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Gesetzliche Krankenkassen gegen Honorarangleichung zu ihren Lasten

Berlin (dpa) - Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat Union und SPD vor einer Angleichung der Arzthonorare zu Lasten ihrer Beitragszahler gewarnt. «Die Einführung einer einheitlichen Honorarordnung würde 90 Prozent der Menschen in diesem Land derzeit keinerlei Vorteile bringen, aber die Privatversicherten entlasten», sagte der Vize-Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes,Johann-Magnus von Stackelberg, der Deutschen Presse-Agentur. Experten gehen davon aus, dass durch eine einheitliche Gebührenordnung der Beitragssatz zur Krankenversicherung um durchschnittlich bis zu 0,6...

Gutachten: Reformbedarf beim Ausgleichssystem der Krankenkassen

Bonn/Berlin (dpa) - Wegen Manipulationsvorwürfen raten Experten des Bundesversicherungsamtes zu einer Reform des Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen. Das geht aus einem Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats hervor, das am Donnerstag in Bonn vorgestellt wurde. In der von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in Auftrag gegebenen Untersuchung heißt es unter anderem, es gebe «Belege für manipulative Aktivitäten der Krankenkassen». Deshalb raten die Wissenschaftler zu einem zentralen Register für Verträge zwischen Kassen und Vertragsärzten sowie zur Einführung einheitlicher ...

Betriebskrankenkassen kritisieren Beitragssenkungspläne

Berlin (dpa) - Die Betriebskrankenkassen (BKK) haben die geplante Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,1 auf 1,0 Prozent kritisiert. Dies sei «kein positives Zeichen für ein solides finanzielles Wirtschaften in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sondern eine Bestätigung der Verzerrungen im tatsächlichen Finanzierungssystem, erklärte der Vorstand des BKK Dachverbands, Franz Knieps, am Donnerstag in Berlin. Vielen Versicherten würden finanzielle Spielräume zur Beitragssenkung vorgegaukelt, die in der Praxis bei den allermeisten Krankenkassen nicht vorhanden...

175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen

Deutlich mehr Pflege - das bringt die jüngste Reform. Die Erwartungen scheinen sogar übertroffen zu werden. Berlin (dpa) - Die Zahl der Menschen mit Leistungen aus der Pflegeversicherung ist stark gestiegen. So haben von Januar bis Juli 175 000 mehr Menschen erstmals Pflegeleistungen bekommen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, wie der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) am Donnerstag in Essen mitteilte. Die «Rheinische Post» berichtete zuerst darüber. Ein Grund ist die Pflegereform, die Anfang 2014 startete. Auch Beeinträchtigungen von Wahrnehmung und Erinnerung...

BKK Dachverband: Franz Knieps als Vorstand des BKK Dachverbandes wiedergewählt

Der alte Vorstand ist auch der neue Vorstand des BKK Dachverbandes. Ein-stimmig mit Wirkung zum 1. Juli 2018 wurde heute Franz Knieps als Vorstand des BKK Dachverbandes vorzeitig bestätigt. Damit steht er für weitere fünf Jahre an der Spitze des BKK Dachverbandes e. V. Gewählt wurde Knieps auf einer Sitzung des Aufsichtsrates. „Dieses Ergebnis ist der Ausdruck großer Wertschätzung. Nahezu alle Krankenkassen erleben derzeit bewegte Zeiten. Strukturelle Veränderungen und die damit verbundenen Anpassungen in den Unternehmen sind in vollem Gange. Daher setzen wir mit unserer Entscheidung auf die...

Heil- und Hilfsmittel: Dumpingvorwurf gegen Krankenkassen

Frankfurt/Main (dpa) - Mehrere Krankenkassen stehen im Verdacht, bei der Versorgung ihrer Versicherten mit Heil- und Hilfsmitteln zu sehr auf den Preis und zu wenig auf die Qualität zu schauen. Nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag) ermittelt die Aufsicht gegen mehrere große Ersatzkassen. «Gegenstand der aufsichtsrechtlichen Prüfung sind Verträge zur Versorgung mit Beatmungs-, Atemtherapiegeräten und zur Stomaversorgung«, sagte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Frank Plate, dem Blatt. Der Bundestag hatte erst im Februar 2017 das Heil- und ...

SPD: Wollen keine Einheitskrankenkasse

Berlin (dpa) - Die SPD sieht ihr Konzept einer Bürgerversicherung in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. «Es geht dabei nicht um eine Einheitskasse, wie immer wieder falsch gesagt wird», sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Gesundheitsexperte der Partei Karl Lauterbach am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die privaten Krankenkassen wolle die SPD nicht abschaffen. Es gehe vielmehr um ein neues System mit mehr als 100 Bürgerversicherungen - sowohl gesetzliche als auch private - die miteinander im Wettbewerb stünden, sagte Lauterbach. «Der...

Betriebskrankenkassen begrüßen Klarstellung zu RSA-Zuweisungen im Transplantationsregistergesetz – auch Morbi-RSA Fehlsteuerungen unverzüglich angehen

Der BKK Dachverband begrüßt ausdrücklich die über Änderungsanträge in den Entwurf eines Transplantationsregistergesetzes eingebrachte Klarstellung zu den Zuweisungen für Krankengeld und für Auslandsversicherte im Morbi-RSA. Anlässlich der morgigen öffentlichen Anhörung hierzu erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes: „Der Gesetzgeber konkretisiert damit den im GKV-FQWG bereits formulierten Willen, dass die Neuregelungen zum Krankengeld und zu den Auslandversicherten ab dem Ausgleichsjahr 2013 zeitgleich mit der Neuberechnung der Leistungsausgaben Verstorbener anzuwenden waren.“...

Tote nach Krebstherapie: Gröhe warnt vor unerforschten Wirkstoffen

Mönchengladbach/Krefeld (dpa) - Nach dem Tod von drei Krebspatienten eines Heilpraktikers hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vor dem Einsatz unerforschter Wirkstoffe bei der Behandlung von Patienten gewarnt. «Die Verabreichung von Substanzen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind und die sich erst in einer experimentellen Grundlagenforschung befinden, ist nicht vertretbar», sagte der Minister der «Rheinischen Post». Dies gelte auch dann, wenn Patienten diese Methode ausdrücklich wünschten. Drei Menschen waren Ende Juli nach der Behandlung in einem alternativen Krebszentrum...

Mehr Geld für 2,6 Millionen Pflegebedürftige - Auch Länder sagen Ja

Berlin (dpa) - Der Bundesrat hat die Pflegereform der großen Koalition aus Union und SPD am Freitag gebilligt. Die 2,6 Millionen Pflegebedürftigen erhalten damit im kommenden Jahr um vier Prozent höhere Leistungen. Die Betreuung wird sowohl im Heim als auch ambulant ausgebaut, Zuschüsse für den Umbau einer Wohnung im Pflegefall steigen. 2015 startet ein Pflegevorsorgefonds, in den etwa 20 Jahre lang rund 1,2 Milliarden Euro jährlich fließen sollen. Damit sollen - bei steigender Zahl der Pflegebedürftigen - die Beiträge stabil gehalten werden. Der Beitragssatz von 2,05 Prozent wird um 0,3...