Statistik

Monatliche Arzneimittelstatistik

Auskunft über Menge und Ausgaben der Arzneimittelverordnungen der Versicherten aus den Mitgliedskassen des BKK Dachverbandes

Die Arzneimittelstatistik gibt monatlich Auskunft über alle Arzneimittelverordnungen der Versicherten aus den Mitgliedskassen des BKK Dachverbandes. Sie unterteilt sich in eine Übersicht aller Verordnungen über ein ganzes Jahr und eine Detaildarstellung der Fertigarzneimittel.

Verschiedene Tabletten auf einem Tisch.

Alle Verordnungen in der Jahresübersicht

In drei verschiedenen Berichten werden alle durch Apotheken abgegebene Verordnungen (inklusive individuell hergestellter Rezepturen, Verbandmittel, Medizinprodukte und Diätetika) betrachtet, die zulasten der Mitgliedskassen des BKK Dachverbandes abgerechnet werden. Dazu werden die Verordnungsdaten der letzten 12 Monate zusammengefasst und in den interaktiven Berichten "Überblick alle Verordnungen", "Verordnungen nach Bundesland" sowie "Alter und Geschlecht" auf drei Seiten dargestellt.

Der interaktive Bericht "Überblick alle Verordnungen" zeigt den monatlichen Verlauf der Ausgaben und des Verbrauchs (sowie deren Veränderungen bezüglich des Vorjahreszeitraums). Durch Klicken an den entsprechenden Stellen in der Grafik kann nach Monat oder Marktsegment gefiltert werden (Auswahl mehrerer Filterkriterien in Kombination mit der STRG-Taste sind möglich). Durch erneutes Anklicken desselben Elements lässt sich die Filterung wieder aufheben. Zusätzlich kann im Bereich "Gesamtausgaben Brutto" mit Hilfe der Pfeilsymbole, die beim Überfahren des Textes "Gesamtausgaben Brutto" mit dem Mauszeiger erscheinen, zwischen den Marktsegmenten und deren Untersegmenten gewechselt werden.

 

Der interaktive Bericht "Verordnungen nach Bundesland" stellt die Nettoausgaben je Versicherten nach Bundesländern dar. Verschieden große Kreise repräsentieren die unterschiedlichen Durchschnittsausgaben. Beim Überfahren der Kreise mit der Maus werden die Euro-Werte sichtbar. Über die Zeitraumauswahl kann nach Verordnungsmonat gefiltert werden.

Der interaktive Bericht "Alter und Geschlecht" ermöglicht eine geschlechts- und altersgruppenspezifische Betrachtung der Nettoausgaben und verbrauchten Tagesdosen je Versicherten und gibt einen Überblick über die Versichertenstruktur. (Die Versichertenzahlen sind der amtlichen Statistik "KM 6" entnommen, in der lediglich die Geschlechtszuordnung Mann|Frau verwendet wird.)

  

    

Detaildarstellung der Fertigarzneimittel

Die folgenden beiden interaktiven Berichte beschränken sich auf die industriell hergestellten Fertigarzneimittel. Hier werden die Verordnungen des letztverfügbaren Verordnungsmonats zusammengefasst. Im Bereich der Fertigarzneimittel ist eine Einteilung der Präparate nach der Anatomisch-Therapeutisch-Chemischen (ATC) Klassifikation möglich, wodurch sich eine weitere Auswertungsdimension ergibt.

Der interaktive Bericht "Fertigarzneimittel" ermöglicht die Filterung nach Marksegmenten und veranschaulicht die jeweiligen Anteile an den Bruttoausgaben und durchschnittlichen Tagesdosen aller Fertigarzneimittel. Es werden sowohl die Kosten je ATC-3-Steller, als auch auf Einzelpräparat-Ebene für die 200 teuersten Fertigarzneimittel dargestellt.

Der interaktive Bericht "Fertigarzneimittel Vorjahresvergleich" fokussiert sich auf den Ausgaben- und Tagesdosen-Vergleich der ATC 3-Steller im Vergleich zum Vorjahresmonat.

    

Glossar

Die Krankenkassen erhalten von den Apotheken (§ 130 Abs. 1 SGB V) und von den pharmazeutischen Unternehmen (§ 130a Abs. 1, 3a und 3b SGB V) einen gesetzlichen Abschlag für jedes abgegebene Arzneimittel.

Von den Berichten umfasst sind alle Produkte, die nach § 31 SGB V abgegeben werden. „Keine Arzneimittel“ in den Berichten sind Verbandmittel, Medizinprodukte und Diätetika.

Die ATC-Klassifikation ist eine amtliche Klassifikation für pharmakologische Wirkstoffe. Die Wirkstoffe werden nach dem Organ oder Organsystem, auf das sie einwirken, und nach ihren chemischen, pharmakologischen und therapeutischen Eigenschaften in verschiedene Gruppen eingeteilt. ATC-basierte Auswertungen beruhen auf dem ATC-Klassifikationssystem der WHO.

Biosimilars sind Nachahmerpräparate von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln.

Apothekenabgabepreis vor Abzug der gesetzlich festgelegten Abschläge und Rabatte, inklusive der gesetzlichen Zuzahlung.

(engl.: Defined Daily Dose) Angenommene mittlere Tagesdosis bei Erwachsenen für einen Wirkstoff und dessen Hauptindikation.

Im Voraus industriell hergestellte, abgabefertige und zugelassene Arzneimittel. Diese unterliegen der Arzneimittelpreisverordnung.

Durch Zweitanmelder in den Verkehr gebrachte, wirkstoffidentische Fertigarzneimittel, die nicht patentgeschützte Wirkstoffe enthalten.

Marktsegmente sind Fertigarzneimittel, Rezepturen, keine Arzneimittel, Orphan Drugs, und Biosimilars.

Bruttopreis abzüglich der gesetzlich festgelegten Abschläge und Rabatte sowie der geleisteten Zuzahlung. Entspricht den durch die Krankenkasse zu tragenden Kosten.

Als Originalpräparat bezeichnet man erstmals neu-zugelassene Wirkstoffe eines bestimmten Herstellers.

Medikamente gegen seltene, schwerwiegende Erkrankungen.

Hierunter werden folgende Arzneimittel zusammengefasst: Parenterale Zubereitungen inklusive Zytostatika, sonstige Rezepturen (z. B. Salben), Cannabis-Produkte (ohne Fertig-AM) und Arzneimittel zur Drogensubstitution, die alle mit einer Sonder-PZN abgerechnet werden.

Patienten leisten in der Regel zu jedem abgegebenen Arzneimittel eine Zuzahlung, deren Höhe gesetzlich festgelegt ist. Einige Gruppen von Versicherten sind von der Zuzahlung ausgenommen.

Natalie Kohzer

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Natalie Kohzer
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Maik Stark

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Maik Stark
Referent Analytik

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