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Kassen pochen auf mehr Hilfe für Millionen pflegende Angehörige

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung muss aus Sicht des AOK-Bundesverbands die Millionen Angehörigen von Pflegebedürftigen viel besser unterstützen. Deren gesellschaftliche Wertschöpfung belaufe sich zurückhaltend gerechnet auf rund 29 Milliarden Euro pro Jahr, sagte der Verbandsvorsitzende Jürgen Graalmann am Donnerstag in Berlin. Sie erbrächten damit die größte Pflegeleistung in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt wurden Ende 2013 mehr als zwei Drittel der 2,63 Millionen pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt. Um 1,25 Millionen Pflegebedürftige kümmerten sich ausschließlich...

Gröhe: Falscher Antibiotika-Einsatz fördert gefährliche Keime

Antibiotika brachten großen Erfolg im Kampf gegen Bakterien. Doch falsche Nutzung bei Mensch und Tier nahm ihnen nach und nach die Wirkung. Die Bundesregierung will nun gegensteuern. Berlin (dpa) - Die Bundesregierung geht verschärft gegen den Missbrauch von Antibiotika und die Ausbreitung gefährlicher Keime vor - national und international. Falscher und zu häufiger Einsatz von Antibiotika in Medizin und Tierhaltung erhöhe die Widerstandsfähigkeit der Krankheitserreger und nehme dem Medikament die Wirkung, sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Mittwoch in Berlin. Zuvor hatte das...

Bayer baut auf gut gefüllte Pharma-Pipeline

Köln (dpa) - Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer setzt große Hoffnungen auf seine gut gefüllte Entwicklungspipeline mit neuen Medikamenten. Konzernchef Marijn Dekkers sagte am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Köln, Bayer hoffe bereits im kommenden Jahr die erste Zulassung für ein weiteres, neues Krebsmedikament beantragen zu können, das bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, sogenannte Non-Hodgkin-Lymphome (NHL), bekämpfen soll. «Es wäre ein wichtiger Fortschritt in der Krebsbehandlung», sagte Dekkers. NHL sei weltweit die zehnthäufigste Krebserkrankung und für...

Mehr Risikogebiete für Hirnentzündung durch Zecken

Berlin (dpa) - In Deutschland ist die Zahl der Risikogebiete für die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME gestiegen. Insgesamt 145 Kreise zählen mittlerweile dazu, drei mehr als 2014, meldet das Robert Koch-Institut (Berlin) in seinem Epidemiologischen Bulletin. In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen die Gefahr, sich durch einen Zeckenstich mit dem Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis anzustecken. Für 2015 sind zwei weitere Kreise in Bayern (SK Hof, LK Ostallgäu) und einer in Thüringen (LK Greiz)...

Richter entscheiden: Geld für künstliche Befruchtung auch ohne Ehe?

Wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappt, können oft Ärzte helfen. Doch das ist teuer, Zuschüsse gibt es nur für Ehepaare. Eine Krankenkasse will auch Ledige unterstützen und zieht vor Gericht. Dort geht es nun um Grundsatzfragen. Kassel (dpa) - Die Liebe war da und der Wunsch nach einem Kind auch.Doch der erfüllte sich nicht auf Anhieb, eine heute 41-Jährige und ihr Partner benötigten die Hilfe von Medizinern. Und wie sich herausstellte, besser auch einen Trauschein. Denn ohne gibt es für die teuren künstlichen Befruchtungen kein Geld von den gesetzlichen Krankenkassen. «Ich finde, alle...

Die Lehre aus dem Skandal - Organvergabe transparenter denn je

Der Prozess um den Organspende-Skandal von Göttingen geht zu Ende. Schon vor dem Urteil in dem Verfahren gegen einen Transplantationsmediziner steht fest: Manipulationen, wie sie dem Angeklagten vorgeworfen werden, sind heute kaum noch möglich. Göttingen (dpa) - Der Skandal um manipulierte Patientendaten an der Uniklinik Göttingen erschütterte das Vertrauen in die Organspende. Politik und Ärzteschaft waren gleichermaßen entsetzt, als im Sommer 2012 bekanntwurde, dass ein Leberchirurg seine Patienten auf dem Papier kranker gemacht haben soll, als sie waren, um schneller an Spenderorgane zu...

Das Smartphone als Helfer für Manisch-Depressive

Übertrieben euphorisch, zutiefst betrübt - Patienten, die an einer bipolaren Störung erkrankt sind, schwanken zwischen Extremen. Mit moderner Technik will die Dresdner Uniklinik Betroffenen helfen. Dresden (dpa) - Abends nimmt Mia ihr Smartphone zur Hand, es ist ein Ritual. Doch sie will keine Nachricht schreiben oder Freunde anrufen, sie will festhalten, wie sie geschlafen hat, welche Medikamente sie genommen hat und wie sie sich fühlt. «Und wenn ich es vergesse, werde ich daran erinnert», erzählt die 57-Jährige, die ihren richtigen Namen nicht nennen will. Auf ihrem Telefon blinkt dann ein...

Facharzttermine binnen vier Wochen? In Sachsen schon möglich

Lange Wartezeiten auf Facharzttermine sind in Deutschland keine Seltenheit. Anders in Sachsen. Dort sollen Kassenpatienten maximal vier Wochen auf den Arztbesuch warten. Bald soll es das auch bundesweit geben. Dresden (dpa) - «Vor Mitte/Ende August wird das sicher nichts.» Die Frage nach einem Termin beim Facharzt kann für Kassenpatienten in Deutschland zur Geduldsprobe werden, obwohl die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) eigentlich gesetzlich zur Sicherstellung einer angemessenen und zeitnahen fachärztlichen Versorgung verpflichtet sind. In Sachsen geht man neue Wege: Ende 2014 richtete...

Arzt trotz Manipulationen im Organspende-Prozess freigesprochen

Die Göttinger Transplantations-Affäre erschütterte das Vertrauen in die Vergabe von Spenderorganen. Der angeklagte Arzt wurde am Mittwoch freigesprochen. Die Richter bescheinigten ihm dennoch verwerfliches Handeln. Göttingen (dpa) - Obwohl er durch Manipulationen in das Verfahren zur Vergabe von Spender-Organen eingegriffen hat, wurde der im Transplantations-Prozess angeklagte Arzt freigesprochen. Das Verhalten des Mediziners sei zwar «verwerflich» und zu missbilligen, aber nicht strafbar, urteilte das Landgericht Göttingen am Mittwoch. Der frühere Leiter der Göttinger...

Neues Jahr, neue Regeln: Auf die Bundesbürger kommen 2015 einige Umstellungen zu

Berlin (dpa) - Zum Jahreswechsel treten am 1. Januar 2015 mehrere Gesetzesänderungen in Kraft - etwa für Arbeitnehmer und Patienten. MINDESTLOHN: Der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde greift. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das 1473 Euro brutto im Monat. Profitieren sollen rund 3,7 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Um Langzeitarbeitslosen den Job-Einstieg zu erleichtern, kann bei ihnen in den ersten sechs Monaten vom Mindestlohn abgewichen werden. Für Unter-18-Jährige ohne Berufsabschluss, Auszubildende und Menschen mit Pflichtpraktika oder...