oft unbeachtet

Der Mann, das unbekannte Wesen? Tatsächlich tappen Forscher manchmal noch im Dunkeln, wenn es um die Gesundheit von Männern geht. Das liegt auch daran, dass diese relativ selten einen Arzt aufsuchen. Berlin (dpa) - Männer zeigen bei psychischen Erkrankungen oft andere Krankheitsanzeichen als Frauen. Ihre depressiven Symptome würden häufig nicht diagnostiziert und unzureichend behandelt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit. Über psychische Gesundheit berieten Experten am Dienstag beim Männergesundheitskongress...

Laumann fordert Kommunen zum Ausbau der Tagespflege auf

Berlin (dpa) - Die Kommunen in Deutschland müssen nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), mehr für den Ausbau der Tagespflege tun. Nachdem der Bund mit dem Pflegestärkungsgesetz die Leistungen flexibilisiert und erhöht habe, müsse nun gebaut oder umgebaut werden, sagte Laumann der «Nordsee-Zeitung» (Donnerstag). Die Kommunalpolitik sei in der Pflicht, dies mit den Pflegediensten und den Einrichtungen auszuloten. Laumann plädierte dafür, Einrichtungen zur Tagespflege «möglichst nahe an den Menschen» zu schaffen: «So, wie man bei Grundschulen sagt,...

Ministerium macht bei elektronischer Gesundheitskarte Druck

Berlin (dpa) - Nach massiven Verzögerungen will das Bundesgesundheitsministerium bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) den Druck erhöhen. Sollten Industrie, Krankenkassen oder Ärzte erneut blockieren und die Fristen für die einzelnen Entwicklungsstufen nicht einhalten, droht ihnen eine Geldstrafe. Das geht aus einem Referentenentwurf des Ministeriums zur «sicheren digitalen Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen» hervor, der am Dienstag in die Ressortabstimmung ging. Das Gesetz soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Ärzte sollen künftig unter anderem im Notfall...

GKV warnt vor zu schnellem Kassenwechsel - Angebote genau prüfen

Beitragszahler können zum 1. Januar ihre Krankenkasse wechseln, wenn sie den Zusatzbeitrag nicht zahlen wollen. Sie sollten sich aber vorher das Preis-Leistungs-Verhältnis genau anschauen, raten Experten. Berlin (dpa) - Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat Beitragszahler vor einem übereilten Wechsel ihrer Krankenkasse gewarnt. Die Versicherten sollten nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags achten, sondern auch die teilweise unterschiedlichen Leistungen berücksichtigen, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, der Deutschen Presse-Agentur. «Das...

Krankenkassen fahren auch im ersten Quartal hohen Überschuss ein

Berlin (dpa) - Die gute wirtschaftliche Lage beschert den gesetzlichen Krankenkassen auch im ersten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Überschuss. Die Gesetzliche Krankenversicherung erzielte nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag) in den ersten drei Monaten 2017 ein Plus von 620 Millionen Euro. Der Überschuss liege um gut 200 Millionen Euro über dem des Vorjahresquartals. Doch diese Mittel kamen nicht bei allen 113 Krankenkassen im gleichen Maße an. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) konnten der Zeitung zufolge im Jahresvergleich ihren Überschuss von...

Psychotherapeuten: Es fehlen weiterhin Behandlungsplätze

Die Leistungen für psychisch Kranke werden vom kommenden Monat deutlich verbessert. Das könnte zu weiteren Engpässen und Wartezeiten bei den Psychotherapeuten führen. Berlin (dpa) - Psychisch kranke Menschen bekommen vom 1. April an einen wesentlich schnelleren Zugang zu einem Psychotherapeuten. Nach einer neuen Richtlinie können die monatelangen Wartezeiten für ein erstes Gespräch wesentlich verkürzt werden, sagte der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Dietrich Munz, der Deutschen Presse-Agentur. Er kritisierte jedoch, dass es immer noch an ausreichend...

Viele Demenzkranke bekommen potenziell schädliche Psychopharmaka

Sie irren herum, sie rufen, sie verhalten sich aggressiv: Demenzkranke machen Pflegern in Altenheimen viel Arbeit. Sehr viele bekommen Psychopharmaka - obwohl diese Mittel gesundheitliche Risiken bergen. Sollen sie nur ruhiggestellt werden? Berlin (dpa) - Demenzkranke in Pflegeheimen bekommen in Deutschland häufig Psychopharmaka, die ihrer Gesundheit schaden können. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Pflege-Report 2017 hervor. Fast die Hälfte der 500 000 stationär betreuten Demenzpatienten (43 Prozent) erhält demnach sogenannte Neuroleptika, also Mittel, die gegen...

Gröhe: Patienten durch Lieferengpässe nicht gefährdet

Engpässe bei Antibiotika, bei Krebs- oder Narkosemitteln: Die Konzentration der Produktion solcher Arzneimittel im Ausland kann die Versorgung anfällig machen. Berlin (dpa) - Patienten sind nach Worten von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) durch die aktuellen Lieferengpässe bei Arzneimitteln nicht gefährdet. «Es zeichnet sich kein Versorgungsengpass ab», sagte Gröhe der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag). In den allermeisten Fällen stünden Alternativen für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Remifentanil zur Verfügung. «Die deutschen Anästhesisten haben versichert, dass keine...

Mehr Durchfall-Erkrankungen durch falschen Umgang mit Lebensmitteln

Unkenntnis beim Grillen oder Kochen befördert nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung Durchfall-Erkrankungen durch Bakterien. Doch nicht alle Keime sind gleichermaßen betroffen - Salmonellen-Infektionen sind seltener als früher. Berlin (dpa) - Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor einer starken Zunahme von Campylobacter-Bakterien gewarnt. Die Erreger können ansteckende Durchfall-Erkrankungen auslösen, häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch. «Deutschland verzeichnet hier pro Jahr 70 000 bis 75 000 klinische Fälle», sagte BfR-Präsident...

Schon jetzt mehr Masernfälle als im ganzen Jahr 2016

Immer wieder warnen Ärzte: Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die Infektion ist hochansteckend und endet in seltenen Fällen sogar tödlich. Bei den Versuchen, die Krankheit auszurotten, kommt Deutschland dennoch nicht weiter. Berlin (dpa) - In Deutschland haben sich in den ersten Monaten 2017 bereits mehr Menschen mit Masern infiziert als im gesamten vergangenen Jahr. Die Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin gemeldeten Fälle liegt inzwischen bei mehr als 400. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 325 Fälle erfasst. Für die angestrebte Ausrottung der Masern hätte...