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Schlaganfall-Patienten suchen oft zu spät Hilfe

Taubheitsgefühl, Sprechstörungen oder Schwindel statt heftigem Schmerz: Ein Schlaganfall bleibt oft zunächst unbemerkt. Für Betroffene kann das fatal sein. Berlin (dpa) - Nach einem Schlaganfall verstreicht nach Einschätzung von Experten bei einem Großteil der Patienten noch zu viel Zeit, bevor sie einen Arzt aufsuchen. «Nur zehn Prozent der Patienten kommt innerhalb einer Stunde in die Klinik», sagte der Neurologe Prof. Darius Nabavi der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai. Dabei seien gerade die ersten Stunden nach einem Hirninfarkt oder einer...

DAK-Studie: Viele pflegende Angehörige fühlen sich überfordert

Berlin (dpa) - Pflege von Angehörigen ist immer noch Frauensache - doch deren Bereitschaft nimmt inzwischen ab. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Pflegereport 2015 der DAK-Gesundheit weiter hervorgeht, nehmen zu 90 Prozent Frauen diese Belastung auf sich. Ein Drittel der pflegenden Frauen sei berufstätig, davon ein Fünftel in Vollzeit. Immerhin steige die Zahl pflegender Männer inzwischen etwas an. Die pflegenden Angehörigen sind eine tragende Säule des deutschen Pflegesystems. Doch diese Säule ist sehr belastet, heißt es in dem Report, der sich dieses Mal auf die Lage der pflegenden...

Protest gegen Klinikreform - Mehr Geld für Pflege am Bett?

Die Krankenhäuser wehren sich gegen vermeintliche Kürzungen durch die Klinikreform von Gröhe. Möglicherweise bekommen sie nun doch mehr Geld - für die Pflege am Krankenbett. Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat für diesen Mittwoch zu bundesweiten Protestaktionen gegen die Krankenhausreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgerufen. Die zentrale Kundgebung ist am Brandenburger Tor in Berlin geplant. Die DKG wehrt sich gegen den beabsichtigten Abbau von Bettenkapazitäten. Sie verlangt von der Regierung, Mittelkürzungen zurückzunehmen. Im Gegenteil müsse...

RKI: Kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Flüchtlinge

Sie stammen aus krisengeschüttelten Ländern, hierzulande müssen sie in beengten Verhältnissen leben: Flüchtlinge sind für Krankheiten anfälliger. Grund zur Panik ist das nicht, betonen Experten. Berlin (dpa) - Gesundheitsexperten vom Robert Koch-Institut (RKI) nehmen den Flüchtlingsandrang in Deutschland relativ gelassen. «Wir sehen im Moment keine Gefahr für die Allgemeinbevölkerung», sagte Infektionsspezialist Andreas Gilsdorf. Das RKI in Berlin ist ein zentrales Forschungsinstitut der Bundesrepublik für Infektionskrankheiten. Die harten Bedingungen einer Flucht machen die Menschen zwar...

Kasse: Arzneimittelmarkt-Reform bringt zu wenig Einsparungen

Die vor vier Jahren eingeführte Preisbremse für Arzneimittel funktioniert laut Techniker Krankenkasse nicht richtig. 2014 sei zu wenig eingespart worden. Die Halbjahreszahlen des Gesundheitsministeriums lassen für 2015 auf Besseres hoffen. Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) dringt auf deutliche höhere Einsparungen bei Arzneimittelverordnungen. Die Arzneimittelmarkt-Reform (AMNOG) habe auch im vierten Jahr ihr Ziel deutlich verfehlt. Geplant seien Einsparungen bei Verordnungen von zwei Milliarden Euro jährlich. 2014 seien gerade einmal 320 Millionen erreicht worden, erklärte der...

Spahn fordert Finanzreform für Altenpflege

Die Gesellschaft wird älter, die Kosten für Pflege steigen. Der Gesundheitsminister will die Finanzierung reformieren - über den richtigen Weg gehen die Meinungen aber auseinander. Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Finanzierung der Altenpflege in Deutschland angesichts steigender Kosten reformieren. «Wenn die Beiträge nicht immer weiter steigen sollen, dann wird man auch über andere Finanzierungsmodelle diskutieren müssen», sagte Spahn der «Bild»-Zeitung (Donnerstag). Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge wird der Beitragssatz ...

Ärzte-Kritik an Spahns Terminservicegesetz

Ärzte sollen mehr Sprechzeiten anbieten, damit Kassenpatienten schneller einen Termin bekommen. Unter anderem damit will Gesundheitsminister Spahn eine bessere Versorgung erreichen. Ob das klappt? Aus Sicht der Bundesärztekammer ist es der falsche Weg. Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seinen Gesetzentwurf für schnellere Arzttermine als konkreten Schritt zur besseren Versorgung von Kassenpatienten verteidigt. Zusammen mit den Ärzten wolle er für im Alltag spürbare Verbesserungen für Patienten sorgen, sagte Spahn am Donnerstag im Bundestag bei der ersten...

Studie: Kein erhöhtes Krebsrisiko nach künstlicher Befruchtung

Kinderkriegen klappt nicht immer auf natürlichem Weg. Manchmal hilft eine künstliche Befruchtung. Steigert dieses Vorgehen das Krebsrisiko? Amsterdam/Münster (dpa) - Eine künstliche Befruchtung erhöht einer Studie zufolge beim Nachwuchs nicht das Krebsrisiko - zumindest bis zum frühen Erwachsenenalter. Das berichten niederländische Forscher im Fachblatt «Human Reproduction». Die umfangreiche Untersuchung widerspricht damit Resultaten früherer Studien. Ludwig Kiesel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Münster, hält die Studie für...

BKK Innovationsfondsprojekt „Entlassmanagement“ (EMSE) soll Versorgungslücken zwischen stationärer und ambulanter Behandlung schließen

Seite 1 von 2 Berlin, 8. Dezember 2016 Gemeinsame Pressemitteilung BKK Innovationsfondsprojekt „Entlassmanagement“ (EMSE) soll Versorgungslücken zwischen stationärer und ambulanter Behandlung schließen Die Versorgungslücken nach einem Krankenhausaufenthalt und der ambulanten Weiterbehandlung sollen durch ein neues Gemeinschaftsprojekt durch Versorgungsforschung EMSE*, vor allem bei schweren Erkrankungen, geschlossen werden. Vorhandene medizinische Daten aus dem Aufnahmebericht und dem Behandlungsverlauf sollen allen medizinischen und nichtmedizinischen...

Bundesweiter Betrugsring: 230 Pflegedienste unter Verdacht

Die Schäden zu Lasten der Sozialkassen sind enorm: 230 Pflegedienste - viele unter der Führung von russischsprachigen Deutschen - stehen im Verdacht, bei der Abrechnung systematisch betrogen zu haben. Düsseldorf (dpa) - Bundesweit stehen 230 ambulante Pflegedienste unter Verdacht, mit betrügerischen Abrechnungen den Sozialkassen gigantische Schäden verursacht zu haben. Ermittelt wird gegen fast 300 Verdächtige. «Unsere Beschuldigten sind russischsprachige Deutsche», sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es handele sich um eine organisierte Form» des...