Innovationsfondsprojekt GAP

Mit guter Kommunikation gegen Rückenschmerzen

Das Innovationsfondsprojekt "GAP - Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient"

Rückenschmerzen verursachen die meisten Fehltage am Arbeitsplatz. Dabei sind die Ursachen vielfältig. Betroffene suchen nicht nur bei Medizinern und Therapeuten Rat, sondern nutzen zunehmend auch das Internet als Informationsquelle. Das im Rahmen des Innovationsfonds geförderte Projekt „GAP - Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient“ hilft, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden.

Ein Mann macht Rückenübungen mit Hilfe eines Tablets.

Im Projekt GAP wird untersucht, wie gut evaluierte und verständliche Informationen Betroffenen und Hausärzten helfen, die Ursache und die Therapie bei Rückenschmerzen zu ergründen. Ziel ist es letztlich, die medizinische Versorgung zu verbessern.

Das GAP-Team baute dafür eine Plattform für Betroffene und Hausärzte auf: Das tala-med-Rückenschmerzportal (https://tala-med.info). Dabei stehen beiden Seiten über einen niedrigschwelligen Online-Zugang deutschsprachige Materialien zur Verfügung, die nationale und internationale Informationen auf Basis der neuesten Entwicklung zum Thema bündeln. Diese Informationen sind evidenzbasiert, aktuell, unabhängig, verständlich und direkt im Arzt-Patienten-Gespräch einsetzbar. Ergänzt wird das Portal durch die GAP-Suchmaschine (https://search.gap-medinfo.de), die Gesundheitsinformationen auch zu anderen Erkrankungen findet.

Das öffentlich, im Rahmen des Innovationsfonds geförderte Projekt (Förderkennzeichen: 01NVF17010) wurde von Cochrane Deutschland am Universitätsklinikum Freiburg mit dem BKK Landesverband Bayern initiiert und mit Wissenschaftlern der Universitäten Freiburg, Erlangen-Nürnberg sowie der TU Dortmund entwickelt.

Verschiedene Akteure in dem Projekt GAP stellten am 27. Mai 2021 in einer digitalen Veranstaltung des BKK Dachverbandes die Intention des Projekts und das Portal vor und gaben einen Einblick in den Projektverlauf. Zudem diskutierten sie eine mögliche Überführung in die Regelversorgung.

      

Einige Stimmen anlässlich der Projektvorstellung:

      

Sigrid König, Vorständin BKK Landesverband Bayern:

Ärzte und Patienten bekommen dank GAP allgemein verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern. Wir haben mit dem weit verbreiteten Thema Rückenschmerzen begonnen und sind sicher, dass es so gelingt, Patientinnen und Patienten gut zu informieren und sie zu befähigen, ihre Gesundung aktiv in die Hand zu nehmen.

Prof. Dr. Andy Maun, Direktor, Facharzt für Allgemeinmedizin, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Freiburg:

Gemeinsame Therapieentscheidungen erfordern verständliche, aktuelle und wissenschaftsbasierte Gesundheitsinformationen. GAP, das Forschungsprojekt "Gut informierte Arzt-Patienten-Kommunikation" entwickelt und evaluiert Wege dorthin.

Dr. Piet van der Keylen, Lehrkoordinator, Universitätsklinikum Erlangen:

Nicht zuletzt die COVID-19-Situation hat uns aufgezeigt, wie wichtig heute und in naher Zukunft digitale Lösungen wie im GAP-Projekt für Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen und Patienten sind. Dieses digitale Momentum müssen wir nutzen, um die Versorgung und Beratung der Patientinnen und Patienten pragmatisch und unbürokratisch weiter voranzubringen.

      

Andrea Röder

Kontakt

Andrea Röder
Referentin Kommunikation

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