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Innungskrankenkassen: Finanzausgleich untergräbt Präventionsanreize

Berlin (dpa) - Krankenkassen werden nach Ansicht des Verbandes der Innungskrankenkassen (IKK) systematisch finanziell bestraft, wenn sie in Prävention investieren. Einen wesentlichen Grund dafür sehen die handwerks- und mittelstandsnahen gesetzlichen Krankenkassen im in ihren Augen ungerechten Finanzausgleich zwischen den einzelnen Anbietern. Das machte der Vorstandsvorsitzende des IKK-Verbandes, Hans Peter Wollseifer, am Dienstag in Berlin deutlich. Der sogenannte Risikostrukturausgleich (RSA), der Geld aus dem Gesundheitsfonds nach der Schwere der erkrankten Versicherten einer Kasse zuweist,...

Zahl des Monats Juni - 512.171: Bereinigung von „Karteileichen“ dringend notwendig

BKK Dachverband e.V. Mauerstraße 85 10117 Berlin www.bkk-dv.de Andrea Röder Stellv. Pressesprecherin Tel.: (030) 2700406-302 E-Mail: andrea.roeder@bkk-dv.de Berlin, 01. Juni 2018 Zahl des Monats Juni - 512.171: Bereinigung von „Karteileichen“ dringend notwendig „Die im GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) geplanten rückwirkenden Be- reinigungen von unbegründeten Versicherungsverhältnissen sind notwendig. Wir ge- hen davon aus, dass mit der Bereinigung der „Karteileichen“ auch die über die Jahre aufgelaufenen Beitragsschulden deutlich sinken werden. Daher...

Versorgungsstärkungsgesetz: Mehr Ärzte aufs Land

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will mit seinem «Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung» (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) die Verteilung der Ärzte in Deutschland zu verändern. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden - zum Ärger der niedergelassenen Ärzte. Zentrale Punkte: - Durch stärker Anreize, unter anderem bei der Vergütung, sollen Ärzte für eine Niederlassung in unterversorgten oder strukturschwachen Gebieten gewonnen werden. - Kommunen können durch erleichterte...

Gröhe: Kein Anlass für «Alarmismus» bei Zusatzbeiträgen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat erneut vor «Panikmache» bei den Krankenkassenbeiträgen gewarnt. Im Rahmen der Haushaltsberatungen im Bundestag sprach er am Donnerstag von falschen Zahlen über steigende Zusatzbeiträge und versicherte, für derartigen «Alarmismus» gebe es keinen Anlass. «Wir halten die Lohnzusatzkosten in Schach», sagte Gröhe und verwies darauf, dass die gesetzlichen Kassen im ersten Halbjahr einen Überschuss von 600 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Vor einigen Wochen hatten Schätzungen für Unruhe gesorgt, wonach der durchschnittliche...

Kassenärzte verlangen mehr Geld für mehr Psychotherapieangebote

Berlin (dpa) - Die Kassenärzte haben den Krankenkassen vorgeworfen, die Ausweitung der Angebote für psychisch kranke Menschen nicht angemessen zu honorieren. Es handle sich um echte Verbesserungen für die Patienten. «Doch die Krankenkassen haben die Interessen ihrer eigenen Versicherten torpediert. Sie weigern sich, den Mehraufwand für die Psychotherapeuten adäquat zu finanzieren», kritisierte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Donnerstag in Berlin. «Die Krankenkassen leisten damit den Versicherten einen Bärendienst.» Von diesem...

Betriebskrankenkassen begrüßen Sondergutachten der Monopolkommission – Wettbewerb in der Krankenversicherung mit groben Mängeln

In ihrem heutigen 75. Sondergutachten „Stand und Perspektiven im deutschen Krankenversicherungssystem" weist die Monopolkommission auf viele ungenutzte wettbewerbliche Potenziale hin. Würden diese gehoben, könnte das Krankenversicherungssystem seine Zukunftsfähigkeit erheblich verbessern. „Die Betriebskrankenkassen sehen sich in ihrer Kritik an Wettbewerbsverzerrungen im deutschen Krankenversicherungssystem durch das heute veröffentlichte Gutachten der Monopolkommission bestätigt“, erklärte Franz Knieps, Vorstand BKK Dachverband, heute in Berlin. „Der Gesetzgeber muss ran und endlich faire...

Kassenärzte: 3000 Facharzt-Terminvermittlungen in drei Wochen

Berlin (dpa) - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat erneut die Notwendigkeit der Terminvergabestellen für Kassenpatienten in Zweifel gezogen. KBV-Chef Andreas Gassen sagte am Montag in Berlin, in den ersten drei Wochen hätten 3000 gesetzlich Versicherte das Angebot wahrgenommen, sich von den Terminservicestellen der regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen einen Termin beim Facharzt vermitteln zu lassen. Das seien 1000 Vermittlungen in der Woche - eine verschwindend geringe Zahl bei 580 Millionen ambulanten Behandlungsfällen im Jahr. Seit 25. Januar können sich gesetzlich...

Verbesserungen für den Patienten bei Heil- und Hilfsmitteln

Berlin (dpa) - Grundsätzlich lässt sich sagen: Heilmittel unterstützen die Heilung - etwa eine Sprechtherapie nach einem Schlaganfall oder Krankengymnastik nach einem Unfall. Hilfsmittel dagegen helfen ein gesundheitliches Defizit auszugleichen, ohne es tatsächlich zu lindern, also Windeln bei Blasenschwäche oder ein Rollstuhl bei Lähmungen. Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen oder Behandlungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden. Arzneimittel sind also in diesem Sinne keine Heilmittel. Für Heil- wie Hilfsmittel gibt...

Zahl des Monats Dezember 2017

bkk_zahl_des_monats_dezember_2017 Zahl des Monats Dezember 2017 © BKK Dachverband e.V. www.bkk-dachverband.de HALBZEIT FÜR DEN INNOVATIONSFONDS Die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland ist hoch. Um in dem immer komplexer werdenden Gesundheitssystem nicht den Anschluss zu verlieren und eine gleichbleibend hohe Qualität zu sichern, aber auch die Defizite zu beseitigen, hat die Bundesregierung den Innovationsfonds gesetzlich eingeführt. Seit 2016 werden darüber Projekte gefördert die die Versorgung verbes- sern sollen und das Potential haben, bei positiver Evaluation in...

Fettleibigkeit wird laut einer GEK-Untersuchung unterschätzt

Berlin (dpa) - Übergewicht wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert - mit schwerwiegenden Folgen für Krankenkassen und Patienten: Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, wie das «Handelsblatt» (Donnerstag) berichtet. Unter Übergewicht leide fast jeder zweite Deutsche, schrieb die Zeitung. Trotzdem habe die Barmer herausgefunden, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht diagnostiziert wurde. Umso intensiver würden Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder...