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Ersatzkassen: Krankenhausreform fehlt umfassende Finanzstrategie

Berlin (dpa) - Dem Verband der Ersatzkassen (vdek) fehlt bei der Krankenhausreform der Bundesregierung eine umfassende Finanzierungsstrategie. Die Verbandsvorsitzende Ulrike Elsner erklärte am Freitag in Berlin, angesichts erwarteter Kosten von mehr als acht Milliarden Euro bis 2020 «muss dies dringend nachgeholt werden». Die Ausgaben für die Reform müssten ansonsten über die Zusatzbeiträge finanziert werden, «die einseitig zulasten der Versicherten gehen». Zugleich kritisierte Elsner, dass die Länder mit der Reform nicht ausreichend in die Pflicht genommen würden, die Krankenhausplanung nach...

Bericht: Weniger Pflegeanträge werden abgelehnt

Berlin (dpa) - Seit Inkrafttreten der Pflegereform am Jahresanfang werden nach einem Zeitungsbericht weniger Pflegeanträge abgelehnt als früher. In den ersten fünf Monaten des Jahres hätten die Medizinischen Dienste der Krankenkassen 349 337 Erstgutachten erstellt, bei 70 106 Versicherten sei kein Pflegegrad festgestellt worden, schreibt die «Nordwest-Zeitung» (Montag). Das seien 20,1 Prozent aller Anträge gewesen. Vor Einführung der Reform seien noch 30 Prozent der Erstantragsteller abgelehnt worden. Die Zeitung beruft sich auf die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine...

Zusatzbeitrag und Schätzerkreis

Berlin (dpa) - Ein Instrument zur Finanzierung der Krankenkassen ist für die Kassen-Mitglieder von besonderer Bedeutung: der Zusatzbeitrag. Der normale Beitragssatz sank Anfang 2015 von 15,5 auf 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte. Wenn die gesetzlichen Kassen damit nicht auskommen, können sie einen zusätzlichen Beitrag erheben. Diesen tragen die Arbeitnehmer alleine. Derzeit beträgt der Zusatzbeitrag im Durchschnitt 1,1 Prozent. Die Kassen können davon aber abweichen. Wie es mit den Kassenfinanzen weitergeht, wird offiziell von Experten...

Berufe und Arbeitsbedingungen wirken auf Krankheitsgeschehen - Investitionen in gesunde Belegschaften bringen Renditen – Risikofaktor Leiharbeit

Neben dem Alter eines Beschäftigten beeinflusst vor allem die berufliche Tätigkeit das Krankheitsgeschehen. Der aktuelle BKK Gesundheitsreport 2016 „Gesundheit und Arbeit“ zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen. Analysiert wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten, darunter 4,4 Millionen Arbeitnehmer, die bei einer BKK versichert sind. Damit ist der Report repräsentativ für das Erkrankungsgeschehen in der Arbeitswelt. Bezogen auf die gesamten Fehltage hatte die starke Grippewelle des letzten Jahres erstaunlicherweise keine Auswirkung: Berufstätige fielen...

TK hebt Zusatzbeitrag um 0,2 Prozentpunkte an

Berlin (dpa) - Deutschlands größte Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse (TK), hebt ihren Beitragssatz 2016 voraussichtlich um 0,2 Prozentpunkte an. Vorstandschef Jens Baas wolle dem Verwaltungsrat am kommenden Freitag diese Erhöhung des Zusatzbeitrags vorschlagen, war in Berlin zu erfahren. Es wird erwartet, dass das Gremium dem Vorschlag folgt. Der Zusatzbeitrag der Kasse würde sich dann auf 1,0 Prozentpunkte belaufen, der Gesamtbeitrag auf 15,6 Prozent. Damit läge die Kasse wieder knapp unter dem durchschnittlichen Beitrag von 15,7 Prozent, den das Bundesgesundheitsministerium im...

Rekord bei Krankengeld - Experten raten zu Teil-Krankengeld

Berlin (dpa) - Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für das Krankengeld sind in den vergangenen rund zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Kosten kletterten jährlich im Schnitt 8,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das zeigt ein am Montag in Berlin vorgestelltes Gutachten des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen. Etwa die Hälfte der Ausgaben gehe auf gestiegene Beschäftigung, Löhne und Lebensarbeitszeit zurück, erläuterte der Vorsitzende Ferdinand M. Gerlach. Doch auch eine Zunahme etwa psychischer Erkrankungen schlage zu Buche. Um die Ausgaben in den...

Gröhe: Beitragszahler bei Gesundheitskosten für Flüchtlinge außen vor

Berlin (dpa) - Beitragszahler von Krankenkassen in Deutschland werden laut Bundesregierung derzeit nicht für die Kosten medizinischer Versorgung der Flüchtlinge herangezogen. «Das ist nichts, was die gesetzlich Versicherten belastet in ihrer Beitragszahlung», sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Donnerstag in den Haushaltsberatungen im Bundestag. Es gebe etwa ein standardisiertes Konzept für Erstuntersuchungen oder Aufklärung übers Impfen und über Infektionskrankheiten in mehreren Fremdsprachen. Finanziert würden die Schritte durch die zusätzlichen Milliarden des Bundes für die...

Krankenkasse: 50 000 Rückenpatienten jedes Jahr unnötig geröntgt

Berlin/Hamburg (dpa) - Ärzte in Deutschland greifen nach einer Studie bei unkomplizierten Rückenschmerzen vorschnell zum Röntgengerät. Fast 50 000 Patienten jährlich werden unnötig geröntgt, wie eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt. Von allen Patienten mit akutem Kreuzschmerz, die radiologisch untersucht werden, wird demnach jeder dritte innerhalb von sechs Wochen unter den Röntgenapparat gelegt. Wissenschaftler seien sich jedoch einig, dass Patienten in diesem Zeitraum nicht geröntgt werden sollten, denn Beschwerden bildeten sich in der Sechs-Wochen-Frist oft spontan...

Das neue Präventionsgesetz: Mehr Geld für die Vorsorge

Berlin (dpa) - Mit dem neuen Gesetz zur Gesundheitsförderung und Prävention will die Bundesregierung die Vorsorge vor allem für Kinder und Jugendliche stärken. Einige Eckpunkte der Regelung: - Krankenkassen sollen ab 2016 sieben Euro statt bislang 3,09 Euro pro Versichertem und Jahr für Gesundheitsförderung ausgeben. Bis zum 18. Lebensjahr sollen Jugendliche zudem eine zusätzliche Gesundheitsuntersuchung erhalten. - Das Rehabilitationsangebot für Pflegebedürftige soll ausgeweitet werden. «Reha vor Pflege» ist hier das Motto. - Eltern, deren Kinder in eine Kita aufgenommen werden, sollen...

Legalisierung von Cannabis und Präventionsgesetz im Bundestag

Berlin (dpa) - Der Bundestag befasst sich am Freitag (ab 12.30 Uhr) erstmals mit einem Gesetzentwurf der Grünen zur Legalisierung von Cannabis. Dieses «Cannabiskontrollgesetz» sieht unter anderem vor, dass Erwachsene künftig 30 Gramm Cannabis zum Eigenbedarf kaufen oder drei Cannabispflanzen anbauen und abernten können. Kindern und Jugendlichen sind Erwerb und Besitz vollständig verboten. Auch ein Entwurf der Bundesregierung für ein Präventionsgesetz wird in erster Lesung beraten (ab 10.45 Uhr). Ergebnis der Neuregelung soll sein, dass Krankenkassen ab 2016 sieben Euro statt bislang 3,09...