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SPD will Arbeitgeber bei Gesundheit wieder stärker zur Kasse bitten

Berlin (dpa) - Angesichts wahrscheinlich steigender Krankenkassenbeiträge pocht die SPD auf eine Rückkehr zur Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. «Paritätische Finanzierung ist ein bewährter und gerechter Grundsatz. Wir sollten wieder dahin zurückkehren», sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung «jetzt, bevor die Beiträge steigen.» Wegen wachsender Kassen-Defizite müssen sich die Versicherten im...

Gemeinsame Pressekonferenz von BKK Dachverband e.V., Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) und Interessenvertretung der Innungskrankenkassen (IKK e.V.)

Der Entwurf des GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) sieht vor, dass die Rücklagen der Krankenkassen erst dann abgeschmolzen werden können, wenn die GKV-Finanzstruktur und der ihr zugrunde liegende Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) reformiert worden ist. Eine Reform müsse vor allem die Grundlage für fairen Wettbewerb unter den Gesetzlichen Krankenkassen schaffen und das GKV-System insgesamt auf eine stabile finanzielle Basis stellen, betonten Ersatzkassen, Betriebs- und Innungskankenkassen auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. Die Verteilung der Gelder aus dem Gesundheitsfonds müsse...

Stress und Burnout weit verbreitet

Berlin (dpa) - Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Stress, Anspannung und fürchten psychische Leiden. Jeder Zweite fühlt sich von Burnout bedroht. Das zeigt eine der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegende Umfrage der pronova BKK. Sechs von zehn Befragten klagen demnach zumindest gelegentlich über typische Burnout-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. Fast neun von zehn Deutschen fühlen sich von ihrer Arbeit gestresst. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer leidet zumindest hin und wieder unter Rückenschmerzen, anhaltender...

Krankenhäuser hatten 2015 mehr als 19 Millionen Patienten

Wiesbaden (dpa) - In deutschen Krankenhäusern wurden im vergangenen Jahr 19,2 Millionen Patienten stationär behandelt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag weiter mitteilte, war das ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent oder 34 800 Behandlungsfälle. Der durchschnittliche Aufenthalt der Patienten in den Krankenhäusern dauerte 7,4 Tage - ähnlich lange wie im Vorjahr. Insgesamt standen in den fast 2000 Krankenhäusern in Deutschland 498 000 Betten zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein leichter Rückgang um 2700 Betten. Die Auslastungsquote betrug durchschnittlich...

Betriebskrankenkassen: Langzeitkranke besser versorgen

Berlin (dpa) - Lange Zeit erkrankte Patienten müssen aus Sicht der Betriebskrankenkassen (BKK) besser versorgt werden. Der BKK-Dachverband erklärte am Mittwoch in Berlin, fast die Hälfte aller Fehltage der Beschäftigten gehe auf das Konto von Langzeiterkrankungen zurück wie Bluthochdruck, Diabetes, Krebs, psychische Störungen sowie Muskel-Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil den Angaben zufolge noch fünf Prozentpunkte niedriger. Ändere sich grundsätzlich nichts bei der Versorgung dieser Patienten, sei zu erwarten, dass bei der alternden Gesellschaft lange...

Neue Rekordreserve der Pflegeversicherung

Berlin (dpa) - Die gesetzliche Pflegeversicherung hat eine neue Rekordreserve angesammelt. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Sonntag bestätigte, betrugen die Rücklagen Ende 2014 rund 6,63 Milliarden Euro. Sie lagen damit fast 500 Millionen Euro höher als ein Jahr zuvor. Zugleich stiegen 2014 aber auch die Ausgaben der Pflegekasse, und zwar um 4,6 Prozent auf insgesamt 24,24 Milliarden Euro. Unter anderem erhöhten sich die Zusatzleistungen für Demenzkranke um 9,3 Prozent. Als erstes hatte die «Bild»-Zeitung (Montag) über die Zahlen berichtet. Ursache für die positive Entwicklung ist die...

STUDIE ZUR KULTURSENSIBILITÄT

Als Folge der Globalisierung werden Menschen mit unterschiedlichen Einwanderungsbiographien einen wachsenden Anteil an der Bevölkerung in Deutschland haben. Die sprachliche und kulturelle Verständigung mit Migrantinnen und Migranten spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung im Krankenhaus. Wir haben mit Reinhard Brücker, Vorstand der VIACTIV Krankenkasse in Bochum, über eine aktuelle Studie zur Kultursensibilität in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen gesprochen.

SOFORT HANDELN UND RETTEN

Jedes Jahr sterben 90.000 Menschen am Herzinfarkt – auch deshalb, weil es zu wenig Menschen gibt, die wissen, wie sie hätten helfen können. Eine Kampagne der BKK VBU zeigt, wie jeder einfaches Notfallwissen anwenden kann: prüfen – rufen – drücken.

Beitrag der Barmer GEK steigt auf 15,7 Prozent

Berlin (dpa) - Der Beitragssatz der Barmer GEK steigt im kommenden Jahr auf 15,7 Prozent. Das beschloss der Verwaltungsrat der zweitgrößten Krankenkasse nach Angaben eines Sprechers am Freitag in Berlin. Derzeit beträgt der Beitragssatz 15,5 Prozent. Die Erhöhung müssen alleine die Versicherten über den Zusatzbeitrag bezahlen. Er steigt von 0,9 auf 1,1 Prozent. Der Anstieg des Beitrags, der aufs Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze fällig wird, schlägt zum Beispiel bei 2500 Euro Einkommen mit 5 Euro im Monat zu Buche. Nach einem Defizit von 397 Millionen Euro im vergangenen Jahr...

Franz Knieps für für „Operation Gesundheitswesen" vom 15. Juli 2013 Titel: „Diskussion um den Morbi-RSA ist immer interessengeleitet"

Mit einer Pressemitteilung kurz nach Amtsantritt meldet Franz Knieps sich Anfang Juli zurück. Der Politprofi arbeitet wieder im GKV-System und schon die erste Herausforderung, aufgetischt durch ein Urteil des Landessozialgerichts, betrifft eine seiner Kernaufgaben: Beim Risikostrukturausgleich den „Ball flach halten“. Als hauptamtlicher Vorstand des BKK Dachverbandes macht er seinen Standpunkte klar.