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Ausgabenschub bei Arzneien - Kassen rügen zu schnelle Zulassungen

Immer neue teure Arzneimittel kommen auf den Markt - oft per Schnellverfahren. Viel zu halbherzig sind aus Sicht der AOK Versuche des Gesetzgebers, den stetigen Kostenschub in den Griff zu bekommen. Berlin (dpa) - Die Beitragszahler müssen trotz immer neuer Spargesetze für Arzneimittel tiefer in die Tasche greifen. Schuld sind laut AOK Gesetzeslücken. Patienten könnten zudem gefährdet sein, denn immer mehr Mittel kämen per Schnellzulassung auf den Markt und würden nicht ausreichend getestet. Wegen der Verordnung von immer mehr und immer teureren Medikamenten stiegen die Kosten der ...

Merck erhält EU-Zulassung für Krebshoffnungsträger Bavencio

Darmstadt (dpa) - Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck darf seine Krebsimmuntherapie Bavencio nun auch in Europa vertreiben. Der Konzern erhielt von der EU eine Zulassung für das Mittel zur Behandlung eines aggressiven und seltenen Hautkrebses, wie Merck am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Erste Markteinführungen seien in Deutschland und Großbritannien bereits im Oktober zu erwarten. Neben der EU würde das auch unter dem Namen Avelumab bekannte Medikament auch in Island, Liechtenstein und Norwegen auf den Markt gebracht. Bavencio ist der größte Hoffnungsträger in der...

Erster Malaria-Impfstoff nimmt wichtige Hürde zur Zulassung

London (dpa) - Erstmals steht ein Impfstoff gegen die tödliche Tropenkrankheit Malaria kurz vor der Zulassung. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) veröffentlichte am Freitag in London eine positive Bewertung des Mittels Mosquirix. Trotz begrenzter Wirksamkeit überwiegen demnach die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika ergab, dass Mosquirix über bis zu vier Jahre einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich 600 000 Menschen an Malaria, vor allem in...

Gefälschte Zulassungsstudien: 176 Medikamente werden überprüft

Köln (dpa) - Fast 200 Medikamenten-Zulassungen in Deutschland werden derzeit überprüft, weil sie auf gefälschten Studien einer indischen Firma beruhen könnten. Das gab das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Freitag in Bonn bekannt. Ein Gesundheitsrisiko bestehe aber nicht. Zuerst hatten WDR, NDR und «Süddeutsche Zeitung» über den Fall berichtet. Hintergrund sind Vorwürfe gegen die indische Firma GVK Biosciences (GVK BIO). Die französische Arzneimittelbehörde ANSM habe bei dem Unternehmen schwere Mängel bei der Studiendurchführung und der Zuverlässigkeit der Daten...

Medikamentenskandal: Nur noch 55 Präparate auf der schwarzen Liste

Bonn (dpa) - Nach dem Medikamentenskandal um gefälschte Zulassungsstudien in Indien schrumpft die Liste der vom Markt gezogenen Präparate. Von den 80 Generika (Nachahmer-Präparate) mit ruhender Zulassung standen am Freitagmorgen noch 55 auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hinter 20 Präparaten steht allerdings der Vermerk, das «Ruhen der Zulassung sei derzeit nicht vollziehbar», da Rechtsmittel eingelegt worden seien. Die schwarze Liste ist online unter http://www.bfarm.de einsehbar und wird täglich aktualisiert. Dies sei für alle eine Chance, auf...

Stellungnahme des BKK DV zum Referentenentwurf Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts

BKK Dachverband e.V. Mauerstraße 85 10117 Berlin TEL (030) 2700406-0 FAX (030) 2700406-111 politik@bkk-dv.de www.bkk-dachverband.de Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. vom 1. Dezember 2015 zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts Seite 2 Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. vom 01.12.2015 zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts In den Entwurf eines Gesetzes...

EU-Kommission stoppt Arzneimittel wegen gefälschter Studien

Brüssel (dpa) - Die EU legt etwa 700 Zulassungen für Arzneimittel auf Eis. Grund sind gefälschte Untersuchungen der indischen Firma GVK Biosciences. Ab dem 21. August dürfen die Medikamente nicht mehr in Europa verkauft werden. Ausnahmen sind aber unter bestimmten Bedingungen möglich. Die EU-Kommission traf die Entscheidung bereits vor einer Woche nach Beratungen mit den EU-Staaten und bestätigte am Donnerstag einen Bericht der «Tagesschau». Die manipulierten Tests waren wichtig für die Zulassung von Generika, also von Nachahmerprodukten, die häufig günstiger sind. Belege, dass die...

Reihe von Nachahmer-Medikamenten vorerst aus dem Handel

Für jedes Medikament sind Studien zur Wirkung erforderlich. Für Hersteller von Generika hat dies ein indischer Pharmadienstleisters erledigt. 2014 kamen Zweifel an den Studien auf. Deshalb verschwinden vorerst eine Reihe von Nachahmer-Medikamenten aus den Regalen. Bonn (dpa) - Eine Reihe kostengünstiger Nachahmer-Medikamente ist vorerst nicht mehr in Deutschland erhältlich. Wegen mangelhafter Arzneimittelstudien eines indischen Pharmadienstleisters hat die EU Ende Juli etwa 700 Zulassungen auf Eis gelegt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte am...

Meilenstein für Novartis: US-Behörde lässt neuartiges Herzmittel zu

Basel (dpa) - Gute Nachrichten für den schweizerischen Pharmakonzern Novartis: Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das für den Konzern äußerst wichtige Medikament LCZ 696, das ab sofort unter dem Namen «Entresto» vermarktet werden soll, genehmigt. Es dürfe für die Behandlung eines bestimmten Herzfehlers eingesetzt werden, teilte der Konzern am Dienstagabend in Basel mit. Es sei die weltweit erste Zulassung für das Mittel, dem einige Analysten zutrauen, zum wichtigsten Wirkstoff für Novartis zu werden. «Entresto» kann Patienten verschrieben werden, um das Risiko von Herzinfarkten oder...

Bayer zieht Krebsmedikament vom deutschen Markt zurück

Leverkusen (dpa) - Bayer nimmt sein Krebsmedikament Stivarga in Deutschland aus dem Verkauf. Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss ( G-BA) dem Mittel zur Behandlung von Dickdarmkrebs keinen Zusatznutzen zugesprochen hatte, werde der Vertrieb eingestellt, teilte die Bayer Vital GmbH am Freitag in Leverkusen mit. Die Zulassung in Europa sei davon nicht betroffen. Das Medikament, das bislang unter dem Namen Regorafenib erhältlich war, werde in den europäischen Ländern weiterhin zur Verfügung stehen. Bayer prüfe Möglichkeiten der Versorgung von Patienten, die sich in Behandlung befinden. In...