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AOKs machen Front gegen Spahns Pläne zu regionalen Kassen

Berlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) machen Front gegen die von Gesundheitsminister Jens Spahn geplante bundesweite Öffnung bisher regional begrenzter Kassen. Wer den Wettbewerb für eine bessere Versorgung stärken wolle, müsse Kassen mehr Spielräume für regionale Lösungen mit Ärzten und Kliniken einräumen, sagte der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, am Mittwoch. Dem Minister falle aber nur ein, regionale Kassen «als maßgebliche Player platt zu machen». Damit greife er bewährte föderale Strukturen an und schwäche auch massiv die Gesundheitsversorgung in der Fläche. ...

Zuzahlungen von Kassenpatienten 2018 leicht gestiegen

Berlin (dpa) - Kassenpatienten haben im vergangenen Jahr insgesamt etwas mehr für Gesundheitsleistungen aus eigener Tasche dazu bezahlt. Die Zuzahlungen stiegen im Vergleich zu 2017 um rund 100 Millionen Euro auf 4,2 Milliarden Euro, wie es in einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Frage der Linke-Fraktion hieß. Der Großteil entfiel mit 2,25 Milliarden Euro weiter auf Arzneimittel und Verbandmaterial. Für Heil- und Hilfsmittel zahlten Versicherte den vorläufigen Zahlen zufolge 934 Millionen Euro dazu, für Krankenhausbehandlungen 694 Millionen Euro. Der...

Krankenkassenbeiträge bleiben im Wahljahr stabil

Es schien fast so normal wie Weihnachten und Neujahr, dass die Krankenkassenbeiträge steigen. 2017 soll das anders sein. Kritiker vermuten dahinter ein wahltaktisches Manöver. Berlin (dpa) - Die gesetzlich Krankenversicherten bleiben im Wahljahr 2017 voraussichtlich von steigenden Beiträgen verschont. Das geht aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt hervor, die die Behörde am Donnerstag in Bonn veröffentlichte. Denn der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer allein zahlen müssen, kann laut Schätzung bei durchschnittlich 1,1 Prozent bleiben. Er kommt zum allgemeinen...

Gesetzliche Krankenkassen rechnen weiter mit stabilen Finanzen

Die Ausgaben für Ärzte, Kliniken und Medikamente steigen - dank des robusten deutschen Aufschwungs aber auch die Kassen-Einnahmen. Höhere Belastungen für die Beitragszahler sind wohl erst mal kein Thema. Kremmen (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) rechnen angesichts der guten Konjunktur vorerst weiter mit stabilen Finanzen und Beiträgen für ihre 56 Millionen Mitglieder. Die Situation sei auch in diesem Jahr nach wie vor positiv, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, am Montag im brandenburgischen Kremmen. Sie gehe nicht davon aus, dass der...

Krankenkassen mit Defizit von mehr als einer Milliarde Euro

Berlin (dpa) - Trotz guter Konjunktur haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein Defizit von insgesamt 1,14 Milliarden Euro eingefahren. Die Reserve der Krankenversicherung schrumpfte zum Jahresende auf rund 24,5 Milliarden Euro. Davon entfielen 14,5 Milliarden Euro auf die einzelnen Kassen und 10 Milliarden Euro auf den Gesundheitsfonds, die Geldsammel- und -verteilstelle der Krankenversicherung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mitteilte. Zwei Jahre zuvor war das Finanzpolster der Krankenversicherung noch rund 30 Milliarden Euro groß. Beim...

Gesetzliche Krankenkassen weiter mit stabilen Finanzen

Kremmen (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in Deutschland rechnen angesichts der guten Konjunktur vorerst weiter mit stabilen Finanzen und Beiträgen für die Mitglieder. Die Situation sei auch in diesem Jahr nach wie vor positiv, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, am Montag im brandenburgischen Kremmen. Sie gehe nicht davon aus, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel steige. Ungewiss seien aber etwa noch Mehrkosten für politisch geplante Verbesserungen bei der Versorgung. In vergangenen Jahr hatte sich der Überschuss der 110...

Statistik: Geringerer Überschuss bei Sozialversicherung

Wiesbaden (dpa) - Höhere Ausgaben für Gesundheit und Rente haben das Plus in der Sozialversicherung 2015 schrumpfen lassen. Der Überschuss lag im vergangenen Jahr bei 1,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. 2014 waren es noch 3,3 Milliarden Euro. Die Einnahmen der Sozialversicherung beliefen sich 2015 auf insgesamt 577,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um 4,0 Prozent. Die Ausgaben stiegen um 4,4 Prozent auf 576,0 Milliarden Euro. In der gesetzlichen Krankenversicherung gab es ein Finanzierungsdefizit von...

Gabriel rückt auch bei der Krankenversicherung von Schröder-Agenda ab

Berlin (dpa) - Zurück zur Parität. Nachdem die SPD-Gesundheitspolitiker bereits vor einigen Wochen diese Parole für die Finanzierung der Krankenversicherung vorbrachten, ist nun auch SPD-Chef Sigmar Gabriel auf das Thema eingestiegen. Der «Bild»-Zeitung (Mittwoch) sagte er: «Die SPD will, dass die Krankenkassenbeiträge wieder zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden.» Grüne und Linke dürften diese Botschaft ebenso gerne hören wie die Gewerkschaften. Denn Gabriel entfernt sich einmal mehr von der Agenda 2010 des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder. Denn es war die...

Korrekturbedarf beim Morbi-RSA: Methodenfehler treibt Betriebskrankenkassen ins Minus – Niedriger Zusatzbeitragssatz in der GKV führt zu fehlenden Einnahmen von insgesamt 420 Millionen Euro

Der Blick auf die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen für das I. Halbjahr 2015 zeigt, dass die Rahmenbedingungen durch die im Jahr 2014 umgesetzten Änderungen, einen fairen Preis- und Qualitätswettbewerb weiterhin verhindern. „Die gerechte Verteilung der Mittel aus dem Gesundheitsfonds durch die jetzigen Regeln des Morbi-RSA begünstigen einige Kassen und Kassenarten in den Zuweisungen. So gelingt es einigen Kassen, trotz niedrigem Zusatzbeitrag, noch Finanzreserven aufzubauen, während Verwerfungen im Zuweisungsalgorithmus des Morbi-RSA, verbunden mit dem Wettbewerbsdruck über den...

SPD will Arbeitgeber bei Gesundheit wieder stärker zur Kasse bitten

Berlin (dpa) - Angesichts wahrscheinlich steigender Krankenkassenbeiträge pocht die SPD auf eine Rückkehr zur Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. «Paritätische Finanzierung ist ein bewährter und gerechter Grundsatz. Wir sollten wieder dahin zurückkehren», sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung «jetzt, bevor die Beiträge steigen.» Wegen wachsender Kassen-Defizite müssen sich die Versicherten im...