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Betriebskrankenkassen fordern umfassende Überarbeitung des Risikostrukturausgleichs – Wenn Reparaturen, dann eine gründliche Inspektion

Die Betriebskrankenkassen (BKK) fordern eine umfassende Überarbeitung des manipulationsanfälligen Risikostrukturausgleichs zwischen den gesetzlichen Krankenkassen (Morbi-RSA). „Die Korrektur eines der vielen Methodenfehler, die gestern das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen angeordnet hatte, reicht dazu nicht aus“, erklärte der Vorstand des BKK Dachverbands Franz Knieps dazu in Berlin und forderte die Politik zum Handeln auf. „Es gibt an vielen Stellen Unwuchten bei der Umverteilung von Beitragsgeldern, deren Beseitigung aus unserer Sicht ebenso wichtig ist. Nach mehr als vier Jahren...

Fast allen Berufstätigen ist es wichtig, dass Firmen in Gesundheit investieren – sie würden es als Chef auch tun

Wie und ob sich ihre Firma für die Gesunderhaltung der Belegschaft einsetzt, fragte im Auftrag des BKK Dachverbandes KANTAR HEALTH (vormals Emnid) 1.000 berufstätige Arbeiter und Angestellte. Mit ihrem Beruf zufrieden sind 90 Prozent der Befragten, 39 Prozent sind sogar sehr zufrieden. Rund die Hälfte der Jüngeren (18 bis 29 Jahre) ist überdurchschnittlich oft „sehr zufrieden“. Diese Begeisterung scheint mit den Jahren ein wenig abzuklingen. Bei den Älteren (50+Jahre) ist ein Drittel sehr zufrieden im Job. Drei Viertel der Befragten meinten, dass ihrem Arbeitgeber die Gesundheit der...

BKK Dachverband vor einem Jahr gegründet – Mannschaft nun komplett

Genau vor einem Jahr hat die betriebliche Krankenversicherung ihren Dachverband mit Sitz in der Hauptstadt als eingetragenen Verein gegründet. Aktuell sind 93 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbände Mitglieder des Dachverbandes. Sie repräsentieren rund zehn Millionen Versicherte. Zu den Initiatoren zählte Andreas Strobel, der dem Aufsichtsrat beim Verband vorsitzt:„Gegründet wurde der BKK Dachverband, weil die Betriebskrankenkassen sich eine stärkere direkte Mitsprache bei ihrer Interessenvertretung wünschten. Es ging uns darum, einen gesundheitspolitisch agierenden Verband mit flachen...

Krankenkassen: Zusatzbeitrag bleibt stabil

Berlin (dpa) - Der durchschnittliche Krankenkassen-Zusatzbeitrag von 1,0 Prozent vom Einkommen wird nach Einschätzung der Kassen im kommenden Jahr nicht steigen. «Wir rechnen damit, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 stabil bleiben wird», sagte Doris Pfeiffer, Vorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Ab 1. Januar 2019 soll der jetzt von den Kassenmitgliedern allein zu zahlende Zusatzbeitrag zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden. Bereits im Juni hatte Pfeiffer gesagt,...

Welt-Herz-Tag: Herzgesundheit im Focus des BKK-Dachverbandes

Diagramm2 Tabelle2 Ambulante Versorgung - Anteile der BKK Versicherten mit Bluthochdruck nach Altersgruppen und Geschlecht (Berichtsjahr 2017) Anteile in Prozent Männer Frauen Gesamt < 20 Jahre 0.4 0.3 0.4 20 - 24 Jahre 2.3 1.6 2.0 25 - 29 Jahre 3.9 2.8 3.4 30 - 34 Jahre 6.1 4.4 5.3 35 - 39 Jahre 9.6 6.6 8.1 40 - 44 Jahre 15.4 10.7 13.0 45 - 49 Jahre 23.2 17.5 20.3 50 - 54 Jahre 32.3 26.1 29.3 55 - 59 Jahre 43.7 36.4 40.1 60 - 64 Jahre 54.8 48.0 51.4 65 - 69 Jahre 63.3 58.3 60.8 70 - 74 Jahre 69.2 66.5 67.9 75 - 79 Jahre 73.8 73.7 73.7 80 - 84 Jahre 77.8 79.7 78.8 85 -...

Etwas stärkere Senkung des Krankenkassenbeitrags 2019 möglich

Berlin (dpa) - Für viele gesetzlich Krankenversicherte könnten die Beitragsentlastungen zum neuen Jahr etwas stärker ausfallen als bisher beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium will am Freitag bekanntgeben, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag im Vergleich zu diesem Jahr um 0,1 Punkte auf 0,9 Prozent des Bruttolohns sinkt. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte, die Wirtschaft laufe gut, daher gehe es auch der Gesetzlichen Krankenversicherung so gut wie selten. «Davon sollen auch die Beitragszahler profitieren.» Ziel sei, dass unter dem Strich alle Versicherten mehr...

SPD gegen Spahns Pläne zu regionalen Krankenkassen

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekommt für seine Pläne zu einer bundesweiten Öffnung regional begrenzter Krankenkassen zusehends Widerstand in der Koalition. «Wir werden das so nicht mitmachen», sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. «Das brächte eine Verschlechterung der Versorgung.» Es habe keinen Sinn, nur ein bundesweites Kassensystem zu haben. Gebraucht würden mehr regionaler Wettbewerb und regionale Versorgung. «Wer sich als Versicherter für eine bundesweite Kasse entscheiden will, kann das jetzt schon jederzeit...

Forderung: Evaluationen des Morbi-RSA zusammen mit Kassen und weiterer Expertise

Forderung: Evaluationen des Morbi-RSA zusammen mit Kassen und weiterer Expertise Über den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) werden jährlich mehr als 200 Mrd. Euro an die gesetzlichen Krankenkassen zur Finanzierung der Leistungsausgaben verteilt. Das ist erheblich mehr als der Länderfinanzausgleich im gleichen Zeitraum zwischen den Bundesländern umverteilt. Ziel des Morbi-RSA ist es, eine Rosinenpickerei (Risikoselektion) bei den Versicherten zu verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen herzustellen. Ob der Morbi-RSA diesen...

Umfrage: E-Patientenakte trifft bei Bürgern auf Interesse

Berlin (dpa) - Die geplante elektronische Patientenakte trifft laut einer Umfrage auf größeres Interesse in der Bevölkerung. Fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) würden E-Akten «auf jeden Fall» oder «eher» nutzen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergab. Auch viele ältere Menschen ab 65 Jahre würden demnach überwiegend (60 Prozent) auf eine E-Patientenakte zugreifen. Insgesamt ähnlich aufgeschlossen sind die Befragten auch gegenüber ebenfalls geplanten E-Rezepten (63 Prozent). Nach jahrelangem Gezerre um zusätzliche...

Mehr Arztpraxen für die Versorgung von Kassenpatienten möglich

Berlin (dpa) - Für die Versorgung von Kassenpatienten können bundesweit deutlich mehr Praxisstandorte entstehen als bisher vorgesehen. Das geht aus neuen Regeln für die Bedarfsplanung hervor, die der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag in Berlin beschloss. Zusätzlich zu 3440 derzeit freien Arztsitzen gibt es demnach 3470 neue Niederlassungsmöglichkeiten. Dies sei ein wichtiger Beschluss, der eine «noch wohnortnähere» Versorgung ermögliche, sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken. Die Versorgung könne außerdem genauer an das...