SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Unnötige Geheimniskrämerei um Auswirkungen des Morbi-RSA und Reformvorschläge. Daher: Transparenz zum Morbi-RSA endlich erhöhen!

Über den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) werden jährlich mehr als 200 Mrd. Euro an die gesetzlichen Krankenkassen zur Finanzierung der Leistungsausgaben verteilt. Das ist erheblich mehr als der Länderfinanzausgleich im gleichen Zeitraum zwischen den Bundesländern umverteilt. Ziel des Morbi-RSA ist es, eine Rosinenpickerei (Risikoselektion) bei den Versicherten zu verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen herzustellen. Ob der Morbi-RSA diesen Zielen allerdings gerecht wird, kann kaum einer sagen. Im vergangenen Jahr hat...

Einfallstore für eine Beeinflussung des Morbi-RSA bestehen weiterhin. Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen nicht aus. Daher: Manipulationsanfälligkeit des Morbi-RSA weiter reduzieren

Die Qualität der ärztlich dokumentierten Morbidität, also der Diagnosen eines Versicherten, ist im Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) von zentraler Bedeutung: So erhält eine Krankenkasse für die ambulante ärztliche Versorgung nur dann eine Zuweisung, wenn eine Krankheit in mindestens zwei Quartalen eines Jahres diagnostiziert und entsprechend kodiert wurde. Zudem ist die Höhe der Zuweisung abhängig vom festgestellten und kodierten Schweregrad einer Erkrankung. Geld gibt es auch nur für Diagnosen, die der Arzt als „gesichert“ ansieht, nicht für Verdachtsfälle. In...

Es muss beim Morbi-RSA um möglichst gute Versorgung gehen – daher: überflüssiges Kriterium „Erwerbsminderungsrentner“ streichen und somit Morbi RSA vereinfachen

Wie: redundantes, rein statistisches Hilfskriterium „Erwerbsminderungsrentner“ (EMG) streichen Warum: Das statistische Merkmal „Erwerbsminderungsrentner“ stammt noch aus dem RSA ab 2002. Dort hatte es als Hilfskonstrukt für einen indirekten Morbiditätsparameter seine Berechtigung Im heutigen, weiterentwickelten Morbi-RSA mit direktem Morbiditätsbezug ist es überflüssig, denn die dort berücksichtigten, vielen Diagnosen decken auch Erkrankungen der erwerbsgeminderten Versicherten ab. Das Festhalten am Hilfskonstrukt führt zu ungerechten Verzerrungen: Für...

Der Morbi-RSA muss sicherstellen, dass Kassen nicht insolvent werden, weil ihre Versicherten innovative Arzneimittel oder teure Therapien benötigen. Daher: Einführung eines Risikopools.

Seitdem neue Arzneimittel wie Sovaldi® für die Behandlung von Hepatitis-C-Patienten eingesetzt werden können, haben diese Patienten erstmalig eine Chance auf Heilung ihrer Erkrankung. Davor mussten sie jahrelanger therapiert werden, ohne vollständig zu gesunden, und mit einem hohen Risiko leben, an Leberkrebs zu erkranken. Also eigentlich eine Erfolgsgeschichte mit gutem Ausgang für den betroffenen Patienten. Für die Krankenkasse, die diesen Patienten versichert, besteht jedoch leider ein nicht unerheblicher Wehrmutstropfen: Die Kosten für teure Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis-C...

Die Schere geht nicht zusammen - Wir brauchen jetzt eine Reform des Morbi-RSA!

Noch kann keine Entwarnung gegeben werden: Der derzeitige Verteilmechanismus des Gesundheitsfonds – der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) – führt weiter dazu, dass nicht jede Krankenkasse die Ausgaben für ihre Versicherten mit den Zuweisungen decken kann. Bleibt es dabei, profitieren weiter vor allem die Ortskrankenkassen. Dagegen fallen die Deckungsbeiträge der Betriebs-, Innungs- und Ersatzkrankenkassen immer mehr zurück. Dies zeigt eine Fortschreibung bis ins Jahr 2021 nach Berechnungen des BKK Dachverbandes (siehe Grafik). Das Bundesversicherungsamt (BVA)...

Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. vom 18. April 2019 zum Referentenentwurf eines Gesetzes für eine faire Kassenwahl in der gesetzlichen Krankenversicherung (Faire-Kassenwahl-Gesetz – GKV-FKG)

Die Betriebskrankenkassen begrüßen das mit dem Referentenentwurf adressierte Ziel einer stärkeren wettbewerblichen Ausrichtung der gesetzlichen Krankversicherung. Notwendige Bedingung eines fairen Wettbewerbs um die beste Versorgung ist dabei ein einheitliches Aufsichtshandeln zur Auslegung für alle Krankenkassen gleichlautend bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen. Gerade angesichts enger wettbewerblicher Spielräume führt ein nicht einheitliches Aufsichtshandeln zu enormen Wettbewerbsverzerrungen. Dies gerade auch vor dem Hintergrund, dass auch die geöffneten, unter Bundesaufsicht...

Wir kämpfen gemeinsam für die gute Versorgung unserer Versicherten!

42,3 Millionen Menschen oder 60,4 Prozent aller in einer gesetzlichen Krankenkasse Versicherten sind derzeit bei einer Betriebs-, Ersatz- oder Innungskrankenkasse versichert. Um Patienten auch in Zukunft gut versorgen zu können, kämpfen die drei Kassenarten gemeinsam für eine Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA). Welche Auswege es aus dem aus ihrer Sicht ungerechten Verteilmechanismus des Gesundheitsfonds gibt, erläutern die Krankenkassen diesen Donnerstag auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. Der Morbi-RSA wurde ursprünglich entwickelt, um die...

Nein zum Vollmodell!

Vollmodell führt zu mehr Bürokratie Mit der Einführung des Morbi-RSA wurde die politische Entscheidung getroffen, dass die Krankenkassen nur für die Diagnosen, die den 50-80 kostenintensivsten, chronischen Erkrankungen zuzuordnen sind, Zuweisungen über den Morbi-RSA erhalten sollen. Welches genau die relevanten Krankheiten sind, bestimmt das Bundesversicherungsamt (BVA) über die sog. Krankheitsauswahl in der Regel jeweils im Vorjahr eines Ausgleichsjahres. Das entscheidende Kriterium dabei ist die Kostenintensität einer Krankheit. Derzeit werden unter dieser Prämisse die Krankheiten...

Wettbewerbsverzerrungen als Folge nicht beeinflussbarer Faktoren reduzieren. Daher: Ausgleich auch für Faktoren verbessern, die eine Krankenkasse nicht beeinflussen kann

Der Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) soll faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Krankenkassen herstellen und eine Rosinenpickerei bei der Auswahl der Versicherten vermeiden. Reichen die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, um die Versorgung der Versicherten zu finanzieren, muss die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben. In einem fair ausgestalteten Ausgleich sollten die Voraussetzungen, ob und in welcher Höhe eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben muss, für alle gleich sein. Das ist derzeit jedoch nicht der Fall! So gibt es nach wie vor...