BKK INNOVATIV / STROKE OWL

Mehr Lebensqualität mit Schlaganfall-Lotsen

Mit etwa 270.000 Betroffenen jährlich gehört der Schlaganfall zu den großen Volkskrankheiten in Deutschland. Fast zwei Drittel der Überlebenden sind dauerhaft auf Unterstützung, Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Während die Akutversorgung und Rehabilitation bei dieser Erkrankung hierzulande ein hohes Qualitätsniveau erreicht haben, gibt es an den Schnittstellen der Nachsorge Verbesserungsbedarf. Hier setzt das Innovationsfondsprojekt STROKE OWL an, das der BKK Dachverband in seiner Veranstaltungsreihe BKK Innovativ vorgestellt hat.

Ärztin bespricht Computertomographie mit Patient

Oft stehen Schlaganfall-Betroffene vor der Herausforderung, die weitere Behandlung nach einem Klinikaufenthalt selbst organisieren zu müssen oder haben Schwierigkeiten, Therapie- und Medikamentenpläne einzuhalten. Lösungen für diese Herausforderungen bietet das Innovationsfondsprojekt STROKE OWL in der Region Ostwestfalen-Lippe.

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe BKK Innovativ hat der BKK Dachverband Einblick in das bereits abgeschlossene, größte Lotsenprojekt in Deutschland gegeben und über Möglichkeiten für den Transfer in die Regelversorgung diskutiert. An der Veranstaltung teilgenommen haben unter anderem Meike Finkler, Schlaganfall-Lotsin am Klinikum Lippe, Juliane Düvel, Fakultät Gesundheitswissenschaften der Uni Bielefeld, Prof. Dr. Armin Grau, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Prof. Dr. med Christoph Redecker, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Lippe sowie Thomas Johannwille, Vorstand der Bertelsmann BKK und Sprecher der BKK ARGE OWL.

Weiter unten finden Sie die Aufzeichnung zur Veranstaltung.

Informationen zu STROKE OWL

Gestartet ist das Innovationsfondsprojekt im Jahr 2017, gefördert durch den Bund mit 7,1 Millionen. Euro. Mehr als 1.600 Schlaganfallpatient:innen wurden in das Projekt eingeschlossen und von insgesamt 17 Lotsinnen und Lotsen jeweils 12 Monate lang betreut. Konsortialführer ist die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Konsortialpartner sind die Universität Bielefeld, OFFIS e.V., IKK classic und die Techniker Krankenkasse. Kooperierende Krankenkassen sind zudem acht Betriebskrankenkassen, die in der BKK ARGE OWL zusammengeschlossen sind

Im März 2021 wurde die Praxisphase beendet. Jetzt werten die Gesundheitsökonomen der Universität Bielefeld die Ergebnisse aus. Entscheidend ist die Frage: Geht es den Patient:innen aus dem Modellprojekt besser als anderen, vergleichbaren Schlaganfall-Patient:innen?

Es wird noch dauern, bis alle wissenschaftlichen Ergebnisse vorliegen. Die Rückmeldungen von Patient:innen und Angehörigen und die Erfahrungen der am Projekt beteiligten Kliniken und Krankenkassen sind so positiv, dass es weitergehen wird. Als eines von wenigen Innovationsfonds-Projekten konnte für STROKE OWL eine Überbrückungsfinanzierung mit den Krankenkassen vereinbart werden. Damit ist der weitere Einsatz von Schlaganfall-Lots:innen in der Region Ostwestfalen-Lippe nach Abschluss des Projekts erst einmal gesichert.

Die Überbrückungsvereinbarung für die Fortführung der Lotsentätigkeit in Ostwestfalen-Lippe besteht in einem sogenannten „Vertrag zur besonderen Versorgung nach § 140a SGB V“. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von der Techniker Krankenkasse, der IKK classic, der AOK NordWest, der DAK-Gesundheit und acht Betriebskrankenkassen (BKK ARGE OWL). Darüber hinaus sind alle sechs beteiligten Akutkliniken dem Vertrag beigetreten: Ev. Klinikum Bethel in Bielefeld, Klinikum Herford, Klinikum Lippe, St. Elisabeth Hospital Gütersloh, St. Vincenz Krankenhaus Paderborn und St. Ansgar Krankenhaus Höxter.

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Andrea Röder

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