SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Krankenkassen: Ein Drittel der neuen Arzneien ohne Zusatznutzen

Berlin (dpa) - Jedes dritte neue Medikament bringt nach Einschätzung der gesetzlichen Krankenkassen keinen zusätzlichen Nutzen für Patienten. Die sechs Jahre alte Arzneimittelmarktreform sollte daher überarbeitet werden.Krankenkassen und Pharmahersteller haben laut Funke Mediengruppe (Mittwoch) seit 2012 für 129 Medikamente Preisverhandlungen geführt, wobei nur 44 dieser Präparate einen klar nachweisbaren zusätzlichen Nutzen hatten. Ein weiteres Drittel oder 41 Präparate hatte überhaupt keinen Vorteil im Vergleich zu bekannten Therapien, das restliche Drittel nur für einen Teil der Patienten....

BKK Innovationsfondsprojekt „Entlassmanagement“ (EMSE) soll Versorgungslücken zwischen stationärer und ambulanter Behandlung schließen

Die Versorgungslücken nach einem Krankenhausaufenthalt und der ambulanten Weiterbehandlung sollen durch ein neues Gemeinschaftsprojekt durch Versorgungsforschung EMSE*, vor allem bei schweren Erkrankungen, geschlossen werden. Vorhandene medizinische Daten aus dem Aufnahmebericht und dem Behandlungsverlauf sollen allen medizinischen und nichtmedizinischen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Grundsätzliche Idee ist ein Vorhersagemodell, das auf Patienteninformationen und Routinedaten der Krankenkassen zurückgreift. So kann der poststationäre Behandlungsbedarf nach einem...

Wissenschaftler empfehlen "Steine statt Brot" - Betriebskrankenkassen enttäuscht über Gutachten zur Fortentwicklung des Risikostrukturausgleichs

BKK Dachverband e.V. Mauerstraße 85 10117 Berlin Christine Richter Pressesprecherin TEL (030) 2700406-301 FAX (030) 2700406-222 E-Mail: christine.richter@bkk-dv.de www.bkk-dachverband.de Berlin, 19. Oktober 2017 Wissenschaftler empfehlen "Steine statt Brot" - Betriebskrankenkassen enttäuscht über Gutachten zur Fortentwicklung des Risikostrukturausgleichs Die Betriebskrankenkassen (BKK) sind enttäuscht über die heute veröffentlichten Empfeh- lungen des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesversicherungsamt zur Weiterentwicklung des morbiditätsorientierten...

Kassen: Regierung schafft keine nachhaltige Krankenhausreform

Die Krankenhausreform von Hermann Gröhe soll die Qualität in Kliniken verbessern und teure Überkapazitäten abbauen. Die Krankenkassen haben Zweifel an der Durchschlagskraft der Reform. Sie müssen eher noch mehr Geld in die Hand nehmen. Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgeworfen, die Chance für eine langfristig tragende Krankenhausstrukturreform vertan zu haben. Der stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Die deutschen Krankenhausstrukturen...

Niedrige Masern-Impfquote im Osten stellt Forscher vor Rätsel

Beim Impfen gelten die Ostdeutschen aufgeschlossener als ihre Landsleute im Westen. Eine Untersuchung zu Masernimpfungen bei Kleinkindern zeigt jetzt das Gegenteil. Berlin (dpa) - In Deutschland sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zu wenige Kleinkinder gegen Masern geimpft. Dabei sieht es in Ostdeutschland noch schlechter aus als im Westen. «Den West-Ost-Unterschied bei den Masern können wir noch nicht erklären, das muss weiter untersucht werden», sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Montag in Berlin. In Ostdeutschland sind die Impfquoten gewöhnlich immer noch höher als im...

Ärzte: Männer verarbeiten schwere Krankheiten anders als Frauen

Frauen ticken anders, Männer erst recht. Ärzte informieren sich am Wochenende bei einem Kongress in Nürnberg über die Geschlechterforschung in der Medizin. Etliche Unterschiede können Auswirkungen auf den Verlauf einer Krankheit haben. Nürnberg (dpa) - Besonders bei schweren Krankheiten müssen Ärzte das Geschlecht der Patienten nach Ansicht von Experten stärker berücksichtigen. Darauf haben Ärzte im Vorfeld eines Kongresses zur Geschlechterforschung in der Medizin am Samstag in Nürnberg hingewiesen. So würden Männer ihre Gefühle weniger deutlich wahrnehmen und weniger kommunizieren als...

Systeminnovationen für eine bessere Gesundheit

Vom 7. bis zum 10. Oktober wird es beim 14. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DNVF) vor allem um den geplanten Innovationsfonds gehen. Forschung und Evaluation innovativer Versorgungskonzepte sollen die Versorgungspraxis unterstützen. Ziel ist dabei: Flächendeckende, leitliniengerechte und evidenzbasierte Versorgung für rund 70 Millionen gesetzlich Versicherter. In seinem Grußwort für den Kongress erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Brücken statt Mauern bauen – mit dieser Zielsetzung haben wir im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes die Rahmenbedingungen für...

Studie: Herzmedikamente mit Digitalis steigern Sterblichkeit

Herzmedikamente aus der Fingerhut-Pflanze gehören zu den ältesten Arzneien überhaupt. Über die Risiken wird schon länger diskutiert. Jetzt erhärtet eine Studie den Verdacht auf Gefahren. Patienten sollten aber solche Arzneien nicht eigenmächtig absetzen. Frankfurt/Main (dpa) - Gängige Herzmedikamente aus der Fingerhut-Pflanze bergen anscheinend größere Gefahren als bislang bekannt. Eine Metastudie zum Wirkstoff Digitalis deutet darauf hin, dass Arzneien mit dem Inhaltsstoff die Sterblichkeit von Patienten mit Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz im Vergleich zu anderen Mitteln um...

Skandal um Brustimplantate mit Billigsilikon: BGH prüft erstmals

Karlsruhe (dpa) - Fünf Jahre nach dem Skandal um mangelhafte Brustimplantate mit Billigsilikon verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag erstmals über die Klage einer Frau. Die Betroffene will Schmerzensgeld vom TÜV Rheinland. Ein BGH-Grundsatzurteil könnte Signalwirkung für andere Fälle haben. GEKLAGT HAT... ... eine Betroffene aus der Vorderpfalz. Ihr waren 2008 nach einer Operation zur Krebsvorsorge in beiden Brüsten Implantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) eingesetzt worden. Zur BGH-Verhandlung nach Karlsruhe will sie nach Angaben ihres Anwalts selbst...

Medizin-Apps auf dem Prüfstand: Experten sehen auch Risiken

Puls oder Kalorienverbrauch messen mit dem Smartphone, Migräne-Tagebuch führen via Tablet - das kann hilfreich sein für einen Patienten. Aber bei Diagnose und Therapie allein auf eine App vertrauen? Experten sehen dabei große Risiken. Bonn (dpa) - Mit der rasanten Zunahme von Gesundheits- und Medizin-Apps für Smartphones und Tablets rücken neben den Vorteilen auch die Risiken stärker in den Fokus. Es bestehe die Gefahr von Fehldiagnosen - besonders, wenn Verbraucher die Programme zur Diagnostik und Therapie-Einschätzung nutzten. Das sagte der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und...