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Hintze: Ethikrat stärkt Ärzte-Gewissensfreiheit bei Suizidhilfe

Berlin (dpa) - Die jüngste Stellungnahme des Ethikrates zur ärztlichen Hilfe zur Selbsttötung stärkt nach Ansicht einer Gruppe von Koalitionsabgeordneten die Gewissensfreiheit der Mediziner. Bundestagsvizepräsident Peter Hintze sowie SPD-Fraktionsvize Carola Reimann, die diese Gruppe vertreten, sagten am Freitag der Deutschen Presse-Agentur: «In für sie ausweglosen Situationen müssen todkranke Menschen das Recht haben, den Arzt um Suizidassistenz zu bitten. Es bleibt die freie Gewissensentscheidung des Arztes, ob er diesem Wunsch folgen will.» Damit werde der Ethikrat dem breiten...

Pro Generika: Preisdruck kann zu Arzneimittelengpässen führen

Berlin (dpa) - Der Preisdruck ist nach Darstellung des Pharma-Verbandes Pro Generika eine wesentliche Ursache für Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Verbandschef Wolfgang Späth kritisierte am Dienstag in Berlin, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) setze bei der Arzneimittelversorgung immer mehr auf Nachahmerprodukte (Generika), wolle dafür aber immer weniger Geld aufwenden. Dies führe dazu, dass sich Hersteller aus bestimmten Wirkstoffmärkten zurückziehen müssten, beklagte Späth. Zudem werde in Deutschland durch die Rabattverträge die Planbarkeit einer bedarfsgerechten Produktion...

Sozialverband: Strukturreform der Ärzte-Versorgung mangelhaft

Berlin (dpa) - Die geplante Strukturreform der Bundesregierung zur medizinischen Versorgung in Deutschland weist nach Ansicht des Sozialverbands VdK deutliche Mängel auf. «Das erklärte Ziel der Bundesregierung, eine bedarfsgerechte, flächendeckende und gut erreichbare medizinische Versorgung der Patienten auf hohem Niveau sicherzustellen, wird durch die geplanten Maßnahmen leider nicht erreicht», erklärt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Der Bundestag berät am Mittwoch (gegen 15.00 Uhr) abschließend das sogenannte Versorgungsstärkungsgesetz der großen Koalition. Die von den Kassenärztlichen...

Schwesig: künstliche Befruchtung auch für Unverheiratete

Berlin (dpa) - Gesetzliche Krankenkassen sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) auch bei Unverheirateten Kosten für eine künstliche Befruchtungen übernehmen. «Es ist nicht mehr zeitgemäß, diese Paare anders zu behandeln als Verheiratete», sagt sie dem Magazin «Spiegel». Man könne nicht einerseits beklagen, dass so wenige Kinder geboren würden, und andererseits Versuche mit künstlicher Befruchtung an Geld scheitern lassen, argumentierte Schwesig. Sie will außerdem erreichen, dass die Kassen künstliche Befruchtungen wieder voll finanzieren. Das...

«Welt»: Streit über Kinderwunschbehandlungen für Unverheiratete

Berlin (dpa) - Bei einer künstlichen Befruchtung sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auch unverheiratete Paare finanziell unterstützt werden. Beim Koalitionspartner Union stößt die SPD-Politikerin mit dem Vorhaben, eine entsprechende Richtlinie zu verändern, auf Widerstand. «Ich finde es ungerecht, dass Paare, die sich Kinder wünschen, für eine notwendige medizinische Behandlung selbst bezahlen müssen», sagte Schwesig der «Welt» (Donnerstag). Deshalb wolle sie staatliche Fördermöglichkeiten auch für unverheiratete Paare öffnen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion...

Ärzte wollen Patienten künftig komplette Krankenakte offenlegen

Frankfurt/Main (dpa) - Ärzte in Deutschland wollen künftig ihren Patienten auf Verlangen Einsicht in deren komplette Krankenakte geben. Der Deutsche Ärztetag beschloss nach Angaben der Bundesärztekammer am Donnerstag in Frankfurt eine entsprechende Änderung der Berufsordnung. Bislang konnten Mediziner ihren Patienten diejenigen Teile der Akte vorenthalten, in denen sie ihre subjektiven Eindrücke notiert hatten. Mit der Novellierung setzt der Deutsche Ärztetag den 2013 geänderten Paragraf 630g des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) um. Dieser schreibt unter anderem vor, dass Patienten auf deren...

Revision gegen Freispruch im Organspende-Prozess eingelegt

Göttingen (dpa) - Gegen den Freispruch im Göttinger Organspende-Prozess hat die Staatsanwaltschaft wie angekündigt Revision eingelegt. Diese richte sich dagegen, dass das Gericht nicht den Straftatbestand des versuchten Totschlags angewendet habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Das Landgericht Göttingen hatte den Ex-Leiter der Transplantationsmedizin am Mittwoch vom Vorwurf des versuchten Totschlags in elf Fällen freigesprochen. Es bescheinigte dem Chirurgen zwar verwerfliche Manipulationen von Daten, mit denen er eine schnellere Zuteilung von Organen für seine Patienten bewirkt...

Laumann fordert Kommunen zum Ausbau der Tagespflege auf

Berlin (dpa) - Die Kommunen in Deutschland müssen nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), mehr für den Ausbau der Tagespflege tun. Nachdem der Bund mit dem Pflegestärkungsgesetz die Leistungen flexibilisiert und erhöht habe, müsse nun gebaut oder umgebaut werden, sagte Laumann der «Nordsee-Zeitung» (Donnerstag). Die Kommunalpolitik sei in der Pflicht, dies mit den Pflegediensten und den Einrichtungen auszuloten. Laumann plädierte dafür, Einrichtungen zur Tagespflege «möglichst nahe an den Menschen» zu schaffen: «So, wie man bei Grundschulen sagt,...

Scharfe Ärzte-Kritik an Vergabe der künftigen Patientenberatung

Die unabhängige Patientenberatung vertritt Versicherte bei Beschwerden - gegen Kassen wie Ärzte. Jetzt soll die Beratung neu vergeben werden. Die Ärzte fürchten um die Unabhängigkeit. Berlin (dpa) - Die Bundesärztekammer hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, sich in die umstrittene Auftragsvergabe für die Unabhängige Patientenberatung einzuschalten. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) würden derzeit versuchen, sich die Beratungsstelle «unter den Nagel zu reißen», sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, der «Bild» (Mittwoch)....

Selfies mit Patienten in der Notaufnahme - Klinikum feuert Pfleger

Aachen (dpa) - Nach Selfies mit Patienten in der Notaufnahme hat das Universitätsklinikum Aachen fünf Pflegekräften gekündigt. Die Beschäftigten hätten mindestens zwei Selbstporträts mit Patienten und eine Videosequenz aufgenommen, teilte ein Sprecher der Uniklinik RWTH Aachen am Dienstag mit. Er machte aber keine Angaben dazu, ob die Menschen bei Bewusstsein waren. «Das ist eine absolute Grenzüberschreitung. Man posiert nicht mit Schutzbefohlenen», sagte der Sprecher des Universitätsklinikums, Mathias Brandstädter. Nach Informationen von «Aachener Nachrichten» und «Aachener Zeitung» sollen...